Archiv der Kategorie: Kirche

Die Orgel auf der Arche Noah

Eine musikalische Erzählung 
für Kinder und ihre BegleiterInnen
 am 8. Juli in der Inselkirche
Die Geschichte von der „Arche Noah“ (Genesis 6-8) ist für viele Kinder wahrscheinlich eine der bekanntesten alttestamentlichen Erzählungen. In „Die Orgel auf der Arche Noah“ wird die Geschichte frei erzählt und unterstützt durch musikalische Untermalungen von den bekanntesten Werken des größten barocken Meisters, Johann Sebastian Bach. Die Kinder werden die Erzählung durch passende musikalische Elemente neu erleben. Ihre Eltern können dabei schmunzelnd entdecken, wie seriöse Musik auch für Kindererzählungen geeignet sein kann. Es werden kleine, paartaktige Ausschnitte aus 24 verschiedenen Bachschen Werken erklingen, wie zum Beispiel das Brandenburgische Konzert, Kantaten- und Oratoriumfragmente sowie bekannte Klavier- und Orgelwerke. Inselkantorin Noémi Rohloff präsentiert diese auf der Orgel, während Pastor Christian Neumann erzählerisch durch die Geschichte führt.
Diese Stunde in der Inselkirche wird für die ganze Familie ein Hörerlebnis und gleichzeitig eine gute Chance für die klassisch-musikalische Erziehung sein.
Das Konzert am Mittwoch, 8. Juli beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. Ab Montag, dem 6. Juli werden die Konzert-Karten in der Kirche zum Abholen bereitliegen. Es wird empfohlen, sich möglichst rechtzeitig Karten zu sichern, denn die Besucherzahl ist auf 50 Zuhörer(Innen) begrenzt. -ut-

„Von Beethoven bis Boogie“

Das Nordwestdeutsche Kammerensemble gibt am 26. Juli zwei Konzerte in der Inselkirche

Ein buntes und kurzweiliges Programm der Extraklasse präsentiert das renommierte Nordwestdeutsche Kammerensemble in gleich zwei Konzerten am Sonntag, 26. Juli in der Inselkirche Langeoog. Das beliebte Ensemble besteht aus den inselbekannten Vollblutmusikern Hansdieter Meier (Violine), Gunilt Gehl (Viola), Felix Meier (Violoncello) und Andreas Groll (Klavier). Das vom Geiger locker und informativ moderierte Konzert begeis­tert nicht nur Klassikfreunde: Es garantiert einen vergnüglich-musikalischen Hochgenuss für die ganze Familie. Pfiffig Arrangiertes wird mit Spielfreude, Virtuosität und Charme dargeboten. Zu Gehör kommen eingängige klassische Werke, etwa von Pugnani, Kreisler und Antonio Lotti. Selbstverständlich darf – in seinem 250. Geburtsjahr – Ludwig van Beethoven nicht im Programm fehlen. Aber auch Musical- und Filmmusik ist dabei, von Leonard Bernsteins „West Side Story“ bis zum Kinohit „Aladdin“. Evergreens der 20er- und 30er-Jahre aus der „Tanz auf dem Vulkan“-Ära, garniert mit lässigem Swing und feurigem Csardas, sind weitere Stationen dieser musikalischen Zeitreise von Barock bis Boogie-Woogie. Wo immer sie aufspielen – in Übersee, auf Kreuzfahrtschiffen oder in europäischen Konzertsälen: Überall werden die Musiker von Publikum und Presse gelobt und gefeiert. Radio- und Fernsehauftritte von ARD bis Schweizer Rundfunk belegen die Qualität des sichtlich mit Spaß und Verve musizierenden Ensembles ebenso wie die im Handel erhältlichen CDs. Aufgrund der aktuellen Lage und der damit verbundenen Zugangsregelung in der Inselkirche wird das Konzert gleich zwei Mal hintereinander gespielt, um allen Interessierten diesen Musikgenuss zu ermöglichen. Das erste Konzert beginnt um 19 Uhr, das zweite um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

Ein Faible für Jazz und Kirche

Kurpastor Dr. Michael Wolf hat Musik „im Gepäck“
Dr. Michael Wolf ist ein erfahrener Kurseelsorger: Seit Mitte der 90er-Jahre übernimmt er in evangelischen Pfarreien in Deutschlands Küstenorten die Urlaubsvertretung der dortigen Gemeindepfarrer. Vom 15. Juli bis 1. August wird er das Amt des Kurpastors erstmals auf Langeoog ausüben. Unterstützung erhält er dabei von seiner Frau Heike, mit der er seit 30 Jahren gemeinsam als Gemeindepfarrer in Wien arbeitet.  Begleitet werden die beiden Theologen von ihren Töchtern Sarah und Hanna.
Am Sonntag, 19. Juli, wird Wolf durch die beiden Gottesdienste in der evangelischen Inselkirche führen (9.30 Uhr und 11.00 Uhr), ebenso durch die zehnminütigen „AbendGedanken“ ab 19.00 Uhr am Mittwoch, 29. Juli, und Freitag, 31. Juli.
Für die Ökumenische Vortragsreihe hat der aus Rastatt stammende Theologe ein beschwingendes Thema im „Gepäck“: „Es heißt ‚Jazz und Kirche’. Ich möchte Interessierten den christlichen Werdegang von Jazzmusikern von Duke Ellington bis Billie Holyday vorstellen – begleitet mit Musik aus der ‚Konserve’. Einen Termin dafür will ich noch mit Inselpastor Christian Neumann abstimmen“, so Wolf.
Die Musikaufnahmen stammen aus Seminaren mit Studierenden der Wiener Jazz-Universität: „Seit zwei Jahren erarbeiten wir Aufführungen, bei denen wir uns mit den Werken einzelner     Jazz-Musiker auseinandersetzen, deren Stücke wir dann alle zwei Monate bei Konzerten vorstellen. Derzeit beschäftigen wir uns in den Seminaren mit Frauen des Jazz“, erläutert Dr. Michael Wolf.
Seine Freizeit auf Langeoog hingegen soll der Familie gewidmet werden – bei Strandspaziergängen mit seiner Frau und den beiden Töchtern.    -sbo-

„Die weißen Stellen der Bibel füllen“

Kurpfarrer Axel Huber lädt am 2. Juli zum Bibliolog ein
Erfahrungen als Insel-Kurpfarrer hat Axel Huber bereits seit einigen Jahren, doch mit Langeoog wird er nun buchstäblich persönliches Neuland betreten. „Ich war bereits auf Borkum, Norderney, Pellworm und Föhr und jede Insel hat ihre Eigenheiten und Brauchtümer, auf die man sich einstellen muss. Mal musste ich als Kurpfarrer und auch als Küster fungieren, ein anderes Mal als Vorsänger. Ich bin sehr gespannt, wie es auf Langeoog sein wird“, gesteht der 51-Jährige, der seit 2014 Kooperator der Pfarreiengemeinschaft Schweich ist.
Sein beruflicher Lebensweg begann nach dem Philosophie- und Theologiestudium in Trier und Dublin mit seiner Priesterweihe im Dom zu Trier. Nach seiner Kaplan-Zeit in Trier und Merzig sowie seinem Vikariat in Bingen und Münster wurde er 2003 Pfarrer der Pfarrgemeinschaft Briedel. 2011 wechselte er nach Großmaischeid-Isenburg.
Axel Hubers „Steckenpferd“ ist die Bibel. Als Bibliolog-Leiter lädt er Interessierte am Donnerstag, 2. Juli ab 20 Uhr ein, einen ungewöhnlichen Zugang zu den dort beschriebenen Geschehnissen zu finden. „Die Teilnehmenden versetzen sich in biblische Gestalten hinein und füllen die weißen Zwischenräume der Bibeltexte aus der Position der Gestalten mit ihren eigenen Erfahrungen und Phantasien. Dabei gibt es weder richtig noch falsch. Durch das Gesagte ergeben sich immer neue Impulse“, erklärt der Theologe.
Zu den Aufgaben als Kurpfarrer wird für Axel Huber bis zum 10. Juli die Durchführung der täglichen Abendgottesdienste und der heiligen Messe am Sonntag zählen. Seine freie Zeit möchte Huber dem Kennenlernen von Langeoog widmen. „Ich freue mich darauf, die Ruhe der Insel genießen zu können und mich von den Gegebenheiten dort inspirieren zu lassen.“    -sbo-

Viele Zeichen der Verbundenheit

Ev.-luth. Inselkirche reagiert auf Corona-Virus
Um die Menschen zu schützen und die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, sind in der evangelisch-lutherischen Inselkirche alle Gottesdienste und Konzerte zunächst bis einschließlich Sonntag, 19. April abgesagt. Dies betrifft auch die Gottesdienste zu Ostern sowie alle Gruppen und Kreise, die sich im Gemeindehaus „Beiboot“ treffen. Ebenso bleibt der Eine-Welt-Laden geschlossen. Damit folgt die Kirchengemeinde den Empfehlungen der Landeskirche Hannover und des Kirchenkreises Harlingerland. Zu den Gottesdiensten an Sonn- und Festtagen werden die Glocken jedoch weiterhin um 10 Uhr läuten. „Damit wollen wir die Verbundenheit untereinander ausdrücken“, unterstreicht Inselpastor Christian Neumann.
Gottesdienste und Veranstaltungen ab 20. April finden derzeit nur unter Vorbehalt statt. Die ursprünglich für den 26. April geplante Konfirmation ist in Abstimmung mit den Eltern auf Sonntag, 27. September verschoben worden. Da der Konfirmandenunterricht analog zur Schule zurzeit nicht stattfindet, hält Pastor Neumann den Kontakt zu seinen Schützlingen per Videoschalte „Skype“ am Computer aufrecht. „Die Termine werden abgestimmt. Das läuft prima.“
Trauungen und Taufen sind vorerst nicht möglich. Allenfalls eine Haustaufe könne gefeiert werden, heißt es. Ebenso finden im genannten Zeitraum Geburtstags- oder Krankenbesuche nicht statt. Beerdigungen spricht der Inselpastor mit den Familien am Telefon ab. Pastor Neumann: „Von der Leichenhalle aus können wir weiterhin im engsten Familienkreis Abschied nehmen.“
Da vieles momentan per Telefon geregelt wird, wurden die Sprechzeiten ausgedehnt. Das Pfarrbüro ist Dienstag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr unter 04972-922449 erreichbar. E-Mails unter kg.langeoog@evlka.de.
Inselkirche ist präsent
Doch trotz aller Einschränkungen ist die Inselkirche für die Menschen nach wie vor präsent. Wie sehr die Angebote von den Gemeindegliedern genutzt werden, zeigt die enorme Resonanz auf die Aktion „Gottesdienst für Zuhause“. So haben 1.600 Menschen am Sonntag, 22. März die erste Gottesdienst-Aufzeichnung in der Inselkirche per Mouse-Klick zu Hause am Bildschirm verfolgt. „Das sind sogar 100 Klicks mehr als bei der Landeskirche“, betont Christian Neumann. Auch an den kommenden Sonntagen und zum Osterfest werden Übertragungen angeboten. „Das gab es in dieser Form noch nie“, freut sich der Inselpastor, auf neuen, digitalen Wegen so viele Menschen erreichen und zusammenführen zu können.
Die Predigten werden zudem schriftlich ausgelegt und auf der Homepage www.inselkark.de veröffentlicht. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden bringen sich aktiv mit ein. Sie haben einen Predigt-Bringdienst eingerichtet. Darüber hinaus organisiert die Kirchengemeinde ökumenisch eine Einkaufshilfe für Ältere und Kranke. Ansprechpartner ist das Pfarrbüro.
  -ut/reh-

„Gospel und Me(e)hr“

Benefizkonzert zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“ am 2. Mai in der Inselkirche
Der Chor „Good News Singers“ aus Wermelskirchen im Bergischen Land lädt zu einem Konzertabend am Samstag, 2. Mai  in die Inselkirche ein. Unter der musikalischen Leitung von Silke Vogel präsentiert die Formation ein lockeres Konzert mit dem Titel „Gospel und Me(e)hr“. Der Chor bietet ein musikalisches Programm mit traditionellen und neuen Gospels, aber auch mit Liedern aus Pop, Folk und anderen Musikrichtungen. Das Programm ist so vielfältig an Stimmungen und Klängen wie das Meer. Die gemeinsame Freude am Gesang und die aktive Begeisterung der Besucher liegen dem Chor besonders am Herzen. Das Konzert beginnt – vorbehaltlich der Durchführung im Hinblick auf die aktuellen Bestimmungen zur Corona-Krise – um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Spende zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten. -ut-

„Quiet Storm“

Vocal- & Vibraphon-Konzert mit dem Duo Lottchen am 26. April in der Inselkirche
Die Assoziation zu Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ liegt auf der Hand, wenn Eva Buchmann und Sonja Huber im gemeinsamen Spiel zum Duo Lottchen werden. Wie die unterschiedlichen Charaktere der Kästnerschen Zwillinge spielt Lottchen mit den musikalischen Gegensätzen. Hubers metallenes und atmosphärisches Vibraphon trifft auf die charismatische, warme Stimme von Eva Buchmann – zweifelsohne ein seltener und faszinierender Kontrast. Lässige, versammelte, manchmal engelsgleiche, dann wieder raue und erdige Töne erklingen hier. Immer ist das überraschend und abwechslungsreich, gehören die beiden doch zur jungen Jazzer-Generation, die ohne Scheuklappen durch die Musikgeschichte und ihre Stile streift. So spielen sie sich auf ganz eigene Weise durch Brasilianisches, Chansoneskes, arabeske Lautmalereien, hymnische Vokalisen, swingenden Pop oder gar Tango. Herausragendes rhythmisches Gespür trifft dabei auf virtuose Musikalität und echte Songwriting-Qualitäten, wie auch ihr neues Programm nach den zwei preisgekrönten Alben „Traveling Birds“ und „Quiet Storm“ beweisen wird.
Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Spende zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.
Achtung: Aufgrund der aktuellen Corona-Krise kann die Veranstaltung verschoben werden oder ausfallen. -ut-

Der „frische Atem“ Gottes

Kath. St.-Nikolaus-Kirche weihte neue Hauser-Orgel ein
„Eine Kirche ohne Orgel ist wie ein Körper ohne Seele.“ Mit dem Satz von Albert Schweitzer hat Generalvikar Theo Paul vom Bistum Osnabrück das Klangerlebnis während der Orgelweihe in der katholischen Kirche St. Nikolaus am 15. März auf den Punkt gebracht. Der Deutschlandfunk (DLF) übertrug den Gottesdienst live auf seinen Frequenzen und ermöglichte somit Millionen Menschen, auch am Radio dem zauberhaften Klang der neuen Orgel zu lauschen.
Positive Reaktionen aus aller Welt
Reaktionen auf den Gottesdienst erhielt die Gemeinde aus aller Welt. Die Resonanz war erstaunlich. Pfarrbeauftragte Susanne Wübker zählte mehr als 100 Anrufe am Hörertelefon im Anschluss an die Messe. Teils wurde auch auf Anrufbeantworter gesprochen. „Sie alle brachten ihre Dankbarkeit, Freude und Begeisterung zum Ausdruck“, freute sich die Gemeindeleiterin über so viel positiven Zuspruch. Zudem seien E-mails unter anderem aus Mexiko-City, Göteborg, der Schweiz und aus ganz Deutschland eingegangen.
In Zeiten des Corona-Virus kam diese schon von langer Hand geplante Gottesdienst-Übertragung wie gerufen, wurde zur Vorbeugung gegen die Weiterverbreitung des Virus doch ein Maßnahmenkatalog mit strengen Auflagen für die Messe erlassen. Denn zu diesem Zeitpunkt fanden sämtliche Gottesdienste schon nicht mehr statt. So war unter anderem die Teilnehmerzahl stark begrenzt. Doch gerade bei Verunsicherung gebe Musik großen Halt. „Der Klang der Orgel kann uns aufrichten und zusammenführen“, sagte Susanne Wübker eingangs voller Zuversicht. Gemeinsam mit Zelebrant Theo Paul gestaltete sie den Gottesdienst.
Von einem „überschaubaren Kreis“ in der katholischen Kirche  sprach zu Beginn auch Ruth Beerbom. Die Rundfunkbeauftragte im Bistum Osnabrück begrüßte Gottesdienstbesucher und Hörer am Radio mit einem vertrauten „Moin“.
Auch die Glocken läuteten. Und das, obwohl die katholische Kirche gar keine Glocken besitzt. Hier half die ev.-luth. Inselkirche unter Leitung von Pastor Christian Neumann gerne aus. Doch statt des klassischen Orgelspiels zum Einzug in die Kirche kamen im Anschluss an das Glockengeläut vertraute Akkordeonklänge zu Gehör, die von der bekannten Langeooger Musikerin Eva Funke gespielt wurden. Diözesankirchenmusikdirektor Martin Tigges aus Osnabrück ließ die „Königin der Instrumente“ erst erklingen, nachdem Theo Paul die neue Hauser-Orgel mit Weihwasser gesegnet hatte. Für den Radiohörer war dieser Moment ein kurzes, stilles Innehalten. Als schließlich die Orgel mit ihren sieben Registern, 354 Pfeifen, zwei Manualen und Pedal ertönte, öffnete sich „ein Stück Himmel“.
„Kein anderes Instrument verfügt wie die Orgel über so viel Klangfarben, Klanghöhen und Klangtiefen. Sie kann brausen, säuseln, klagen, jauchzen und in Extase versetzen“, schwärmte kurz darauf der Generalvikar. Es sei der „frische Atem“ Gottes, den die Orgel den Menschen auch auf Langeoog zuwehe.
Susanne Wübker erinnerte an die Anfangsfreude, als bei der „Erst-Ton-Feier“ der frisch aufgestellten Orgel am 12. November vergangenen Jahres erstmals der Kammerton A erklang. Inselflair vermittelte die Pfarrbeauftragte allen Zuhörern am Radio, als sie den Blick aus dem großen Kirchenfenster beschrieb: „Wir sehen eine Dünenlandschaft mit Inselrosen, Sanddornpflanzen und ganz viel Himmel.“
Beispielhafte Spendenaktion
Wie der Utkieker mehrfach berichtete, stammt die im Jahr 1987 von der Firma Hauser erbaute Orgel aus dem ehemaligen Missionskloster Höchweid/Werthenstein in der Schweiz. Der internationale Fachhändler für gebrauchte Pfeifenorgeln, Andreas Ladach aus Wuppertal, hatte das Instrument für die Langeooger Kirchengemeinde entdeckt und vermittelt. Das 33.800 Euro teure Orgelprojekt konnte durch eine beispielhafte Spendenaktion in nicht einmal sechs Monaten verwirklicht werden. Eingeplant dafür waren drei Jahre. Das Bistum trägt 20 Prozent der Kosten. Das vorherige Instrument, eine Orgel aus der Orgelbauwerkstatt Alfred Führer, ging in private Hände. -reh-

Gottes Friede fängt an …

Krippenspiel am 24. Dezember, 15 Uhr in der Inselkirche 

Alle Jahre wieder zieht das Krippenspiel unzählige Besucher an Heiligabend in die evangelische Inselkirche Langeoog. Denn für viele Kinder und Familien ist das Krippenspiel der Höhepunkt des Kirchenjahres.
Der Inhalt der Weihnachtsgeschichte ändert sich zwar nicht, doch kann man sie jedes Jahr neu verpacken und interpretieren. Das diesjährige Krippenspiel handelt vom Frieden Gottes, der zu den Menschen durch die Geburt Jesu kommt. Der Titel lautet: „Gottes Friede fängt an … mit Menschen an der Krippe“.
Gleich zu Beginn unterhalten sich die vier Evangelisten im Altarraum über den Frieden und Gottes Wort als lebendige Botschaft. Im Spielstück selbst sind die unterschiedlichen Figuren jedoch „unfriedlich“ unterwegs. Während die Hirten aus Unzufriedenheit den Aufstand gegen die römischen Soldaten planen, ihnen die Schwerter wegnehmen und die Schafe für sich behalten wollen, wollen die drei Könige die Ersten an der Krippe beim neugeborenen König sein. Sie erhoffen sich, dadurch noch reicher zu werden. Ihnen tritt jeweils ein Engel in den Weg, der ihnen aufzeigt, dass sie auf dem Holzweg sind …
Nach den Herbstferien begannen unter Leitung von Inselpastor Christian Neumann und seinem Team die Vorbereitungen. 23 Jungen und Mädchen zwischen drei und 10 Jahren lernen seitdem eifrig ihre Texte. Geprobt wird jeden Freitag. „Sprechrollen waren diesmal sehr begehrt“, freut sich Pastor Neumann über die Begeisterung, mit der die kleinen Darsteller bei der Sache sind und verspricht: „Alle werden zu Gehör kommen.“ -reh-

Überraschendes zur Weihnachtszeit 

Kurseelsorgerin Heidemarie Langer liest aus ihrem Buch
„Versteckte Geschenke“

Die Weihnachtszeit hat die freiberufliche Theologin und Kommunikationsberaterin Heidemarie Langer diesmal zum Zeitraum ihrer erneuten Tätigkeit als Kurseelsorgerin gewählt. Die Wahl-Hamburgerin wird nicht nur am 22. Dezember ab 10 Uhr durch den Gottesdienst führen, sondern mit der evangelischen Inselgemeinde auch gemeinsam die Christmette am Heiligen Abend ab 22.30 Uhr feiern. Am 29. Dezember steht das Christfest mit Weihnachtsliedern um 10 Uhr in ihrem „Dienstplan“. Und auch die Seelsorge liegt ihr „zwischen den Jahren“ am Herzen.Im Gepäck hat Heidemarie Langer diesmal ihr Buch „Versteckte Geschenke – Kalendergeschichten von Advent bis Heilige Drei Könige“. Aus ihm wird sie am 21. Dezember ab 17 Uhr im „Beiboot“ lesen.
Die Zuhörer erwartet manches Überraschende, in dem sich die Weihnachtsbotschaft widerspiegelt: „Wer die Tür zu einem Morgen aufstößt, kann täglich Erstaunliches entdecken, vielleicht Erfreuliches, Ergreifendes.“ Heidemarie Langer hat solche Ereignisse in kurzen Erzählungen niedergeschrieben und mit passenden Bibelworten und Liedversen ergänzt.
Die Lesung steht in einer Reihe mit ihren Vorträgen, die sie im Sommer und in den Vorjahren im evangelischen Gemeindezentrum hielt. Denn die Kurseelsorgerin hat nach dem Studium der Theologie, Anglistik, Kommunikationswissenschaften und Gestalt-Therapie einen Ansatz im Bibliodrama entwickelt, mit dem sie alte Bibeltexte lebendig werden lässt. „Ich habe biblische Geschichten mit Menschen gespielt und meditiert. Dabei kommen das Wissen der Menschen und der alte Text zusammen, so dass man diesen nachempfinden und seine Bedeutung im Hier und Jetzt erfassen kann. Der Text bewegt uns und wir bewegen den Text“, erläutert Heidemarie Langer.    -sbo-