Archiv der Kategorie: Kirche

„Harfe in Blau“

Crossover: Harfenkonzerte mit Michael David am 2. September in der Inselkirche 

Zu zwei Konzerten aus der Reihe „Harfe in Blau“ lädt Michael David am 2. September in die Inselkirche ein. Den Auftakt macht er um 19 Uhr mit seinem Programm „Crossover – von Klassik      bis Jazz“. Das Publikum erlebt eine kurzweilige Reise durch die Epochen der Musik mit Werken von Georg Friedrich Händel,  Charles Trenet („La Mer“), The Beatles, Dave Brubeck u.v.a. Daran schließt sich um 20.30 Uhr sein Crossover-Konzert „…im Zeichen der Phantasie“ an. Mit bekannten und beliebten Werken z. B. von Camille Saint-Saëns, Carl Phillip Emanuel Bach, Astor Piazzolla oder Van Morrison nimmt Michael David seine Zuhörer mit auf eine musikalische und internationale Erlebnistour durch die Zeitstile der Musik.
Im Verlauf seiner Darbietungen zeigt der preisgekrönte Harfenist sein wahres Temperament und künstlerisches Können sowie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einer Konzertharfe.
Den üblichen Vorstellungen eines Harfenisten entspricht Michael David nicht: Kein wallendes Blondhaar, keine rauschenden Gewänder und vor allem kein engelsgleiches Wesen. Selbst eine Vielzahl von Lehrern konnte in den letzten zweieinhalb      Jahrzehnten eine gewisse Starrköpfigkeit in seinen Interpretationen nicht ausmerzen. Die erste Lehrerin riet noch seinen Eltern, die quälenden Versuche ihres Sohnes, wohlklingende Musik auf der Harfe zu erzeugen, besser gleich zu beenden. Zum Glück vertrauten die Eltern damals weiterhin dem Talent ihres Sohnes: Statt der Zukunftspläne wechselten sie die Lehrerin.

Zu seinen späteren Lehrern gehörte Prof. Erich Schubert von     der Musikhochschule Köln. Den letzten Schliff seiner Ausbildung erhielt er in den USA von Harvi Griffin, der zu den besten Allround-Harfenisten der Welt zählt. Griffin unterrichtete David gezielt in Swing, Pop und Jazz.
„Michael David musiziert meisterhaft und virtuos, seine Hände ,tanzen’ über die Saiten und seine Finger ,zaubern’ perlende Wassertropfen, liebevolle Geheimnisse und sprühende Feuerwerke“ heißt es in einer Kritik der Nürnberger Nachrichten.
Die Konzerte der Spitzenklasse am Mittwoch, 2. September in    der Inselkirche beginnen um 19 Uhr und um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten. Konzert-Zugangskarten sind ab Montag, 31. August während der täglichen Öffnung von 10 bis 17 Uhr in der Inselkirche erhältlich.       -ut-

Die Gedanken sind frei

Geistliche Abendmusik für Blechbläser und Orgel am 9. August in der Inselkirche

Eine Geistliche Abendmusik erklingt am Sonntag, 9. August in der Inselkirche Langeoog. Mitwirkende sind Bläserinnen und Bläser des Evangelischen Posaunenwerkes Bremen unter der Leitung von Landesposaunenwart ­Rüdiger Hille gemeinsam mit Inselkantorin Noémi Rohloff (Orgel).
Das Posaunenwerk gehört zur Bremischen Ev. Kirche, die Posaunenchöre sind ein wichtiger Teil der Kirchenmusik. Das Ev. Posaunenwerk Bremen besucht alle drei Jahre die Insel Langeoog. Die Bläsergruppe ist dann zu Gast im Haus Meedland, dem Tagungs- und Freizeithaus der Bremischen Evangelischen Kirche. Während ihres Aufenthaltes bereiten die rund 20 BlechbläserInnen ein Konzertprogramm vor, das sie am Sonntag, 9. August in der Inselkirche zweimal präsentieren. Es kommen Werke von Michael Praetorius, Hans Leo Haßler und Reinhard Gramm zu Gehör. Die Beschäftigung mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“ und verschiedene Bearbeitungen zum Gloria in excelsis („Allein Gott in der Höh sei Ehr“) bestimmen die musikalische Zusammenarbeit von Blechbläsern und Orgel.
Die Konzerte in der Inselkirche beginnen um 19.00 Uhr und um 20.30 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, aber nur unter Beachtung der Hygienemaßnahmen, der Abstandsregelungen und mit einem Mund-Nasen-Schutz möglich. Um eine Kollekte für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird herzlich gebeten. -ut

„Freude am Leben miteinander teilen“

Katholischer Kurseelsorger Hartmut Niehues 
ist langjähriger Insel-Fan – Vortrag am 27. August

Mit Hartmut Niehues (Jahrgang 1971) verstärkt ein langjähriger Langeoog-Fan als Kurseelsorger vom 17. bis 31. August 2020 die katholische Kirchengemeinde. Von Kindesbeinen an ist ihm die Insel vertraut: „Mit meinen Eltern habe ich hier manchen Urlaub verbracht.“ Auch jetzt freut er sich auf abwechslungsreiche Tage.

„Langeoog ist meine Insel fürs Leben“, bekennt der Geistliche, für den Leben und Glauben untrennbar zusammen gehören. ­Daher freue er sich auf die Gottesdienste, Begegnungen und Gespräche: „Ich weiß, dass man auf der Insel besonders gut die Freude am Leben miteinander teilen, sowie Mut und Zuversicht für schwierige Lebenslagen tanken kann.“ Als begeisterter Chorsänger bedauert Niehues, dass dieses Engagement in Corona-Zeiten im Augenblick brachliegen muss. Aus demselben Grund entfällt auf Langeoog auch das beliebte Ablegen des Sport­abzeichens für ihn. Er hofft aber, vielleicht im Strandsport den nötigen körperlichen Ausgleich zu seinem Hobby, dem Lesen, zu finden.

In seiner Heimatstadt Münster lebt Hartmut Niehues im Priesterseminar Borromaeum. Doch sein Horizont geht weit über den norddeutschen Raum hinaus. Dies zeigt ein einjähriger Aufenthalt während seiner Studienzeit als Praktikant in einer Gemeinde der mexikanischen Partnerdiözese Tula / Hidalgo. Seit 1999 ist er Priester des Bistums Münster. Nach drei Jahren als Vikar in Visbek im Oldenburger Land arbeitete er sechs Jahre lang als Jugendpfarrer im Offizialatsbezirk und Präses des BDKJ-Landesverbandes Oldenburg. Anschließend war er Pfarrer und Dechant in Cloppenburg. Seit 2011 ist Niehues ­Leiter des Priesterseminars und Ausbildungsverantwortlicher für die Priester des Bistums Münster. Außerdem zeigt er sich verantwortlich für die Priesterfortbildung im Bistum Münster im Rahmen der regelmäßigen Studienwochen der Weihekurse.

„Kirche – besser ohne Priester?“

Verantwortlich für die Ausbildung junger Priester, steckt Niehues mittendrin in den Diskussionen um das Amt in der katholischen Kirche. Ein Kenner der innerkirchlichen Situation, lädt er für Donnerstag, 27. August zu seinem Vortrag „Kirche – besser ­ohne Priester?“ ein. Das aktuelle Thema bietet Besuchern auch Gelegenheit, mit ihm über Perspektiven der Erneuerung ins ­Gespräch zu kommen. Beginn ist um 20 Uhr im Pfarrheim der katholischen Kirche. -ab-

Klarinette & Orgel

Zwei Konzerte mit Gert Lueken und Karl-Heinz Voßmeier am 26. August in der Inselkirche

Nachdem Gert Lueken und Karl-Heinz Voßmeier im letzten Jahr erstmalig zusammen auf Langeoog mit Saxophon und Orgel konzertierten, kehren sie in diesem Jahr mit einem neuen Programm für Klarinette und Orgel zurück. Es werden Stücke aus der Barockzeit von J. S. Bach präsentiert, ebenso klassische Stücke von J. Stanley und N. Rimsky sowie romantische Kompositionen von J. Rheinberger. Darüber hinaus spielen sie zeitgenössische Werke für diese Besetzung von DJ Korsakoff, E. Cossetto und anderen. Neben der B-Klarinette kommt auch das Bassetthorn zum Einsatz, das durch seinen dunklen Ton einen ganz besonderen Klangeindruck vermittelt. Die beiden Musiker lernten sich vor vielen Jahren in Rotenburg kennen und haben seitdem so manches Konzert zusammen gestaltet. Gert Lueken studierte Klarinette und Klavier und Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Bremen und ist Schulleiter der Kreismusikschule Rotenburg. Er hat in vielen Bereichen der klassischen Musik, der Jazz- und Rockmusik, als Schauspielmusiker und nebenamtlicher Kirchenmusiker gearbeitet. Seit vielen Jahren ist er als Kammermusiker mit Klarinette und als Saxophonist mit Orgel musikalisch unterwegs. Karl-Heinz Voßmeier studierte Schul- und Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik sowie Orgel in Freiburg. Es folgten Tätigkeiten als Kirchenmusiker in Bad Krozingen und in Kirchzarten. Daran schloss sich ein Aufbaustudium Dirigieren in Frankfurt an sowie Orgel-Meisterkurse u.a. in Paris, Wien und Stuttgart. Von 1984 bis 2018 war er Kantor und Organist an der Stadtkirche und Kreiskantor im Kirchenkreis Rotenburg/Wümme. Seit 1985 ist er Orgelrevisor der Hannoverschen Landeskirche. Aufgrund der aktuellen Lage und der damit verbundenen Zugangsregelung in der Inselkirche wird das Konzert gleich zwei Mal hintereinander gespielt, um allen Interessierten diesen Ohrenschmaus zu ermöglichen. Das erste Konzert beginnt um 19 Uhr, das zweite um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

Die Arche Noah

Orgelgenuss und musikalische Erzählung für Jung & Alt am 19. August in der Inselkirche

Die Geschichte von der „Arche Noah“ (Genesis 6-8) ist für viele Kinder wahrscheinlich eine der bekanntesten alttestamentlichen Erzählungen. In „Die Orgel auf der Arche Noah“ wird die Geschichte frei erzählt und unterstützt durch musikalische Untermalungen von den bekanntesten Werken des größten barocken Meisters, Johann Sebastian Bach. Die Kinder werden die Erzählung durch passende musikalische Elemente neu erleben. Ihre Eltern können dabei schmunzelnd entdecken, wie seriöse Musik auch für Kindererzählungen geeignet sein kann. Es werden kleine, paartaktige Ausschnitte aus 24 verschiedenen Bachschen Werken erklingen, wie zum Beispiel das Brandenburgische Konzert, Kantaten- und Oratoriumfragmente sowie bekannte Klavier- und Orgelwerke. Inselkantorin Noémi Rohloff präsentiert diese auf der Orgel, während Pastor Christian Neumann erzählerisch durch die Geschichte führt. Diese Stunde in der Inselkirche wird für die ganze Familie ein Hörerlebnis und gleichzeitig eine gute Chance für die klassisch-musikalische Erziehung sein. Das Konzert am Mittwoch, 19. August beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. Ab Montag, dem 17. August werden die Konzert-Karten in der Kirche zum Abholen bereitliegen. Es wird empfohlen, sich möglichst rechtzeitig Karten zu sichern, denn die Besucherzahl ist auf 50 ZuhörerInnen begrenzt.

Die Orgel auf der Arche Noah

Eine musikalische Erzählung 
für Kinder und ihre BegleiterInnen
 am 8. Juli in der Inselkirche
Die Geschichte von der „Arche Noah“ (Genesis 6-8) ist für viele Kinder wahrscheinlich eine der bekanntesten alttestamentlichen Erzählungen. In „Die Orgel auf der Arche Noah“ wird die Geschichte frei erzählt und unterstützt durch musikalische Untermalungen von den bekanntesten Werken des größten barocken Meisters, Johann Sebastian Bach. Die Kinder werden die Erzählung durch passende musikalische Elemente neu erleben. Ihre Eltern können dabei schmunzelnd entdecken, wie seriöse Musik auch für Kindererzählungen geeignet sein kann. Es werden kleine, paartaktige Ausschnitte aus 24 verschiedenen Bachschen Werken erklingen, wie zum Beispiel das Brandenburgische Konzert, Kantaten- und Oratoriumfragmente sowie bekannte Klavier- und Orgelwerke. Inselkantorin Noémi Rohloff präsentiert diese auf der Orgel, während Pastor Christian Neumann erzählerisch durch die Geschichte führt.
Diese Stunde in der Inselkirche wird für die ganze Familie ein Hörerlebnis und gleichzeitig eine gute Chance für die klassisch-musikalische Erziehung sein.
Das Konzert am Mittwoch, 8. Juli beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. Ab Montag, dem 6. Juli werden die Konzert-Karten in der Kirche zum Abholen bereitliegen. Es wird empfohlen, sich möglichst rechtzeitig Karten zu sichern, denn die Besucherzahl ist auf 50 Zuhörer(Innen) begrenzt. -ut-

„Von Beethoven bis Boogie“

Das Nordwestdeutsche Kammerensemble gibt am 26. Juli zwei Konzerte in der Inselkirche

Ein buntes und kurzweiliges Programm der Extraklasse präsentiert das renommierte Nordwestdeutsche Kammerensemble in gleich zwei Konzerten am Sonntag, 26. Juli in der Inselkirche Langeoog. Das beliebte Ensemble besteht aus den inselbekannten Vollblutmusikern Hansdieter Meier (Violine), Gunilt Gehl (Viola), Felix Meier (Violoncello) und Andreas Groll (Klavier). Das vom Geiger locker und informativ moderierte Konzert begeis­tert nicht nur Klassikfreunde: Es garantiert einen vergnüglich-musikalischen Hochgenuss für die ganze Familie. Pfiffig Arrangiertes wird mit Spielfreude, Virtuosität und Charme dargeboten. Zu Gehör kommen eingängige klassische Werke, etwa von Pugnani, Kreisler und Antonio Lotti. Selbstverständlich darf – in seinem 250. Geburtsjahr – Ludwig van Beethoven nicht im Programm fehlen. Aber auch Musical- und Filmmusik ist dabei, von Leonard Bernsteins „West Side Story“ bis zum Kinohit „Aladdin“. Evergreens der 20er- und 30er-Jahre aus der „Tanz auf dem Vulkan“-Ära, garniert mit lässigem Swing und feurigem Csardas, sind weitere Stationen dieser musikalischen Zeitreise von Barock bis Boogie-Woogie. Wo immer sie aufspielen – in Übersee, auf Kreuzfahrtschiffen oder in europäischen Konzertsälen: Überall werden die Musiker von Publikum und Presse gelobt und gefeiert. Radio- und Fernsehauftritte von ARD bis Schweizer Rundfunk belegen die Qualität des sichtlich mit Spaß und Verve musizierenden Ensembles ebenso wie die im Handel erhältlichen CDs. Aufgrund der aktuellen Lage und der damit verbundenen Zugangsregelung in der Inselkirche wird das Konzert gleich zwei Mal hintereinander gespielt, um allen Interessierten diesen Musikgenuss zu ermöglichen. Das erste Konzert beginnt um 19 Uhr, das zweite um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

Ein Faible für Jazz und Kirche

Kurpastor Dr. Michael Wolf hat Musik „im Gepäck“
Dr. Michael Wolf ist ein erfahrener Kurseelsorger: Seit Mitte der 90er-Jahre übernimmt er in evangelischen Pfarreien in Deutschlands Küstenorten die Urlaubsvertretung der dortigen Gemeindepfarrer. Vom 15. Juli bis 1. August wird er das Amt des Kurpastors erstmals auf Langeoog ausüben. Unterstützung erhält er dabei von seiner Frau Heike, mit der er seit 30 Jahren gemeinsam als Gemeindepfarrer in Wien arbeitet.  Begleitet werden die beiden Theologen von ihren Töchtern Sarah und Hanna.
Am Sonntag, 19. Juli, wird Wolf durch die beiden Gottesdienste in der evangelischen Inselkirche führen (9.30 Uhr und 11.00 Uhr), ebenso durch die zehnminütigen „AbendGedanken“ ab 19.00 Uhr am Mittwoch, 29. Juli, und Freitag, 31. Juli.
Für die Ökumenische Vortragsreihe hat der aus Rastatt stammende Theologe ein beschwingendes Thema im „Gepäck“: „Es heißt ‚Jazz und Kirche’. Ich möchte Interessierten den christlichen Werdegang von Jazzmusikern von Duke Ellington bis Billie Holyday vorstellen – begleitet mit Musik aus der ‚Konserve’. Einen Termin dafür will ich noch mit Inselpastor Christian Neumann abstimmen“, so Wolf.
Die Musikaufnahmen stammen aus Seminaren mit Studierenden der Wiener Jazz-Universität: „Seit zwei Jahren erarbeiten wir Aufführungen, bei denen wir uns mit den Werken einzelner     Jazz-Musiker auseinandersetzen, deren Stücke wir dann alle zwei Monate bei Konzerten vorstellen. Derzeit beschäftigen wir uns in den Seminaren mit Frauen des Jazz“, erläutert Dr. Michael Wolf.
Seine Freizeit auf Langeoog hingegen soll der Familie gewidmet werden – bei Strandspaziergängen mit seiner Frau und den beiden Töchtern.    -sbo-

„Die weißen Stellen der Bibel füllen“

Kurpfarrer Axel Huber lädt am 2. Juli zum Bibliolog ein
Erfahrungen als Insel-Kurpfarrer hat Axel Huber bereits seit einigen Jahren, doch mit Langeoog wird er nun buchstäblich persönliches Neuland betreten. „Ich war bereits auf Borkum, Norderney, Pellworm und Föhr und jede Insel hat ihre Eigenheiten und Brauchtümer, auf die man sich einstellen muss. Mal musste ich als Kurpfarrer und auch als Küster fungieren, ein anderes Mal als Vorsänger. Ich bin sehr gespannt, wie es auf Langeoog sein wird“, gesteht der 51-Jährige, der seit 2014 Kooperator der Pfarreiengemeinschaft Schweich ist.
Sein beruflicher Lebensweg begann nach dem Philosophie- und Theologiestudium in Trier und Dublin mit seiner Priesterweihe im Dom zu Trier. Nach seiner Kaplan-Zeit in Trier und Merzig sowie seinem Vikariat in Bingen und Münster wurde er 2003 Pfarrer der Pfarrgemeinschaft Briedel. 2011 wechselte er nach Großmaischeid-Isenburg.
Axel Hubers „Steckenpferd“ ist die Bibel. Als Bibliolog-Leiter lädt er Interessierte am Donnerstag, 2. Juli ab 20 Uhr ein, einen ungewöhnlichen Zugang zu den dort beschriebenen Geschehnissen zu finden. „Die Teilnehmenden versetzen sich in biblische Gestalten hinein und füllen die weißen Zwischenräume der Bibeltexte aus der Position der Gestalten mit ihren eigenen Erfahrungen und Phantasien. Dabei gibt es weder richtig noch falsch. Durch das Gesagte ergeben sich immer neue Impulse“, erklärt der Theologe.
Zu den Aufgaben als Kurpfarrer wird für Axel Huber bis zum 10. Juli die Durchführung der täglichen Abendgottesdienste und der heiligen Messe am Sonntag zählen. Seine freie Zeit möchte Huber dem Kennenlernen von Langeoog widmen. „Ich freue mich darauf, die Ruhe der Insel genießen zu können und mich von den Gegebenheiten dort inspirieren zu lassen.“    -sbo-

Viele Zeichen der Verbundenheit

Ev.-luth. Inselkirche reagiert auf Corona-Virus
Um die Menschen zu schützen und die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, sind in der evangelisch-lutherischen Inselkirche alle Gottesdienste und Konzerte zunächst bis einschließlich Sonntag, 19. April abgesagt. Dies betrifft auch die Gottesdienste zu Ostern sowie alle Gruppen und Kreise, die sich im Gemeindehaus „Beiboot“ treffen. Ebenso bleibt der Eine-Welt-Laden geschlossen. Damit folgt die Kirchengemeinde den Empfehlungen der Landeskirche Hannover und des Kirchenkreises Harlingerland. Zu den Gottesdiensten an Sonn- und Festtagen werden die Glocken jedoch weiterhin um 10 Uhr läuten. „Damit wollen wir die Verbundenheit untereinander ausdrücken“, unterstreicht Inselpastor Christian Neumann.
Gottesdienste und Veranstaltungen ab 20. April finden derzeit nur unter Vorbehalt statt. Die ursprünglich für den 26. April geplante Konfirmation ist in Abstimmung mit den Eltern auf Sonntag, 27. September verschoben worden. Da der Konfirmandenunterricht analog zur Schule zurzeit nicht stattfindet, hält Pastor Neumann den Kontakt zu seinen Schützlingen per Videoschalte „Skype“ am Computer aufrecht. „Die Termine werden abgestimmt. Das läuft prima.“
Trauungen und Taufen sind vorerst nicht möglich. Allenfalls eine Haustaufe könne gefeiert werden, heißt es. Ebenso finden im genannten Zeitraum Geburtstags- oder Krankenbesuche nicht statt. Beerdigungen spricht der Inselpastor mit den Familien am Telefon ab. Pastor Neumann: „Von der Leichenhalle aus können wir weiterhin im engsten Familienkreis Abschied nehmen.“
Da vieles momentan per Telefon geregelt wird, wurden die Sprechzeiten ausgedehnt. Das Pfarrbüro ist Dienstag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr unter 04972-922449 erreichbar. E-Mails unter kg.langeoog@evlka.de.
Inselkirche ist präsent
Doch trotz aller Einschränkungen ist die Inselkirche für die Menschen nach wie vor präsent. Wie sehr die Angebote von den Gemeindegliedern genutzt werden, zeigt die enorme Resonanz auf die Aktion „Gottesdienst für Zuhause“. So haben 1.600 Menschen am Sonntag, 22. März die erste Gottesdienst-Aufzeichnung in der Inselkirche per Mouse-Klick zu Hause am Bildschirm verfolgt. „Das sind sogar 100 Klicks mehr als bei der Landeskirche“, betont Christian Neumann. Auch an den kommenden Sonntagen und zum Osterfest werden Übertragungen angeboten. „Das gab es in dieser Form noch nie“, freut sich der Inselpastor, auf neuen, digitalen Wegen so viele Menschen erreichen und zusammenführen zu können.
Die Predigten werden zudem schriftlich ausgelegt und auf der Homepage www.inselkark.de veröffentlicht. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden bringen sich aktiv mit ein. Sie haben einen Predigt-Bringdienst eingerichtet. Darüber hinaus organisiert die Kirchengemeinde ökumenisch eine Einkaufshilfe für Ältere und Kranke. Ansprechpartner ist das Pfarrbüro.
  -ut/reh-