Archiv der Kategorie: Kirche

Gottes Friede fängt an …

Krippenspiel am 24. Dezember, 15 Uhr in der Inselkirche 

Alle Jahre wieder zieht das Krippenspiel unzählige Besucher an Heiligabend in die evangelische Inselkirche Langeoog. Denn für viele Kinder und Familien ist das Krippenspiel der Höhepunkt des Kirchenjahres.
Der Inhalt der Weihnachtsgeschichte ändert sich zwar nicht, doch kann man sie jedes Jahr neu verpacken und interpretieren. Das diesjährige Krippenspiel handelt vom Frieden Gottes, der zu den Menschen durch die Geburt Jesu kommt. Der Titel lautet: „Gottes Friede fängt an … mit Menschen an der Krippe“.
Gleich zu Beginn unterhalten sich die vier Evangelisten im Altarraum über den Frieden und Gottes Wort als lebendige Botschaft. Im Spielstück selbst sind die unterschiedlichen Figuren jedoch „unfriedlich“ unterwegs. Während die Hirten aus Unzufriedenheit den Aufstand gegen die römischen Soldaten planen, ihnen die Schwerter wegnehmen und die Schafe für sich behalten wollen, wollen die drei Könige die Ersten an der Krippe beim neugeborenen König sein. Sie erhoffen sich, dadurch noch reicher zu werden. Ihnen tritt jeweils ein Engel in den Weg, der ihnen aufzeigt, dass sie auf dem Holzweg sind …
Nach den Herbstferien begannen unter Leitung von Inselpastor Christian Neumann und seinem Team die Vorbereitungen. 23 Jungen und Mädchen zwischen drei und 10 Jahren lernen seitdem eifrig ihre Texte. Geprobt wird jeden Freitag. „Sprechrollen waren diesmal sehr begehrt“, freut sich Pastor Neumann über die Begeisterung, mit der die kleinen Darsteller bei der Sache sind und verspricht: „Alle werden zu Gehör kommen.“ -reh-

Überraschendes zur Weihnachtszeit 

Kurseelsorgerin Heidemarie Langer liest aus ihrem Buch
„Versteckte Geschenke“

Die Weihnachtszeit hat die freiberufliche Theologin und Kommunikationsberaterin Heidemarie Langer diesmal zum Zeitraum ihrer erneuten Tätigkeit als Kurseelsorgerin gewählt. Die Wahl-Hamburgerin wird nicht nur am 22. Dezember ab 10 Uhr durch den Gottesdienst führen, sondern mit der evangelischen Inselgemeinde auch gemeinsam die Christmette am Heiligen Abend ab 22.30 Uhr feiern. Am 29. Dezember steht das Christfest mit Weihnachtsliedern um 10 Uhr in ihrem „Dienstplan“. Und auch die Seelsorge liegt ihr „zwischen den Jahren“ am Herzen.Im Gepäck hat Heidemarie Langer diesmal ihr Buch „Versteckte Geschenke – Kalendergeschichten von Advent bis Heilige Drei Könige“. Aus ihm wird sie am 21. Dezember ab 17 Uhr im „Beiboot“ lesen.
Die Zuhörer erwartet manches Überraschende, in dem sich die Weihnachtsbotschaft widerspiegelt: „Wer die Tür zu einem Morgen aufstößt, kann täglich Erstaunliches entdecken, vielleicht Erfreuliches, Ergreifendes.“ Heidemarie Langer hat solche Ereignisse in kurzen Erzählungen niedergeschrieben und mit passenden Bibelworten und Liedversen ergänzt.
Die Lesung steht in einer Reihe mit ihren Vorträgen, die sie im Sommer und in den Vorjahren im evangelischen Gemeindezentrum hielt. Denn die Kurseelsorgerin hat nach dem Studium der Theologie, Anglistik, Kommunikationswissenschaften und Gestalt-Therapie einen Ansatz im Bibliodrama entwickelt, mit dem sie alte Bibeltexte lebendig werden lässt. „Ich habe biblische Geschichten mit Menschen gespielt und meditiert. Dabei kommen das Wissen der Menschen und der alte Text zusammen, so dass man diesen nachempfinden und seine Bedeutung im Hier und Jetzt erfassen kann. Der Text bewegt uns und wir bewegen den Text“, erläutert Heidemarie Langer.    -sbo-

„So was kannte ich noch nicht“

Kurseelsorge hielt ungewöhnliche Erlebnisse für Heiko Limburg vor

Mit Heiko Limburg übernimmt im Februar ein Mann mit einem nicht alltäglichen Hobby die Kurseelsorge auf Langeoog: Nachdem er sich nach 29 Jahren als Pfarrer von seiner Gemeinde in Holzminden in den Ruhestand verabschiedet hatte, begann er eine einjährige Ausbildung und legte ein Schifferpatent ab. Damit war der Grundstein für die Erfüllung eines langgehegten Traums erfüllt. Denn Heiko Limburg wollte Fährmann werden.
„Ich habe eine Gierseilfähre in Polle an der Weser bedient“, erinnert sich der heute 72-Jährige. Oft hatte er als Passagier mit seinen Kindern auf dieser Fähre übergesetzt und dabei Spaß an der Sache gefunden. Drei Jahre lang beförderte Limburg schließlich als Fährmann mithilfe der Strömung Ausflügler von Ufer zu Ufer. „Dann wurde mir die Zeit zu knapp und ich habe diese Aufgabe zugunsten meiner zehn Enkel aufgegeben“, erzählt er. Lange hielt es der pensionierte Pastor jedoch nicht ohne „Job“ aus: Er kommt nun bereits zum dritten Mal als Kurseelsorger nach Langeoog. Seine Aufenthalte waren für ihn stets ereignisreich. „Einmal mussten wir auf die Gäste einer Taufe warten, weil sie wegen Eisgangs erst verspätet übersetzen konnten. Es hat Spaß gemacht, mich auf diese für mich ungewöhnliche Gegebenheit einzulassen. Ein anderes Mal habe ich die älteste Einwohnerin Langeoogs beerdigt. Sie wurde mit dem Pferdewagen abgeholt und ich bin mit der Trauergesellschaft hinter dem Wagen her gegangen. So etwas kannte ich bis dahin nicht. Und obwohl es ein trauriger Anlass war, war dies doch eine schöne Erfahrung für mich. Es hat mich auf den Gedanken gebracht, dass auch ich einmal bei meiner eigenen Beerdigung mit einem Pferdewagen durch den Ort gefahren werden möchte. Und wieder ein anderes Mal hat mich ein Brautpaar, das gerade standesamtlich geheiratet hatte, spontan um den kirchlichen Segen bei einer Andacht in der Inselkirche gebeten. Auch so was hatte ich bis dahin nicht gemacht“, verrät Heiko Limburg.
In diesem Jahr wird er als Kurpastor mit der Inselgemeinde drei Gottesdienste am 16. und 23. Februar sowie am 1. März feiern. Er freut sich bereits auf die Aufgaben, die auf ihn warten.
Auch die Insel hat es dem evangelischen Theologen angetan: „Meine Frau und ich sind begeistert von Langeoog. Wir wollen unsere freie Zeit nutzen, um am Strand Wind und Wetter zu trotzen. „Ich freue mich schon auf die Spaziergänge – selbst bei Sturm und Regen.“    -sbo-

Spenden für  Frieden schaffende Projekte

Sternsinger werden am 4. Januar auf Langeoog ausgesendet

Hilfsprojekte des Kindermissionswerkes sollen auch im kommenden Jahr mit der bundesweiten Aktion „Dreikönigssingen“ unterstützt werden. Am 4. Januar machen sich dazu auch die Sternsinger auf Langeoog nach dem Aussendungsgottesdienst in der St.-Nikolaus-Kirche auf den Weg von Haus zu Haus, um hierfür Spenden zu sammeln. Im Gegenzug bringen die als Heilige Drei Könige verkleideten Kinder und Jugendlichen den Segenswunsch „20*C+M+B+20“ an den Türen an, mit dem die Häuser der Spender gesegnet werden. Station machen sie dann unter anderem im Rathaus und in der Seniorenresidenz „Bliev hier“.
Bereits am 28. Dezember begeben sich zehn Langeooger Kinder zur bundesweiten Eröffnung der Aktion nach Osnabrück, um den Staffelstern an die Aachener Sternsinger weiter zu geben, deren Bistum das „Dreikönigssingen“ 2020 ausrichtet. Diesmal lautet das Motto „Segen bringen, Segen sein – Frieden! Im Libanon und weltweit“. Zum Hintergrund informiert das Kindermissionswerk: „Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien im Jahr 2011 hat der Libanon rund 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Diese machen nun etwa ein Viertel der Gesamtbevölkerung aus. Die Bildungs- und Gesundheitsstrukturen des Landes reichen nicht aus, um den Bedürfnissen der geflüchteten Menschen gerecht zu werden. Die Projektpartner der Sternsinger arbeiten vor diesem Hintergrund mit einheimischen Kindern und mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien. Ein wichtiges Ziel ist es, Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion im Libanon zu fördern. Die Adyan-Stiftung, die 2006 von Christen und Muslimen gegründet wurde, setzt dabei auf Bildung und Dialog. Mit Hilfe der Sternsinger hat Adyan ein Bildungsprogramm für Schulen erarbeitet, das Kindern und Lehrern die gemeinsamen Werte der Weltreligionen sowie Wissen über die eigene Religion und Geschichte vermittelt. Die Organisation bietet auch Kurse in gewaltfreier Kommunikation und respektvollem Umgang miteinander an.
Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst, ein langjähriger Sternsinger-Partner, leistet Hilfe bei der schulischen Integration und der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge. Die Caritas Libanon organisiert unter anderem ein Hausaufgaben- und Freizeitprogramm für Kinder unterschiedlicher Herkunft und Religion in der libanesischen Hauptstadt Beirut.“ Mit einer Spende an die Sternsinger können die Langeooger und ihre Urlaubsgäste diese sozialen Projekte unterstützen. (Siehe auch Seite 142).    -sbo-

Hausverbot für trübe Gedanken

Trojka-Konzert am 13. Oktober, 20 Uhr, in der Inselkirche

Am Sonntag, 13. Oktober, spielt das Trio „Trojka“ in der Inselkirche eine Mischung aus Weltmusik, Polka, Klezmer und Rock. „Trojka“ – das sind Rico Wolf an der Gitarre, Matthias Hübner am Cello und Albrecht Schumann am Klavier. Ihr Sound zeichnet sich durch großartige Virtuosität und jungenhafte     Lebensfreude aus.
Mit ihrer neuen CD „Dschabba“ geht das Trio einen Schritt weiter, in dem es seine stets eigenwilligen und bilderreichen Kompositionselemente und Spielarten verdichtet und verfeinert. Die Vollblutmusiker schaffen einen Kontrast zwischen schlichten Weisen, melodiös veredelt, und drangvoll rhythmisierten Hymnen.
Mit spielerischer Raffinesse und Selbstironie touren die drei Grenzgänger seit 2012 munter durch die Republik und erteilen trüben Gedanken Hausverbot. Ob Theater, Dorfkirchen oder Festivalbühnen – ein Trojkakonzert ist ein harmonisches Antidepressivum der besonderen folkloristischen Art. Wer hier schlafen kann, muss taub sein. Los geht es mit dem konzertanten Folk um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten.       -ut-

Shanty meets Klassik

„Isar Shanties“ unter Leitung von Wienke Eilers 
am 3. Oktober in der Inselkirche – Instrumental und Jazz

Zu einem außergewöhnlichen Benefiz-Konzert lädt die Freisinger Kulturinitiative „3klang“ am 3. Oktober um 20 Uhr in die Inselkirche ein. Auf dem Programm steht eine ungewöhnliche, aber reizvolle Mischung aus Seemannsliedern und klassischer Musik, garniert mit einer Prise Jazz.
Zu Gehör kommen klassische Werke für Querflöte, Fagott und Klavier, dazu einige Standards für Jazz-Trio sowie traditionelle Shanties in teils außergewöhnlichen Arrangements. Ausführende sind Theresa Schröttle (Querflöte), Wienke Eilers (Fagott) und Mihaela Rogojan (Klavier), das 3klang-Jazz-Trio und die Freisinger Isar Shanies unter Leitung der Langeoogerin Wienke Eilers. Als Überraschung haben die Gäste noch zwei Instrumente aus der Gebirgsregion mit dabei.
Der Eintritt ist frei. Um Spenden zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

Ein Leben voller Musik
Wienke Eilers gründete vor drei Jahren die „Isar-Shanties“

Dass plattdeutsche Lieder von Schiffen, Wellen, Wind und Meer nicht nur gerne an der Norseeküste gesungen und gehört werden, sondern auch tief im Süden Deutschlands, das beweist seit mittlerweile drei Jahren Wienke Eilers mit ihrem Chor „Isar Shanties“. Die von Kind auf an musikbegeisterte Langeoogerin zog es nach ihrem Abitur am Niedersächsischen Internatsgymnasium in Esens ins urbayerische Freising. An der dortigen Musikschule „3klang“ absolvierte sie ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ). Da zu den Aufgaben von FSJlern innerhalb dieser Zeit auch die Erarbeitung eines eigenen Projekts gehört, kam ihr kurzerhand die Idee, einen Shanty-Chor zu gründen. Dies stieß bei den Freisingern auf so große Begeisterung, dass aus dem anfänglichen Projektchor ein dauerhafter Chor wurde, der sich mittlerweile zu einem 26-köpfigen Ensemble mit internationaler Besetzung gemausert hat. „War das Plattdeutsche anfangs doch fremd, klappt es heute richtig gut und alle haben ihren Spaß am gemeinsamen Singen“, freut sich die engagierte Chorleiterin. Und noch etwas Besonderes zeichnet den Chor aus: Ist ein Shanty-Chor, der Seemannslieder singt, traditionell ein reiner Männerchor, geben bei den Isar Shanties deutlich mehr Frauen als Männer den Ton an.
Wienke Eilers studiert zurzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität in München im fünften Semester Grundschullehramt mit Musik als Unterrichtsfach und parallel dazu an der „Hochschule für Musik und Theater“ Posaune. Hinzu kommen Instrumente wie Fagott, Klavier, Gitarre und Bratsche. Da die 23-Jährige auch der Gesang reizt, ist sie Mitglied in verschiedenen Chören, unter anderem im Hochschulchor.
Doch damit nicht genug. Als Lehrerin für Blockflöte, Posaune und Klavier im „3klang“ liegt der Studentin seit ihrem FSJ die musikalische Früherziehung für Kinder sehr am Herzen. Zudem möchte sie allen Menschen vermitteln, wieviel Kraft sich aus der Musik und dem eigenen Musizieren schöpfen lässt. Zu diesem Zweck hat sie sich in Fortbildungen spezielle Grundlagen angeeignet. Gemeinsam mit Kollegen gründete sie den „Instrumenten Kaufladen“, ein Projekt, in dem Kinder kostengünstig verschiedene Instrumente kennenlernen und ausprobieren können. Seit zwei Jahren leitet sie ein spezielles Projekt für Flüchtlingskinder und gibt einer Flüchtlingsfamilie aus dem Iran Klavierunterricht.
Wer gerne miterleben möchte, mit wieviel Herzblut Wienke Eilers ihre „Isar Shanties“ dirigiert, hat am 3. Oktober in der Inselkirche Gelegenheit dazu. Der Freisinger Chor gastiert damit bereits zum zweiten Mal nach 2016 auf Langeoog. -reh

Activities der Langeooger Serviceclubs

Inner Wheel Club – Lions Club – LC Gräfin Anna – Rotary Club
Tschernobyl-Kinder wieder zu Gast auf Langeoog

Zum Freizeit-Programm der weißrussischen Kinder und Jugendlichen, die auf Einladung des Vereins „Kinder von Tschernobyl – Dornum und Umgebung“ alljährlich zu ihrem vierwöchigen Erholungsaufenthalt im Sommer nach Ostfriesland kommen, gehört seit bald 20 Jahren ein Besuch auf Langeoog. Ermöglicht wird der erlebnisreiche Inseltag vom örtlichen Rotary Club, der die Kosten für Verpflegung und Überfahrt übernimmt.
Jugenddienstleiter Hans-Jörg „Atze“ Numrich und Präsident Onnen Schreiber begrüßten die 41-köpfige Gruppe um den Vorsitzenden Wilhelm Broeksmid sowie die Betreuer, Gasteltern und Dolmetscher.
Die Rotarier hatten für den Ausflug alles wieder bestens organisiert. So ging es vom Inselbahnhof vorbei am Wasserturm und den „Bunten Buden“ direkt zum Hauptstrand. Abwechslung brachten am Strand Frisbees, Schaufeln, Eimer und Bälle, die „Atze“ – selbst Mitglied im Tschernobyl-Verein – wieder an die Kinder verteilte.
Im Restaurant „Windlicht“ wartete mit Pommes und Schnitzeln,  Äpfeln und Joghurts ein leckeres Mittagessen auf die jungen Gäste. Ein Eis auf die Hand durfte auf dem Weg zurück zum Bahnhof nicht fehlen. Darüber hinaus freuten sich die Kinder über kleine Geschenke verschiedener Sponsoren der Insel.
„Den Inseltag möchten wir noch viele Jahre fortführen“, ist Numrich immer wieder von der großen Dankbarkeit der Jungen und Mädchen zwischen sieben und 17 Jahren gerührt, die den Langeooger Rotarier mit kleinen Geschenken aus Weißrussland überraschten. Mit von der Partie auf Langeoog war zum zweiten Mal Elvira Bernauer-Freier: Als Koordinatorin der privaten Stiftung „Findelkind“ mit Sitz in München unterstützt sie seit letztem Jahr die Aktionen des Tschernobyl-Vereins großzügig mit Geldbeträgen für Sachspenden. -reh-

Inner Wheel Club: Adventskalender

Er findet reißenden Absatz: der 14. Adventskalender des Inner-Wheel-Clubs (IWC). Das faszinierende Titelfoto von Michael Wrana zeigt den abendlich schimmernden Wasserturm unter ­einem funkelnden Sternenzelt. „Der Verkauf der Kalender läuft nach wie vor sehr gut – ein Ende ist absehbar“, berichtet IWC-Präsidentin Kirstin Müsch erfreut. „Wir danken allen Sponsoren, von der Insel und dem Festland, für die insgesamt 47 Preise.“ Hinter den Türchen verbergen sich Preise im Wert von mindes­tens je 50,– Euro, die man mit etwas Losglück gewinnen kann. Der Erlös kommt vor allem dem „Elternverein für krebskranke Kinder Wilhelmshaven-Friesland-Harlingerland e.V.“ zugute.
Noch ist der Adventskalender in folgenden Verkaufsstellen auf Langeoog erhältlich: Buchhandlung Krebs, Inselapotheke, Fokko Gerdes, Inselcenter Voß, Weinperle, Goldmarie, Abolengo de Alpaka und Langeooger Getränkeshop Schmidt. Online-Bestellungen sind über info@langeooger-reiterhof.de möglich. Im ­November findet die Losziehung für den Adventskalender in Verbindung mit der Scheckübergabe an den Elternverein für krebskranke Kinder statt. Und vom 1. Dezember bis Heiligabend können sich die Kalenderbesitzer wieder – Türchen für Türchen – auf die Gewinne freuen.

SOS-Meldesystem erweitert 

Im Sommer hat der Rotary Club Langeoog das von ihm auf der Insel eingerichtete SOS Meldesystem erweitert. Bereits bekannt sind die runden Rotary-Schilder im Außenbereich der Insel, vom Flinthörnpfad bis zum Osterhook. Nun kamen zwei weitere ­Tafeln im Bereich der Jugendherberge hinzu. Außerdem erhielt der Strand (außerhalb der Burgen- und Badestrände) zwölf Stationen mit dreieckigen Schildern, die zwischen Flinthörn und Ostspitze positioniert sind. Die an „Vorfahrt gewähren“-Schilder erinnernden Tafeln fallen schon von Weitem ins Auge. Zur weiteren Unterscheidung sind sie mit Buchstaben (von A bis L) statt Zahlen gekennzeichnet.
Den Aufbau erledigten die Rotarier Anfang August selbst: Nachdem im ersten Gang die Pfähle aus verzinktem Stahlrohr eingespült waren, wurden am zweiten Tag die Schilder angebracht. Die Finanzierung erfolgte durch die regelmäßige Altkleidersammlung der Rotarier. Außerdem unterstützte die Sparkasse Langeoog die Aktion mit einer Spende. Insgesamt sind 47 SOS-Schilder weitmaschig über die Insel verteilt. Sie leisteten wiederholt gute Dienste.
So einfach funktioniert das System: Wer Hilfe benötigt und sich in der Nähe eines Rettungsschildes befindet, wählt den Notruf 112 und nennt die auf dem Schild angegebene Nummer (oder den Buchstaben) des SOS-Punktes. Die Leitstelle in Wittmund kennt die jeweiligen Koordinaten und schickt sofort Hilfe dorthin. Initiiert hatte der Rotary Club das SOS-System im Juli 2017. Damals wurden 34 durchnummerierte und mit Notrufnummern versehene runde Tafeln aufgestellt (der „Utkieker“ berichtete). Die Planung hatten die Rotarier zusammen mit dem für Langeoog zuständigen Rettungsdienst MKT (Marburger Krankenpflegeteam) und der Freiwilligen Feuerwehr gestaltet. Nach erfolgreicher Installation übergab der RC das SOS-System an die Inselgemeinde. Für Instandsetzungen und Erweiterungen bleibt der Serviceclub aber weiterhin zuständig.

Wasserturmsanierung 

Die Spendenfreudigkeit buchstäblich angekurbelt hat der Münzprägeautomat, den der Rotary Club Langeoog (RC) im März 2018 am Treppenaufgang zum Wasserturm aufgestellt hat. Die Handhabung ist sehr einfach. Mit der Kurbel wird erst das Motiv (Wasserturm, Inselbahn oder Fähre) gewählt, dann wirft man zwei Münzen ein: ein 5-Cent-Stück zur Prägung und einen Euro für den guten Zweck. Durch erneutes Drehen der Kurbel entsteht die fertige Prägemünze. Der Erlös aus den Einnahmen kommt zu 100 Prozent karitativen Zwecken zugute: 50 Prozent setzt der RC für soziale Projekte auf Langeoog ein, die andere Hälfte dient dem Erhalt des Wasserturms.
Bei letzterem nahmen die Rotarier eine erste Maßnahme in Angriff: Dank der zahlreichen „Spenden im Handumdrehen“ konnte im August – bei bes-tem Wetter – die untere Fassade des Wasserturms renoviert werden. Einen neuen Anstrich erhielten der Sockel, die Tür und die Felder zwischen den Klinkerrahmen. Die Malerarbeiten übernahm die Firma Rieken. Der Malerfachbetrieb aus Esens ist seit 40 Jahren als Spezialist für Farbgestaltung auf Langeoog tätig. Das Projekt Wasserturm leitete Malermeisterin Insa de Buhr, unterstützt durch Fachgesellin Melina Weerts. Die dreiwöchige Renovierung erfolgte in Abstimmung mit der ­Inselgemeinde/Bauverwaltung, da diese Arbeiten aufgrund der exponierten Lage des Langeooger Wahrzeichens nur im Sommer möglich sind. Im nächsten Schritt plant der Serviceclub, das Treppen-geländer zum Wasserturm zu sanieren.
Einen zweiten Münzprägeautomaten – mit völlig anderen Motiven! – hat der RC zu Pfingsten 2019 am Vogelwärterhäuschen aufgestellt. Auch hier kurbeln die Besucher für den guten Zweck: Die eine Hälfte des Erlöses ist für insulare Umweltprojekte, die andere für soziale Aktionen auf Langeoog gedacht.

Golfturnier für Funkgeräte

Lions-Spende für die DLRG: 1.000,– Euro haben Lions-Club-Präsident Heiko „Paddy“ Recker sowie Präsident Bernhard ­Sieger und Geschäftsführer Michael Wrana vom Langeooger Golfclub bereits im Juli 2019 auf dem Grün der Bahn 9 an den DLRG-Ortsgruppen-Vorsitzenden Hans-Gerd Wagner und Sonja Streubel übergeben. Bei der Summe handelte es sich um den Erlös des Lions Club-Charity-Golfturniers vom Juni. Der Service-club hatte die Rettungsschwimmer der Insel als Empfänger    ausgewählt, um deren großes Engagement für die Sicherheit der Insulaner zu würdigen. Einen wichtigen Beitrag dazu stellt die Schwimmausbildung der Langeooger Kinder dar. Von der Spende hat die DLRG-Gruppe inzwischen für Rettungseinsätze notwendige Funkgeräte angeschafft.

Internationale Lions Convention in Mailand

Aktiv in Erscheinung treten die Serviceclubs jeweils in ihren Orten, doch organisiert sind sie weltweit. Deutlich wird das bei den Lions-Clubs etwa auf den jährlichen Treffen, den internationalen Lions Conventions. Die diesjährige fand vom 5. bis 9. Juli in Mailand statt. Mehr als 20.000 Lions-Mitglieder aus über 200 Ländern hatten sich in der norditalienischen Metropole zum Erfahrungsaustausch eingefunden. Mit dabei war Ines Mühlinghaus, damals noch 2. Vize-Governor des Distrikts 111 Niedersachsen/West (NW). „Wir waren rund 50 Teilnehmer aus unserem Distrikt, und über 600 aus Deutschland.“ Dreh- und Angelpunkt war das MiCo Kongresszentrum: „Auf 56.000 Quadratmetern mit 70 Tagungsräumen war hier alles möglich – vom kleinen Workshop bis zur Plenarsitzung mit allen Teilnehmern“, berichtet Ines Mühlinghaus. Die Sitzungen seien durchaus prominent besetzt: Zu den Rednern zählte unter anderen der frühere britische Premier Tony Blair. Ein weiterer Höhepunkt war die große Lions Parade durch Mailand, an der 120 Nationen teilnahmen. Und abseits der Veranstaltungen blieb Zeit, das Kulturprogramm von Konzert bis Museum zu genießen.
„Rückblickend war die Convention ein bedeutsames Ereignis mit höchst emotionalen Momenten“, schwärmt die Langeoogerin. „Etwa als Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege mit dem ­Humanitär-preis von Lions die höchste Auszeichnung der Organisation erhielt.“ Eindrucksvoll sei es auch, das Lions-Netzwerk zu erleben, das seit über 100 Jahren im Sinne von Völkerverständigung und Gemeinschaft arbeite. So habe sie Gelegenheit ­gehabt, mit der Kanadierin Dr. Patti Hill, 3. Vizepräsidentin von Lions International, zu sprechen.
„Lions hat mich schon immer interessiert“, erklärt Ines Mühlinghaus. Das Gründungsmitglied des LC „Gräfin Anna“ war von 2017 bis 2019 als „Zone-Chairperson“ in der „Region I“ im Distrikt 111 aktiv. Zur Zone gehören die Clubs von Langeoog, Esens, Norden und Norderney. Als Zonensprecherin hielt Ines Mühlinghaus engen Kontakt zu den Clubs der weiteren Region. Das Amt blieb auf der Insel: Nachfolger wurde zum 1. Juli 2019 Bernhard Sieger vom LC Langeoog.

District Governor 2020 aus Langeoog

Alles braucht seine Zeit, doch manchmal geht es schneller. Dies erfuhr Ines Mühlinghaus auf ihrem angestrebten Weg ins Amt des District Governor im Distrikt „111 NW“. Der Distrikt umfasst den nordwestlichen Teil von Niedersachsen. Im Distriktgebiet von Wilhelmshaven bis Osnabrück sind rund 2.500 Lions-Mitglieder in 75 Clubs aktiv am Werk.
Erst im Herbst 2018 zum 2. Vize Governor bestimmt, wurde Ines Mühlinghaus, da ihr Vorgänger im Amt aus Gesundheitsgründen zurücktrat, jetzt schon zum 1. Vize gewählt.
Dies geschah am 14. September auf der Lions Distriktversammlung in Rastede. Damit wird sie das Amt des District Governors bereits im Lions-Jahr 2020/2021 bekleiden. Die Vorbereitung darauf ist wegen der Kürze entsprechend intensiv: „Seminare in der deutschen Zentrale in Wiesbaden gehören ebenso dazu wie eine Ausbildung in Chicago/USA“, berichtet   Ines Mühlinghaus, deren Amtseinweisung auf der nächsten internationalen Convention Ende Juni 2020 in Singapur erfolgen wird.
Bis dahin steht auch das etwa 50-köpfige Kabinett des Distrikts 111 fest. Für ihre Amtszeit plant die künftige Governor eine Distriktversammlung auf Langeoog, die etwa im Frühjahr 2021 stattfinden könnte. Doch mit der Arbeit in der Region ist es nicht getan: „Die 19 Governor der 19 Distrikte in Deutschland bilden den Governor-Rat. Der kümmert sich um die nationalen Lions-Belange“, klärt Ines Mühlinghaus auf. Es wird eine spannende Zeit – für sie und für Langeoog. -köp/ut-

Elias, das kleine Rettungsboot

Kinderfreundlicher Animationsfilm am 12. August im HDI

Das kleine, aber tapfere Rettungsboot Elias (deutsche Stimme: Checker Tobi) träumt von einem Job beim Großhafen. Deswegen zögert Elias auch nicht, als ihm nach einem mutigen Rettungseinsatz, bei dem er während eines Sturms einen Kutter gerettet hat, eine Stelle am Hafen angeboten wird – auch wenn das bedeutet, dass er seine Freunde und sein gemütliches Leben in seiner Heimatbucht zurücklassen muss. Doch bald merkt Elias, dass die Arbeit am Großhafen anstrengender ist als er gedacht hatte, und er verschläft so oft, dass er entlassen wird. Traurig kehrt er nach Hause zurück, doch dort will keiner mehr etwas mit ihm zu tun haben. Da stößt Elias zufällig auf ein paar Schmuggelboote. Alleine kann er es nicht mit ihnen aufnehmen – er braucht die Hilfe seiner Freunde. Sie lassen ihn nicht im Stich und nehmen gemeinsam die Spur der Gauner auf. Dabei wird es noch ganz schön gefährlich, aber am Ende haben alle gelernt: Auch wenn das Abenteuer groß ist und wir klein sind – gemeinsam sind wir stark!
Das 3D-animierte Abenteuer für die ganze Familie am Montag, 12. August im „Haus der Insel“ beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder (3 – 15 J.) 6,– Euro, ab dem 2. Kind 5,– Euro, für Erwachsene 3,– Euro. Karten erhalten Sie in der Tourist-Info im Rathaus.              -ut-

„Von Bach bis Boogie“

Konzert mit dem Nordwestdeutschen Kammerensemble
am 11. August in der Inselkirche

Nach der begeisterten Resonanz der letzten Jahre konnten die Vollblutmusiker des renommierten Nordwestdeutschen Kammer­ensembles erneut für ein buntes und kurzweiliges Programm der Extraklasse gewonnen werden. Von Bach und Tartini bis Charlie Chaplin und „Secret Garden“, von Elgars Pomp and Circumstance – Marschthemen bis zu Filmmusik aus „Der Pate“, Swing, Csárdás und Boogie führt die musikalische Reise in diesem Jahr. Pfiffige Arrangements werden wie immer von Hansdieter Meier (Violine), Gunilt Gehl (Viola), Felix Meier (Violoncello) und Andreas Groll (Klavier) mit Spielfreude, Virtuosität und Charme dargeboten. Das vom Geiger locker-launig und informativ moderierte Konzert garantiert einen vergnüglichen musikalischen Hochgenuss für die ganze Familie und begeistert nicht nur Klassikfreunde. Wo immer sie auftreten – in Toronto, Miami, auf Kreuzfahrtschiffen oder in europäischen Konzertsälen – überall werden die Musiker von Publikum und Presse gelobt und gefeiert. Auch TV- und Rundfunksendungen (ARD Nachtkonzert; Radio Telefis Eireann, Dublin; Rundfunk Buffalo, New York; Radio St. Petersburg; Indiana Broadcasting; Schweizer Rundfunk DRS, Zürich; NDR; WDR etc.) sowie CDs belegen die Qualität des Ensembles. Unter dem Titel „Von Bach bis Boogie“ gastiert das Nordwestdeutsche Kammerensemble am Sonntag, 11. August in der Inselkirche, Beginn 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.

„de Flinthörners“ in der „Inselkark“

Benefizkonzert am 15. August 2019 in der Inselkirche

Für den guten Zweck wechseln „de Flinthörners“ von ihrem angestammten Segler, der Bark „Hoffnung“, einmal ins Kirchenschiff: Am Donnerstag, 15. August um 20 Uhr gibt der Langeooger Shantychor ein Benefizkonzert zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“. Zweck der 2003 eingerichteten Stiftung ist die Sicherung einer festen Kantorenstelle. Das Publikum darf sich auf Shantys und Seasongs aus dem aktuellen Programm des von Elisabeth „Puppa“ Peters geleiteten Chores freuen, vom „Fass Aquavit“ bis zu „John Brown’s Daughter“. Im Vorfeld habe man bei Pastor Neumann angefragt, ob die Shantys auch kirchenkompatibel seien: „Sie sind es“, berichtet Klaus Kremer vom „Flinthörners“-Vorstand. Da es den Bunten Inselabend nicht mehr gebe, wolle der Chor auf diese Weise seine Verbundenheit mit der Inselkirche und ihrem Kulturangebot zeigen. Man darf sich also auf ein besonderes Konzert freuen. Der Eintritt beträgt 10,– Euro, Karten sind im Vorverkauf erhältlich sowie an der Abendkasse. -ut-