Archiv der Kategorie: Informationen aus den Kirchengemeinden

„Das tut der Seele gut“

Pater Thomas Lüke kommt als Kurpastor in sein „zweites Zuhause“
„Das ist für mich wie nach Hause zu kommen. Überall sind Spuren von Familiengeschichte und Erinnerungen“, freut sich Pater Thomas. Vom 5. bis 11. Oktober wird er als katholischer Kurpas-tor auf Langeoog sein. Für den Prämonstratenser-Pater aus Duisburg-Hamborn ist es die dritte Amtszeit. Schon in den beiden Vorjahren war er jeweils im Dezember als Urlaubsseelsorger auf Langeoog. Doch kennt er die Insel bereits seit etwa 1975. Ursache war: „Mein jüngster Bruder war Jahre zuvor dort, um seine Frau in der Kur zu besuchen, und hat uns übrige Geschwister mit seiner Begeisterung für Langeoog angesteckt. Seither habe ich jedes Jahr hier Urlaub gemacht – meistens in Begleitung zunächst meiner Eltern, später dann meiner älteren Schwes-ter und meiner Mutter. Auch im kommenden November werde ich für 14 Tage mit meiner Schwester als Urlauber hier sein. Da lag es nahe, dass mich Pastoralreferentin Susanne Wübker irgendwann ansprach, ob ich nicht die Kurseelsorge übernehmen möchte“, so der gebürtige Walsumer.
Sein Religionslehrer am Hamborner Gymnasium – ein Pater aus einem benachbarten Prämonstratenser-Kloster, der Abtei Hamborn – weckte 1959 in ihm das Interesse für den Beruf des Pries- ters und das Wirken der „weißen Patres“. „Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum“, erklärt er schmunzelnd, „und so bin ich 1967 in diese Priesterordensgemeinschaft eingetreten.“
Nach dem Theologiestudium in Innsbruck und Bochum wurde er 1974 zum Priester geweiht. „Drei Jahre lang war ich Kaplan im Nachbarstadtteil Bruckhausen und unterrichtete später zehn Jahre lang Religion am Abteigymnasium. Dann wurde ich gebeten, die Pfarrei in Bruckhausen zu übernehmen, das mittlerweile zu einem sozialen Brennpunkt geworden war.“
Von 1987 bis 2003 war Pater Thomas dort als Gemeindepfarrer tätig. Danach übernahm er die Seelsorge im nahen Johanneshospital. „2005 wurde ich damit beauftragt, die Pfarrei an der ehemaligen Prämonstratenser-Abtei in Bendorf-Sayn zu übernehmen. 2012 wurden in Hamborn zwei Pfarreien zusammengelegt und ich wurde dort Gemeindepfarrer“, erinnert er sich. „Seit 2016 bin ich Halbruheständler und übernehme hin und wieder die Seelsorge in einer Nachbarpfarrei“, verrät Pater Thomas.
Als Kurpastor auf Langeoog wird er die tägliche Messe lesen und für Urlauber und Insulaner als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Doch auch die Freizeit soll nicht zu kurz kommen. „Ich genieße die Terminlosigkeit, das In-den-Tag-hinein-Leben und die Weite des Meeres. Das tut der Seele gut.“    -sbo-

„Schräge Lieder, schöne Töne“

Ein Leben in Geschichten und Liedern – Konzert mit Fredrik Vahle am 18. September in der St.-Nikolaus-Kirche
Seit mehr als 45 Jahren gehört Fredrik Vahle zu den bekann-  testen Kinderliedermachern in Deutschland. Millionen Kinder sind mit seinen Liederhelden und -heldinnen „Anne Kaffekanne“, dem „Hasen Augustin“ oder dem „Cowboy Jim aus Texas“ aufgewachsen. Gleichzeitig hat er aber auch immer Texte für Erwachsene geschrieben und auch wissenschaftliche Forschungen im Bereich Sprachwissenschaft veröffentlicht.
Geprägt vom Aufbruchsgeist der späten 60er Jahre wollte der habilitierte Linguist nicht nur unterhalten, sondern hatte immer auch eine Botschaft. Ums Miteinander geht es in seinen Liedern, um Selbstwahrnehmung und Fürsorge, um den Mut zur Freiheit, aber auch ums Hinhören und die Stille.
Schon als 16-Jähriger unternahm er weite Reisen per Autostop ins nördliche und südliche Europa, und seine Lust am Wandern ist noch heute, mit 78 Jahren da. Nicht nur davon wird er an diesem Abend ein besonderes Lied singen. Er blickt zurück auf sein wandlungsreiches Leben und nimmt sein Publikum mit auf „Erinnerungsausflüge“ – Flanierende, nachdenkliche, ironische und komische Geschichten über das, was Fredrik Vahle wichtig geworden ist.
Neben seiner Lehrtätigkeit als Professor an der Uni Gießen und längeren Winterpausen auf einer Kanaren-Insel zieht der sich immer wieder neu erfindende Poet Ideen und Impulse für seine Lieder und Workshops u. a. aus Bewegungslehren wie Tai-Chi, Qigong und Feldenkrais.
Am Freitag, 18. September beginnt das Konzert für Erwachsene auf Langeoog in der St.-Nikolaus-Kirche um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten.
Bitte tragen Sie Ihren Mund-Nase-Schutz und achten Sie auf den Mindestabstand.              -ut-

„Nordsee geht bei jedem Wetter“

Kurpastorin Luitgardis Parasie ist in jeder Hinsicht „sturmerprobt“
Für Luitgardis Parasie gibt es nichts, was es nicht gibt: Sowohl als Pastorin, als auch als systemische Familientherapeutin und ebenso im eigenen Leben hat die 65-Jährige reiche Erfahrungen sammeln können, deren Essenzen sie als Autorin, Radiojournalistin und Referentin an Wissbegierige weitergibt. Auch während ihrer Zeit als Kurpastorin vom 29. September bis 8. Oktober will sie Urlauber und Insulaner ermutigen und ihnen klärende Gespräche anbieten.
„Während der Gottesdienste lade ich die Anwesenden ein, Gesprächsmöglichkeiten zu nutzen, zu denen ich zweimal wöchentlich abends im geschützten Raum der Kirche zur Verfügung stehen möchte“, so die evangelische Theologin.
Nachdem sie sich nach zwanzigjähriger Tätigkeit als Gemeindepastorin in Northeim-Langenholtsen im April 2020 in den Ruhestand verabschiedet hat, war Luitgardis Parasie im Juni als Kurpastorin auf Juist – wegen der Pandemie aber nur mit „angezogener Handbremse“: „Es fällt mir schwer, nicht auf Menschen zuzugehen“, gesteht sie und hofft, dass ihr dies während ihrer Amtszeit auf Langeoog wieder möglich sein wird. „Ich möchte für die Menschen auch außerhalb der Gottesdienste da sein, um mit ihnen zu sprechen, sie zu segnen oder mit ihnen zu beten.“
Zudem plant sie zwei Beiträge im Rahmen der ökumenischen Vortragsreihe. Im einen – betitelt wie ihr gleichnamiges Buch „Starke Mütter – starke Töchter“ – will sie darauf eingehen, wie diese lebenslange Beziehung konstruktiv gestaltet werden kann. „Themen wie Nähe und Distanz sowie Grenzen ziehen spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Frage, was Frauen stark macht“, erklärt die dreifache Mutter und hat erfahren, dass dieses Thema auch Männer anspricht: „Mancher Zuhörer hat mir im Anschluss an meine Vorträge gesagt, dass er nun endlich weiß, wie seine Frau ‚tickt‘,“ verrät die Autorin schmunzelnd. Am zweiten Themenabend möchte sie ihre Zuhörer mit auf eine virtuelle Radtour von Zittau nach Usedom nehmen und ihnen „Appetit“ auf Reisen innerhalb Deutschlands machen. „Das wird durch ‚Corona‘ aktuell bleiben“, ist sie überzeugt.
Für ihre Freizeit hat sie sich vorgenommen, jeden Morgen vor dem Frühstück zu joggen, Radtouren und Spaziergänge zu unternehmen und die Natur zu genießen. „Dabei schaltet man ab und kommt auf andere Gedanken“, weiß die Kurpastorin.
Langeoog hat sie zuletzt in den 90er-Jahren bei Psychotherapietagungen gemeinsam mit ihrem Mann besucht. Dabei hat sie die Insel stets bei Sturm und Regen erlebt. Solche Naturschauspiele schrecken Luitgardis Parasie jedoch nicht: „Nordsee geht bei jedem Wetter“, ist sie überzeugt und verrät: „Ich bin gespannt, wie sich die Insel in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.“    -sbo-

„Harfe in Blau“

Crossover: Harfenkonzerte mit Michael David am 2. September in der Inselkirche 

Zu zwei Konzerten aus der Reihe „Harfe in Blau“ lädt Michael David am 2. September in die Inselkirche ein. Den Auftakt macht er um 19 Uhr mit seinem Programm „Crossover – von Klassik      bis Jazz“. Das Publikum erlebt eine kurzweilige Reise durch die Epochen der Musik mit Werken von Georg Friedrich Händel,  Charles Trenet („La Mer“), The Beatles, Dave Brubeck u.v.a. Daran schließt sich um 20.30 Uhr sein Crossover-Konzert „…im Zeichen der Phantasie“ an. Mit bekannten und beliebten Werken z. B. von Camille Saint-Saëns, Carl Phillip Emanuel Bach, Astor Piazzolla oder Van Morrison nimmt Michael David seine Zuhörer mit auf eine musikalische und internationale Erlebnistour durch die Zeitstile der Musik.
Im Verlauf seiner Darbietungen zeigt der preisgekrönte Harfenist sein wahres Temperament und künstlerisches Können sowie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einer Konzertharfe.
Den üblichen Vorstellungen eines Harfenisten entspricht Michael David nicht: Kein wallendes Blondhaar, keine rauschenden Gewänder und vor allem kein engelsgleiches Wesen. Selbst eine Vielzahl von Lehrern konnte in den letzten zweieinhalb      Jahrzehnten eine gewisse Starrköpfigkeit in seinen Interpretationen nicht ausmerzen. Die erste Lehrerin riet noch seinen Eltern, die quälenden Versuche ihres Sohnes, wohlklingende Musik auf der Harfe zu erzeugen, besser gleich zu beenden. Zum Glück vertrauten die Eltern damals weiterhin dem Talent ihres Sohnes: Statt der Zukunftspläne wechselten sie die Lehrerin.

Zu seinen späteren Lehrern gehörte Prof. Erich Schubert von     der Musikhochschule Köln. Den letzten Schliff seiner Ausbildung erhielt er in den USA von Harvi Griffin, der zu den besten Allround-Harfenisten der Welt zählt. Griffin unterrichtete David gezielt in Swing, Pop und Jazz.
„Michael David musiziert meisterhaft und virtuos, seine Hände ,tanzen’ über die Saiten und seine Finger ,zaubern’ perlende Wassertropfen, liebevolle Geheimnisse und sprühende Feuerwerke“ heißt es in einer Kritik der Nürnberger Nachrichten.
Die Konzerte der Spitzenklasse am Mittwoch, 2. September in    der Inselkirche beginnen um 19 Uhr und um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten. Konzert-Zugangskarten sind ab Montag, 31. August während der täglichen Öffnung von 10 bis 17 Uhr in der Inselkirche erhältlich.       -ut-

Die Gedanken sind frei

Geistliche Abendmusik für Blechbläser und Orgel am 9. August in der Inselkirche

Eine Geistliche Abendmusik erklingt am Sonntag, 9. August in der Inselkirche Langeoog. Mitwirkende sind Bläserinnen und Bläser des Evangelischen Posaunenwerkes Bremen unter der Leitung von Landesposaunenwart ­Rüdiger Hille gemeinsam mit Inselkantorin Noémi Rohloff (Orgel).
Das Posaunenwerk gehört zur Bremischen Ev. Kirche, die Posaunenchöre sind ein wichtiger Teil der Kirchenmusik. Das Ev. Posaunenwerk Bremen besucht alle drei Jahre die Insel Langeoog. Die Bläsergruppe ist dann zu Gast im Haus Meedland, dem Tagungs- und Freizeithaus der Bremischen Evangelischen Kirche. Während ihres Aufenthaltes bereiten die rund 20 BlechbläserInnen ein Konzertprogramm vor, das sie am Sonntag, 9. August in der Inselkirche zweimal präsentieren. Es kommen Werke von Michael Praetorius, Hans Leo Haßler und Reinhard Gramm zu Gehör. Die Beschäftigung mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“ und verschiedene Bearbeitungen zum Gloria in excelsis („Allein Gott in der Höh sei Ehr“) bestimmen die musikalische Zusammenarbeit von Blechbläsern und Orgel.
Die Konzerte in der Inselkirche beginnen um 19.00 Uhr und um 20.30 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, aber nur unter Beachtung der Hygienemaßnahmen, der Abstandsregelungen und mit einem Mund-Nasen-Schutz möglich. Um eine Kollekte für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird herzlich gebeten. -ut

„Freude am Leben miteinander teilen“

Katholischer Kurseelsorger Hartmut Niehues 
ist langjähriger Insel-Fan – Vortrag am 27. August

Mit Hartmut Niehues (Jahrgang 1971) verstärkt ein langjähriger Langeoog-Fan als Kurseelsorger vom 17. bis 31. August 2020 die katholische Kirchengemeinde. Von Kindesbeinen an ist ihm die Insel vertraut: „Mit meinen Eltern habe ich hier manchen Urlaub verbracht.“ Auch jetzt freut er sich auf abwechslungsreiche Tage.

„Langeoog ist meine Insel fürs Leben“, bekennt der Geistliche, für den Leben und Glauben untrennbar zusammen gehören. ­Daher freue er sich auf die Gottesdienste, Begegnungen und Gespräche: „Ich weiß, dass man auf der Insel besonders gut die Freude am Leben miteinander teilen, sowie Mut und Zuversicht für schwierige Lebenslagen tanken kann.“ Als begeisterter Chorsänger bedauert Niehues, dass dieses Engagement in Corona-Zeiten im Augenblick brachliegen muss. Aus demselben Grund entfällt auf Langeoog auch das beliebte Ablegen des Sport­abzeichens für ihn. Er hofft aber, vielleicht im Strandsport den nötigen körperlichen Ausgleich zu seinem Hobby, dem Lesen, zu finden.

In seiner Heimatstadt Münster lebt Hartmut Niehues im Priesterseminar Borromaeum. Doch sein Horizont geht weit über den norddeutschen Raum hinaus. Dies zeigt ein einjähriger Aufenthalt während seiner Studienzeit als Praktikant in einer Gemeinde der mexikanischen Partnerdiözese Tula / Hidalgo. Seit 1999 ist er Priester des Bistums Münster. Nach drei Jahren als Vikar in Visbek im Oldenburger Land arbeitete er sechs Jahre lang als Jugendpfarrer im Offizialatsbezirk und Präses des BDKJ-Landesverbandes Oldenburg. Anschließend war er Pfarrer und Dechant in Cloppenburg. Seit 2011 ist Niehues ­Leiter des Priesterseminars und Ausbildungsverantwortlicher für die Priester des Bistums Münster. Außerdem zeigt er sich verantwortlich für die Priesterfortbildung im Bistum Münster im Rahmen der regelmäßigen Studienwochen der Weihekurse.

„Kirche – besser ohne Priester?“

Verantwortlich für die Ausbildung junger Priester, steckt Niehues mittendrin in den Diskussionen um das Amt in der katholischen Kirche. Ein Kenner der innerkirchlichen Situation, lädt er für Donnerstag, 27. August zu seinem Vortrag „Kirche – besser ­ohne Priester?“ ein. Das aktuelle Thema bietet Besuchern auch Gelegenheit, mit ihm über Perspektiven der Erneuerung ins ­Gespräch zu kommen. Beginn ist um 20 Uhr im Pfarrheim der katholischen Kirche. -ab-

Die Arche Noah

Orgelgenuss und musikalische Erzählung für Jung & Alt am 19. August in der Inselkirche

Die Geschichte von der „Arche Noah“ (Genesis 6-8) ist für viele Kinder wahrscheinlich eine der bekanntesten alttestamentlichen Erzählungen. In „Die Orgel auf der Arche Noah“ wird die Geschichte frei erzählt und unterstützt durch musikalische Untermalungen von den bekanntesten Werken des größten barocken Meisters, Johann Sebastian Bach. Die Kinder werden die Erzählung durch passende musikalische Elemente neu erleben. Ihre Eltern können dabei schmunzelnd entdecken, wie seriöse Musik auch für Kindererzählungen geeignet sein kann. Es werden kleine, paartaktige Ausschnitte aus 24 verschiedenen Bachschen Werken erklingen, wie zum Beispiel das Brandenburgische Konzert, Kantaten- und Oratoriumfragmente sowie bekannte Klavier- und Orgelwerke. Inselkantorin Noémi Rohloff präsentiert diese auf der Orgel, während Pastor Christian Neumann erzählerisch durch die Geschichte führt. Diese Stunde in der Inselkirche wird für die ganze Familie ein Hörerlebnis und gleichzeitig eine gute Chance für die klassisch-musikalische Erziehung sein. Das Konzert am Mittwoch, 19. August beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. Ab Montag, dem 17. August werden die Konzert-Karten in der Kirche zum Abholen bereitliegen. Es wird empfohlen, sich möglichst rechtzeitig Karten zu sichern, denn die Besucherzahl ist auf 50 ZuhörerInnen begrenzt.

Die Orgel auf der Arche Noah

Eine musikalische Erzählung 
für Kinder und ihre BegleiterInnen
 am 8. Juli in der Inselkirche
Die Geschichte von der „Arche Noah“ (Genesis 6-8) ist für viele Kinder wahrscheinlich eine der bekanntesten alttestamentlichen Erzählungen. In „Die Orgel auf der Arche Noah“ wird die Geschichte frei erzählt und unterstützt durch musikalische Untermalungen von den bekanntesten Werken des größten barocken Meisters, Johann Sebastian Bach. Die Kinder werden die Erzählung durch passende musikalische Elemente neu erleben. Ihre Eltern können dabei schmunzelnd entdecken, wie seriöse Musik auch für Kindererzählungen geeignet sein kann. Es werden kleine, paartaktige Ausschnitte aus 24 verschiedenen Bachschen Werken erklingen, wie zum Beispiel das Brandenburgische Konzert, Kantaten- und Oratoriumfragmente sowie bekannte Klavier- und Orgelwerke. Inselkantorin Noémi Rohloff präsentiert diese auf der Orgel, während Pastor Christian Neumann erzählerisch durch die Geschichte führt.
Diese Stunde in der Inselkirche wird für die ganze Familie ein Hörerlebnis und gleichzeitig eine gute Chance für die klassisch-musikalische Erziehung sein.
Das Konzert am Mittwoch, 8. Juli beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. Ab Montag, dem 6. Juli werden die Konzert-Karten in der Kirche zum Abholen bereitliegen. Es wird empfohlen, sich möglichst rechtzeitig Karten zu sichern, denn die Besucherzahl ist auf 50 Zuhörer(Innen) begrenzt. -ut-

„Von Beethoven bis Boogie“

Das Nordwestdeutsche Kammerensemble gibt am 26. Juli zwei Konzerte in der Inselkirche

Ein buntes und kurzweiliges Programm der Extraklasse präsentiert das renommierte Nordwestdeutsche Kammerensemble in gleich zwei Konzerten am Sonntag, 26. Juli in der Inselkirche Langeoog. Das beliebte Ensemble besteht aus den inselbekannten Vollblutmusikern Hansdieter Meier (Violine), Gunilt Gehl (Viola), Felix Meier (Violoncello) und Andreas Groll (Klavier). Das vom Geiger locker und informativ moderierte Konzert begeis­tert nicht nur Klassikfreunde: Es garantiert einen vergnüglich-musikalischen Hochgenuss für die ganze Familie. Pfiffig Arrangiertes wird mit Spielfreude, Virtuosität und Charme dargeboten. Zu Gehör kommen eingängige klassische Werke, etwa von Pugnani, Kreisler und Antonio Lotti. Selbstverständlich darf – in seinem 250. Geburtsjahr – Ludwig van Beethoven nicht im Programm fehlen. Aber auch Musical- und Filmmusik ist dabei, von Leonard Bernsteins „West Side Story“ bis zum Kinohit „Aladdin“. Evergreens der 20er- und 30er-Jahre aus der „Tanz auf dem Vulkan“-Ära, garniert mit lässigem Swing und feurigem Csardas, sind weitere Stationen dieser musikalischen Zeitreise von Barock bis Boogie-Woogie. Wo immer sie aufspielen – in Übersee, auf Kreuzfahrtschiffen oder in europäischen Konzertsälen: Überall werden die Musiker von Publikum und Presse gelobt und gefeiert. Radio- und Fernsehauftritte von ARD bis Schweizer Rundfunk belegen die Qualität des sichtlich mit Spaß und Verve musizierenden Ensembles ebenso wie die im Handel erhältlichen CDs. Aufgrund der aktuellen Lage und der damit verbundenen Zugangsregelung in der Inselkirche wird das Konzert gleich zwei Mal hintereinander gespielt, um allen Interessierten diesen Musikgenuss zu ermöglichen. Das erste Konzert beginnt um 19 Uhr, das zweite um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

Ein Faible für Jazz und Kirche

Kurpastor Dr. Michael Wolf hat Musik „im Gepäck“
Dr. Michael Wolf ist ein erfahrener Kurseelsorger: Seit Mitte der 90er-Jahre übernimmt er in evangelischen Pfarreien in Deutschlands Küstenorten die Urlaubsvertretung der dortigen Gemeindepfarrer. Vom 15. Juli bis 1. August wird er das Amt des Kurpastors erstmals auf Langeoog ausüben. Unterstützung erhält er dabei von seiner Frau Heike, mit der er seit 30 Jahren gemeinsam als Gemeindepfarrer in Wien arbeitet.  Begleitet werden die beiden Theologen von ihren Töchtern Sarah und Hanna.
Am Sonntag, 19. Juli, wird Wolf durch die beiden Gottesdienste in der evangelischen Inselkirche führen (9.30 Uhr und 11.00 Uhr), ebenso durch die zehnminütigen „AbendGedanken“ ab 19.00 Uhr am Mittwoch, 29. Juli, und Freitag, 31. Juli.
Für die Ökumenische Vortragsreihe hat der aus Rastatt stammende Theologe ein beschwingendes Thema im „Gepäck“: „Es heißt ‚Jazz und Kirche’. Ich möchte Interessierten den christlichen Werdegang von Jazzmusikern von Duke Ellington bis Billie Holyday vorstellen – begleitet mit Musik aus der ‚Konserve’. Einen Termin dafür will ich noch mit Inselpastor Christian Neumann abstimmen“, so Wolf.
Die Musikaufnahmen stammen aus Seminaren mit Studierenden der Wiener Jazz-Universität: „Seit zwei Jahren erarbeiten wir Aufführungen, bei denen wir uns mit den Werken einzelner     Jazz-Musiker auseinandersetzen, deren Stücke wir dann alle zwei Monate bei Konzerten vorstellen. Derzeit beschäftigen wir uns in den Seminaren mit Frauen des Jazz“, erläutert Dr. Michael Wolf.
Seine Freizeit auf Langeoog hingegen soll der Familie gewidmet werden – bei Strandspaziergängen mit seiner Frau und den beiden Töchtern.    -sbo-