Archiv der Kategorie: Ortshandwerk

Ofenfrische Produkte kommen gut an

„Remmers Backstube auf Langeoog KG“ präsentiert sich am 19. Juli mit einem Tag der offenen Tür

425-1Die „Remmers Backstube auf Langeoog KG“ steht nicht nur für hochwertige Produkte, sondern präsentiert sich auch transparent. Zum einen verwendet Jannes Remmers eine Vielzahl an regionalen Produkten und verzichtet zudem auf Fertigmischungen. Zum anderen können Kunden, die den Laden am Schniederdamm betreten, auch in die dort befindliche Produktion blicken. „Wir haben nichts zu verbergen und möchten außerdem zeigen, wie wir tagtäglich unsere Produkte herstellen“, so der Bäckermeister. Dabei kann man nicht nur sehen, wie in der Backstube gleich hinter dem Tresen gearbeitet wird, man nimmt auch den unvergleichlichen Geruch von ofenfrischem Brot und Brötchen sowie einer Vielzahl weiterer Produkte auf. Für deren Produktion fertigen die Langeooger Bäcker425-3 allerhand Teige an, die eine zeitlang reifen müssen, bevor sie weiterverarbeitet werden können. „Das bedingt einen entsprechenden Aufwand, den man später beim fertigen Produkt auch schmeckt“, berichtet Jannes Remmers. Damit sich die Kunden eine Vorstellung davon machen können, wie die Teige entstehen und reifen, steht im Laden am Schniederdamm seit kurzem ein sogenannter Reifeschrank. In diesem „Aroma-Tresor“ befinden sich in Holzformen eine Reihe unterschiedlicher Teige für verschiedene Brotsorten. „Damit können wir selbstverständlich keine Tagesproduktion abdecken. Dieser Schrank zeigt lediglich, wie aufwändig wir unsere Teige herstellen“, erklärt Jannes Remmers und fügt hinzu, dass in der Backstube ein Reifeschrank viel größeren Ausmaßes steht. Einen umfassenden Einblick können sich Interessierte beim „Tag der offenen Tür“ am 425-2Donnerstag, 19. Juli von 14.00 bis 18.00 Uhr verschaffen. Dann zeigen die Fachleute, wie die tägliche Produktion von rund 14 Brötchen- und etlichen Brotsorten vonstatten geht. Außerdem wird demonstriert, wie Kuchen hergestellt werden. Zur Unterhaltung für junge Besucher wird Goldschmiedin Martina Runge übrigens ein Kindergoldschmieden anbieten. Gut angenommen wird auch das Frühstücksangebot ab 6.00 Uhr, welches drei Brötchen und verschiedene Aufschnitte beinhaltet. Getränke sind allerdings nicht enthalten. Apropos Getränk: Aktuell beteiligt sich die Bäckerei Remmers an der Aktion „Coffee to go im Pfandbecher“. Dabei handelt es sich um ein deutschlandweites Pfandsystem namens „Recup“. Auf Langeoog ist neben der Bäckerei Remmers auch die425-4 Bäckerei Seekrug mit von der Partie. Für 1,– Euro Pfand bekommt man den Becher Kaffee oder Latte Macchiato nicht mehr im umweltbelas­tenden Pappbecher, sondern in einem BPA- (Bisphenol A ist ein Weichmacher) freien Plastikbecher. Nach dem Austrinken wandert der Trinkbehälter nicht in den Müll, sondern kann bei einem der vielen Recup-Partnerbetriebe abge-geben werden. Welche das sind, erfährt man via App unter app.recup.de.

„Ich habe viel gelernt“

Felix Peters absolvierte Schulpraktikum bei Helge Bents

„Ich bin handwerklich interessiert und informiere mich über den Tischlerberuf, weil man sich dort kreativ entfalten kann“, ist Felix Peters überzeugt. Der Langeooger weiß schon recht genau, dass er später einmal den Beruf des Möbeltischlers erlernen möchte. Um sich allerdings ein so umfassendes Bild wie möglich zu machen, schaute der Langeooger dem Bootsbaumeister und Fachmann für Trocken- und Innenausbau Helge Bents vom 7. bis 25. Mai im Rahmen eines Schulpraktikums über die Schulter. Für Inselschüler Felix Peters war es bereits das zweite Praktikum. Im vergangenen Jahr absolvierte er eines in einem Tischlerbetrieb auf dem Festland. 335„Das gefiel mir aber nicht so gut, weil ich kaum Einblicke erhielt und nur Werkzeuge oder Materialien anreichen durfte“, erinnert sich der 15-Jährige. Bei Helge Bents sei das völlig anders. Hier muss der Jugendliche mit anpacken. Sei es beim Ausbau defekter Kunststofffenster, deren Verriegelung gangbar gemacht werden musste oder beim Errichten einer Holzabtrennung in Deckelschalung aus sibirischer Lärche im Restaurant „Steuerbord“.
Auch bei verschiedenen Innenausbauten musste Felix Peters mit „ran“. So ließ ihn Tisch­lergeselle Oliver Renger selbst einen Spiegel anbringen. „Über das Handwerkliche hinaus habe ich auch gelernt, dass Teamfähigkeit ganz wichtig ist“, berichtet Felix Peters. An seinem Berufswunsch hält der Jugendliche weiter fest, selbst wenn er für die Ausbildung zum Möbeltischler ans Festland wechseln müsste.

Ein Tischler mit Leib und Seele

Johannes Westerkamp beging seinen 80. Geburtstag – Am 7. Juni 50-jähriges Meisterjubiläum

Gleich zwei runde Ereignisse hält dieses Jahr für Johannes Wes­terkamp bereit. Am 30. April beging der Langeooger in der „Kajüte am Hafen“ seinen 80. Geburtstag. Nur wenige Wochen darauf, am 7. Juni, kann der Tischler auf 50 Jahre Meisterehren zurückblicken.
„Von 1953 bis ´56 ging ich zu Tischlermeister Christoph Bäckmann in die Lehre“, erinnert sich Johannes Westerkamp an seine Anfänge. 323-1Nach der Ausbildung verließ der frischgebackene Geselle zunächst für ein dreiviertel Jahr die Insel gen Bielefeld, kam für kurze Zeit in seinen Ausbildungsbetrieb zurück und kehrte schließlich Langeoog für drei Jahre den Rücken. „Während dieser Zeit arbeitete ich in Bremen und eignete mir dort weiteres Wissen an“, blickt Johannes Westerkamp zurück. Lange hielt es der junge Mann aber nicht in der Fremde aus, so dass er 1962 wieder zu Christoph Bäckmann zurückkehrte. Im Sommer desselben Jahres lernte Johannes Westerkamp seine spätere Ehefrau Maria kennen. Schon im August 1963 läuteten die Hochzeitsglocken. „Aus heutiger Sicht war das vielleicht schnell, aber so war die Zeit damals“, lächelt der Handwerker, der seiner Insel fortan treu blieb.
1966 besuchte Johannes Westerkamp schließlich die Meisterschule der Handwerkskammer Aurich. Fast jeden Samstag fand dort der Unterricht statt und Zuhause wurde neben dem Beruf viel Zeit investiert, um sich das notwendige Wissen zu erarbeiten. Mit Erfolg: am 7. Juni 1968 wurde dem damals 30-Jährigen der ersehnte Meisterbrief ausgehändigt. Am 1. September 1971 machte sich der Tischlermeister zunächst mit einer Werkstatt in den Kellerräumen seines Eigenheims an der Kaapdüne 7 selbstständig. Ein 323-2halbes Jahr wurde dort gewerkelt, dann reichte der Platz nicht mehr aus. Eine Lösung war aber schnell gefunden: An den Bauhöfen verpachtete Bauunternehmer Manfred Schreiber dem Existenzgründer passende Räumlichkeiten. Zwei Jahre später ergab sich die günstige Gelegenheit zu einem nochmaligen Umzug. Am Jacob-Pauls-Weg übernahm der Tischlermeister die Werkstatt von Heinrich „Hinni“ Eilts. Schon bald nach seiner Selbstständigkeit musste Johannes Westerkamp Fachleute einstellen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Meist beschäftigte er zwei oder drei Gesellen, die Privathäuser, Pensionen, Hotels oder Neubauten mit Möbeln aus der eigenen Werkstatt einrichteten. „In 28 Jahren Selbstständigkeit bildete ich 12 Tischlerlehrlinge aus. Darunter befand sich auch der heutige Langeooger Bürgermeister Uwe Garrels“, der mir natürlich auch persönlich zum Geburtstag gratulierte“, freut sich Johannes Westerkamp.
323-3Seit seine Frau vor 10 Jahren verstarb, lebt der Langeooger alleine in seinem Haus. Seine Zeit verbringt Johannes Westerkamp gerne im Garten mit dem Pflanzen und Pflegen seiner Blumen oder er steigt regelmäßig die Holztreppe zum Keller hinunter: Dort unten nämlich hat er noch eine kleine Werkstatt mit Drechselmaschine, auf der Kerzenständer, Teller und anderes mehr aus Edelholz entstehen. Zudem knotet Johannes Westerkamp „Affenfäuste“, um seine Fingerfertigkeit zu erhalten. Für Ablenkung sorgen zudem Freunde, die regelmäßig vorbeischauen sowie Bruder Dieter. Mit dem 87-Jährigen geht’s dann jeden Sonntag zum Essen in die „Kajüte am Hafen“. „Außerdem versorge ich meine grauen Gehirnzellen mit dem Lesen von Tatsachenabenteuern“, erzählt der Jubilar, der den Tischlerberuf immer wieder erlernen würde.

Backen mit Dinkel

Bäckerei Seekrug über die Vorzüge dieses Getreides

Wie sein Bruder Michael schwört auch Hubert Recktenwald auf Bio-Produkte. Der Langeooger, der im Mai sein 25-jähriges Meis­terjubiläum als Konditor begeht, probiert dazu immer wieder Neues oder verfeinert bestehende Rezepturen. So auch beim Dinkelbrötchen. „Obwohl dieses Brötchen gut angenommen wurde, fehlte mir irgendetwas daran“, so der Inhaber der Bäckerei Seekrug. Durch Lehrgänge und Fortbildungen, die der Fachmann bei „Dinkelpabst“ Horst Deffland belegte, hatte er alsbald die zündende Idee. Er mischte kurzerhand zusätzlich Lein­samen, Sonnenblumenkerne und Sesam hinzu, die dem Backwerk zusätzlichen Geschmack geben. „Man benötigt schon einiges an Fachwissen, weil Dinkel recht schwierig zu verarbeiten ist“, erläutert Hubert Reckenwald. Seit Jahren befasst er sich mit dieser Getreideart, die fast schon ausgestorben war.
212-1Im Zuge der landwirtschaftlichen Industrialisierung war der Dinkel zunehmend in Vergessenheit geraten. Mit Weizen lassen sich bis zu 40 Prozent höhere Erträge erzielen, was sich natürlich positiv auf den Profit auswirkt. Mindestens zwei Gründe sind hierfür verantwortlich: das Dinkelkorn ist von einer Schutzhülle, dem Spelz umgeben, die in einem Arbeitsschritt, dem Gerbgang, entfernt werden muss. Zudem spricht Weizen sehr gut auf Kunstdüngergaben an, während sich Dinkel davon nicht beinflussen lässt. Letzteres mauserte sich daher zu einem idealen Produkt der Bio-Landwirtschaft. Die beim Dinkel vorhandene und in einem separaten Arbeitsschritt zu entfernende Spelzhülle wird keineswegs als Nachteil gesehen. Sie schützt nämlich das Korn vor Schädlingen, Pilzen und allen möglichen Umwelteinflüssen und dürfte ein Hauptgrund für die Widerstandsfähigkeit dieses Getreides sein. Ein weiterer Vorteil ist, dass es allergikergeeignet ist. Detaillierte Informationen 212-2über diese Getreideart erfährt man unter www.zentrum-der-gesundheit.de/dinkel.
Wie eingangs erwähnt, verwenden das Panoramarestaurant Seekrug sowie die Bäckerei Seekrug möglichst viele Bioprodukte. „Unsere Brote und Brötchen sind allesamt Bio-Erzeugnisse, lediglich die Croissants fallen nicht darunter“, sagt Hubert Recktenwald. Seit diesem Jahr verwendet der Betrieb zudem aus­schließlich Zucker und Mehl aus Bioproduktion. „Ich würde gerne noch mehr Rohstoffe auf „Bio“ umstellen, allerdings sind sie nur schwer zu beziehen. Aber ich bleibe da am Ball“, verspricht Hubert Recktenwald.

„Geht nicht – gibt’s nicht“

Sonderanfertigungen und etliches mehr von der Tischlerei Schwede

202-1„Bei uns gehören Sonderanfertigungen quasi zum Alltag“, berichtet Tischlermeister Holger Schwede. Jede noch so kleine Nische in selbst bewohnten Räumen oder solchen, die von Feriengästen bezogen werden, wird optimal genutzt. Einbauschränke, Regalsysteme oder tolle Wohnlösungen – für die Handwerker der Tischlerei Schwede sind diese Dinge Normalität. „Meine Kunden verlangen funktionale Lösungen, die oftmals auch trendige Stilrichtungen beinhalten“, so Holger Schwede. Kaum hat der stellv. Obermeister der Tischlerinnung Kreis Wittmund den Satz ausgesprochen, klingelt sein Smartphone. Ein Kunde ist dran und möchte den vereinbarten Termin vorverlegen. Es geht um ein Aufmaß für Möbel, die gefertigt werden sollen.
202-2„Geht nicht – gibt’s nicht“ ist die Devise des Inseltischlers. Seit etlichen Jahren fertigt er mit seinen Mitarbeitern auch schicke Einbauküchen. Meist sind helle unifarbene Dekore gefragt, ein anderes Mal verlangen die Auftraggeber Holzfronten. Die Fülle an unterbreiteten Lösungen schließt auch die Wiederverwendung bisher genutzter Küchenelektrogeräte mit ein. Nicht zu vernachlässigen ist das Thema Licht, schließlich hilft eine blendfreie Beleuchtung den Arbeitsplatz optimal zu erhellen. Meist werden unter 202-3Hängeschränken montierte Lampen verlangt. Edel wirkt allerdings der Einsatz von halbtransparentem Plexiglas, hinter dem LED-Lampen für einen tollen Look sorgen und die Küche so in ein völlig neues Licht rücken.
Seit vielen Jahren empfiehlt sich die Tischlerei Schwede mit ihrem am Schniederdamm gelegenen Betrieb auch als Spezialist für Kunststofffenster. „Wir haben eine Reihe an Profilen im Sortiment, die je nach Einsatzzweck Verwendung finden“, sagt Holger Schwede und verweist darauf, dass auch in diesem Segment Sonderlösungen an der Tagesordnung sind.

Rückblick und Vorausschau

49. Jahreshauptversammlung der Langeooger Ortshandwerkerschaft

Ein wenig enttäuscht zeigte sich Hans-Jörg Numrich ob der Resonanz bei der 49. Jahreshauptversammlung der Langeooger Ortshandwerkerschaft. Lediglich 9 von 20 Mitgliedskollegen waren der Einladung des Ortshandwerksmeisters am Donnerstag, 8. März ins Hotel Strandeck gefolgt. Nach seiner Begrüßung verlas Hans-Jörg Numrich sogleich den Kassenbericht. An­schließend ließ er das vergangene Jahr Revue passieren. Mit dem Skatturnier für Jedermann wurde das noch junge Jahr 2017 eingeläutet. Nur wenig später nahm man Martina Runge als neues Mitglied in die Ortshandwerkschaft auf. Die Goldschmiedin hatte Anfang desselben Jahres die Räumlichkeiten der bisherigen Goldschmiede „Schmucklust“ bezogen und am 8. April dort ihre „Hofgoldschmiede am Meer“ eröffnet. Hans-Jörg Numrich, Stellvertreter Holger Schwede und zweiter Stellvertreter Helge Bents hatten der Neu-Langeoogerin zur Eröffnung gratuliert. Im Juni informierten Hans-Jörg Numrich und Rathaus Mitarbeiter Wilko Hinrichs in der Inselschule Kinder und Jugendliche über Praktika und Ausbildungsberufe in Inselgemeinde und Betrieben der Ortshandwerkerschaft. „Ziel ist es, Nachwuchs von der Insel zu gewinnen und der nachrückenden Generation die ansässigen Berufe näher zu bringen“, erklärte Numrich.
Als nächster Tagesordnungspunkt der Jahreshauptversammlung standen zwei Neuwahlen auf dem Programm. Holger Schwede wurde für weitere zwei Jahre einstimmig zum stellvertretenden Ortshandwerksmeister wiedergewählt. Das Amt des Kassenwartes übernimmt mit einstimmigem Votum ab sofort Daniel Lang-Redel. Mit dem Austritt von Fliesenleger- und Maurermeister Timothy Winston hat die Ortshandwerkerschaft leider einen Abgang zu verzeichnen.
Im weiteren Verlauf des Abends folgte ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch. „Hierbei wies der Vorsitzende der Ortshandwerkerschaft darauf hin, dass die Inselschiffahrt besser als bisher über Fahrplanänderungen informiert. Dadurch könnten Wartezeiten bei den Passagieren vermieden werden“. Hintergrund: Bedingt durch Eisgang oder Niedrigwasser konnten die „Arbeiterschiffe“ früh morgens nicht wie geplant ab Bensersiel gen Langeoog ablegen, so dass sich deren Abfahrtszeiten teils deutlich veränderten. Dem Informationsdefizit könnte die Langeoog-App entgegenwirken, die man ab sofort im App-Store downloaden kann.

Die Handwerkskammer für Ostfriesland informiert:

Die neue App „Handwerk“

Aktuelle Handwerksinformationen auf dem Smartphone
Mit der App holen Sie sich täglich aktuelle News und Tipps für Ihren Betrieb direkt auf Ihr Smartphone. Sie erhalten aktuelle und wichtige Informationen von handwerk.com und aus Ihrer Handwerkskammer – relevant, kurz, verständlich. So sind Sie stets auf dem aktuellen Stand hinsichtlich der Entwicklungen im Handwerk und in Ihrem Kammerbezirk.
Alle Inhalte sind optimal lesbar für alle mobilen Endgeräte aufbereitet. Die Anbindung zu Facebook, Twitter, WhatsApp und E-Mail macht jeden Inhalt schnell teilbar. Sollten Sie einmal offline sein – kein Problem. Unsere neue App hält Sie auch offline auf dem Laufenden.
Informieren Sie sich regelmäßig zu Themen wie Recht, Strategie, Steuern, Personal, Digitalisierung und IT, Marketing und Werbung sowie Finanzierung. Diese Inhalte liefern wir Ihnen in prägnanter, dosierter Form – als Texte, Bilder-Galerien oder Videos. Absolute Top-Nachrichten erhalten Sie via Push-Mitteilung. Sie profitieren von praxisnahem Wissen und konkreten Problemlösungen: Kurze Texte, Berichte aus der Praxis, Tipps & Tricks, Checklisten und Leitfäden. Unser Versprechen: Damit vereinfachen wir Ihnen die Führung Ihres Betriebes und unterstützen Sie, die Zukunft Ihres Betriebes zu sichern.
Sie erhalten die wichtigsten News von handwerk.com und von der Handwerkskammer für Ostfriesland direkt auf Ihr Smartphone. Die Inhalte sind für Sie offline verfügbar. Wir bieten Ihnen prägnante automatische Zusammenfassungen der Nachrichten. Wenn Sie mehr wissen wollen, gelangen Sie mit einem Klick zu den Volltexten.
Passend zum jeweiligen Inhalt, sind die Nachrichten als Texte, Bilder-Galerien und Videos aufbereitet, überdies können Sie eigene Themen über Suchworte einrichten. Über Push-Mitteilungen stellen wir sicher, dass Sie keine Top-Nachrichten verpassen. Zudem können Inhalte mittels Anbindung an Facebook, Twitter, WhatsApp und E-Mail geteilt werden.
Unter www.handwerk.com/app gelangt man zum Download-Link.

Sag es mit Blumen

Franka Mollenhauer bestand ihre Prüfung zur Floristin –
Blumenhaus Peters mit bis zu 250 Hochzeiten jährlich

Franka Mollenhauer ist glücklich: Ende Januar hat die 20-jährige Langeoogerin ihre Abschlussprüfung zur Floristin bestanden. Ausgebildet wurde sie von Floristmeisterin Sonja Peters, Inhaberin von Blumen Peters. „Endlich hat die Berufsschulzeit ein Ende“, flachst Franka Mollenhauer. Einmal wöchentlich musste sie an der BBS in Aurich die Schulbank drücken. Neben Deutsch und Mathe stand auf Floristik bezogener Fachunterricht wie Gestaltungslehre oder Pflanzenaufbau und -pflege auf dem Stundenplan. Schon am Vortag fuhr sie nach der Arbeit ans Festland, um keinen Unterrichtsstoff zu versäumen. Nach Schulschluss ging es zurück auf die Insel.
112-11Den Abschluss der dreijährigen Ausbildung bildete die praktische Prüfung. Drei Arbeitsproben musste Franka Mollenhauer vor Ort anfertigen: einen Blumenstrauß für den VIP-Bereich eines Hotels. Darin waren Elemente aus Metall oder Glas einzuarbeiten. Weiterhin wollten die Prüfer ein dekoratives Gesteck und eine Pflanzschale sehen. Für jede Arbeitsprobe standen 40 Minuten zur Verfügung. „Beim Strauß entschied ich mich für Eukalyptus, gefüllte Ranunkeln, weiße Calla, Pistazien, Lysianthus und einem Geäst aus Korkenzieherhaseln“, erzählt die frischgebackene Floristin. Bei der Pflanzschale kam Sansevieria zum Einsatz. Die Hauptprüfungsaufgabe stand jedoch noch bevor: Zwei Blumengirlanden, die für eine Hochzeit als Autoschmuck fürs Dach innerhalb von 90 Minuten angefertigt werden muss­ten. Zwei Wochen vor der Abschlussprüfung bekam Franka Mollenhauer ihre Prüfungsaufgaben mitgeteilt. Die verwendeten Blumen, Pflanzen und Gestaltungselemente mussten von ihr mitgebracht werden. 112-2Hierbei konnte sie auf die Unterstützung von vielen Freunden und Bekannten zurückgreifen, die alle tatkräftig halfen, sei es beim Anfertigen von Gestaltungselementen oder dem Transport zum Prüfungsort an der BBS. „Ich möchte mich hiermit bei allen bedanken, die mir geholfen oder einfach nur die Daumen gedrückt haben“, freut sich Franka Mollenhauer, die während der Saison noch beim Blumenhaus Peters beschäftigt sein wird, bevor die „große weite Welt“ ruft.
Das Blumenhaus Peters ist nicht nur bei Langeoogern gefragt, wenn es um Blumengrüße oder bunte Frühlingssträuße geht, die das eigene Heim verschönern. Auch Hochzeitspaare wissen um die gute Qualität der Brautsträuße oder Gestecke. „Für bis zu 250 Hochzeiten jährlich müssen wir den Blumenschmuck anfertigen. Oft sind es sogar zehn an einem einzigen Wochenende“, sagt Sonja Peters. Langeoog ist somit als Heiratsort bei Paaren, die sich das Ja-Wort geben wollen, weiterhin Spitze.

Gibt es Diamant-Meister

Els Sanders: 60 Jahre Kürschnermeister im Januar 2018

Wenn ein Ehepaar 60 Jahre zusammen ist, feiert es diamantene Hochzeit. Doch was ist mit einem Kürschner, der vor 60 Jahren seinen Meister machte – nennt er sich jetzt Diamant-Meister?
106-1Eine Frage, die sich Els Sanders stellen kann. Am 22. Januar 1958 legte der gewitzte Langeooger vor der Handwerkskammer Lüneburg-Stade die Meisterprüfung ab. Waschbärmantel und Nerzstola fertigte der damals 27-Jährige als Meisterstücke. ­Anders als heute waren Pelze damals absolut „en vogue“. ­Ursprünglich hatte Els Sanders in Aurich Putzmacher gelernt – eine Notlösung: „Lieber wäre ich ja zur See gefahren, aber das klappte damals nicht“, erinnert sich der gebürtige Esenser, der in Norden sogleich die Ausbildung zum Kürschner anschloss. Vor seiner Meisterprüfung arbeitete er einige Jahre als Geselle in Luxemburg.
Der frischgebackene Kürschnermeister leitete zunächst ein Pelzgeschäft in Leer, dann bereiste er acht Jahre lang als Einkäufer einer Amsterdamer Firma die Auktionen der Pelzbörsen von Frankfurt und London über Kopenhagen und Helsinki bis Leningrad (heute St. Petersburg). Die Zeit des Handels war der Winter. Im Sommer blieb Zeit zum Segeln. So machte Els die Seefahrt immerhin zum intensiven Hobby. 106-2Beim Segeln lernte er seine Frau Hilke kennen, eine Insulanerin. 1969 machte man sich auf Langeoog selbstständig. In seiner „Pelzboutique“, wie sie ursprünglich hieß, bot Sanders vorwiegend Lederwaren, Pelze und Damenkonfektion an. Mit dem Umbau des Hauses in den 70er-Jahren änderte sich das Sortiment: Die Pelze verschwanden, Hosen und maritime Kleidung von Elbsegler bis Fischerhemd bildeten einen neuen Schwerpunkt.
Nebenher gehörte Els Sanders dem Ensemble der Langeooger Inselbühne an. Aktiv war er auch im Shantychor, dem er zudem fünf Jahre im Vorstand vorstand; bis heute unterstützt er die – „reifen Sängerknaben“ als passives Mitglied. Fernsehruhm als Humorist erwarb das 106-3Insel-Original in der Sendung „Gaudimax“ mit seinen „wahren Geschichten von Willm Willms ut Willmsfeld“. Anschließend entflossen seiner Feder sieben Büchlein mit ulkigen Döntjes um seinen Helden Willm Willms.
2003 schloss Els mit 72 Jahren sein Geschäft und widmete sich dem Unruhestand. Gelegentlich führte er noch kleine Flickarbeiten an Segeln und Textilien aus. Seine Aufmerksamkeit aber galt und gilt, neben der Familie, weiterhin dem Shantychor und dem Segeln. Noch immer fährt er mit seiner Zeeschouw „Mien Problem“ aus, einem alten niederländischen Plattbodenschiff aus den 30er-Jahren. Geplant hat Els Sanders auch für 2018 einen Törn; voraussichtlich im Mai, nach seinem 87. Geburtstag. Fährt er allein? „Büst du mall?“, entgegnet er. Crew muss sein. Sie ist vom Feinsten – und von der Familie: An Bord dabei sind Sohn Hajo und Enkel Jelle. Gute Fahrt!

Neues aus der Ortshandwerkerschaft

Ortshandwerksmeister Hans-Jörg Numrich informiert
Am Donnerstag, den 8. März 2018 lädt Hans-Jörg Numrich die Mitglieder der Langeooger Ortshandwerkerschaft zur 49. Jahreshauptversammlung ein. Nach der Begrüßung um 18.30 Uhr im Panoramarestaurant „Seekrug“ lässt der Ortshandwerksmeis­wter das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 Revue passieren. Zudem wird Kassenwart Jan Donner über den aktuellen Stand der Finanzen berichten. „Neuwahlen finden dieses Mal nicht statt“, so Hans-Jörg Numrich, der um zahlreiches Erscheinen bittet. In Kürze werden den Mitgliedern der Ortshandwerkerschaft die Einladungen zugestellt.

Weihnachtspäckchen
Traditionell werden die Senioren der Langeooger Ortshandwerkerschaft sowie die Witwen von Ortshandwerksmeistern zu Weihnachten mit Aufmerksamkeiten bedacht. „Auch in diesem Jahr ist dieser schöne Brauch geplant“, sagt Hans-Jörg Numrich. Neben Stollen, Obst und Nüssen befindet sich auch ein Jahreskalender der Ortshandwerkerschaft LeerWittmund.

Skatturnier für Jedermann
Alle Jahre wieder treffen sich Skatfreunde zum Kartenspiel. Das Skatturnier für Jedermann findet bereits zum 15. Mal statt und wird in bewährter Form von Hans-Jörg Numrich organisiert. An drei Abenden werden die jeweiligen Sieger ermittelt, zum Schluss wird der Gesamtgewinner gekrönt. Wie in den Vorjahren gibt es wieder Preise zu gewinnen, die von dem zu entrichtenden Startgeld von 10,– Euro eingekauft werden. Die Spielrunden finden jeweils freitags ab 19.00 Uhr statt. Termine: 19. Januar (Restaurant „In’t Dörp“), 2. Februar (Restaurant „Alte Post“), 16. Februar („In’t Dörp“).