Archiv der Kategorie: Ortshandwerk

Das Handwerk im digitalen Zeitalter

Chancen von neuen Technologien erkennen und nutzen
Auf Baustellen, im Büro oder direkten Kundengespräch: Smartphones und Tablets gehören längst zum Arbeitsalltag im Handwerk. Kerstin Muggeridge, Beauftragte für Innovation und Technologie mit dem Schwerpunkt Digitalisierung bei der Handwerkskammer für Ostfriesland, gibt im Interview einen Einblick über den derzeitigen Stand des Handwerks 4.0.
Mittlerweile können Rechnungen und Aufträge über ein Dokumentenmanagementsystem digital erfasst und gespeichert werden. Wird dies auch schon im Handwerk genutzt?
Den Weg zum papierlosen Büro haben inzwischen viele Handwerksbetriebe beschritten. Branchensoftware und Dokumentenmanagementsysteme sorgen dafür, dass die Papierflut deutlich weniger wird. Viele Betriebe nutzen bereits eine mobile Zeiterfassung, die entweder separat genutzt wird oder im Idealfall mit der Branchensoftware verknüpft ist. Dadurch wird die Zettelwirtschaft reduziert und die Gefahr, dass etwas abhandenkommt, verringert.
Was sind dabei die Vorteile?
Die Berechnung der Löhne kann tagesaktuell und effizienter erfolgen. Das schafft Transparenz im Hinblick auf die geleistete Arbeitszeit sowie die daraus resultierenden Abschlagszahlungen für größere Projekte. Auch die Suche nach Informationen wird so erleichtert.
Welche Ausrüstung wird dafür benötigt?
Für die reine mobile Zeiterfassung reicht ein einfaches Smartphone. Wenn der Betrieb auch Auftragsdaten und Formulare nutzen möchte, ist ein Tablet von Vorteil. Auf dem Markt gibt es spezielle Baustellen-Tablets mit Schutzhüllen, die sich perfekt dafür eignen. Heißt, im Optimalfall stellt der Arbeitgeber seinen Angestellten diese zur Verfügung. Allein aus datenschutzrechtlichen Gründen sollten private Geräte vermieden werden.
Wie sollten sich die Betriebe für die Zukunft aufstellen? Welche technischen Entwicklungen wird es geben?
Die 3D-Planung und die damit verbundene Möglichkeit, ein Projekt mittels virtueller Realität (VR) vor der eigentlichen Umsetzung zu prüfen, ist derzeit stark im Kommen. Im Bereich der Bauplanung und vor allem im Sanitärsektor ist diese Technik erfolgreich im Einsatz. Sie erleichtert die Planung, da mögliche Probleme schon im Vorfeld erkannt werden können. Zudem wird die VR-Technologie immer günstiger, sodass es zukünftig auch für kleinere Handwerksbetriebe interessant wird, diesen Service anzubieten.
Im Bereich der Großbauvorhaben geht es sogar noch einen Schritt weiter. Hier befindet sich die Bauwerksdatenmodellierung (BIM) auf dem Vormarsch. Dabei wird die 3D-Planung um vier Dimensionen mit Informationen wie Kosten, Materialien und Terminplanung erweitert. So lassen sich komplexe Projekte kostengünstiger und nachhaltiger planen.
Wie können sich Unternehmen darauf vorbereiten?
Bei der Handwerkskammer finden stets Fortbildungen statt. Momentan bieten wir Online-Sprechtage und Webinare in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk an.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Erwähnenswert ist der Digitalbonus Niedersachsen, der sich an Klein- und Mittelständler richtet. Die Fördersumme liegt bei mindestens 2.500 Euro und maximal 10.000 Euro.
Für welche Anschaffungen kann der Bonus genutzt werden?
Gefördert werden Investitionen in Hard- und Software, sofern sie zur Digitalisierung der Arbeitsabläufe führen. Die Anschaffung von Tablets ist eine klassische Möglichkeit. Aber auch branchenspezifische Software und Erweiterungen sowie vieles, was in den Bereich der IT-Sicherheit fällt, kann bezuschusst werden. Die Handwerkskammer berät die Betriebe hier gerne.
Wer stellt den Antrag?
Der Betriebsinhaber stellt den Antrag selbstständig auf der Internetseite der NBank. Die Handwerkskammer kann lediglich Tipps geben, was es dabei zu beachten gilt.
Für kostenfreie Beratungen rund um das Thema Digitalisierung ist Kerstin Muggeridge unter 04941 1797-29 oder per E-Mail k.muggeridge@hwk-aurich.de erreichbar. -HWK-

Neue Meisterpflicht betrifft auch IHK-Betriebe

Handwerkskammer rät: Bestandsschutz im Blick behalten

In zwölf Berufen ist die Meisterpflicht mit Wirkung zum 14. Februar 2020 wieder eingeführt worden (siehe Infokasten). Darunter Fliesenleger, Raumausstatter, Parkettleger oder Schilder- und Lichtreklamehersteller. „Von der Rückvermeisterung sind neben Handwerkskammer-Mitgliedern auch Unternehmen betroffen, die ausschließlich der IHK angehören“, berichtet Hauptgeschäftsführer Jörg Frerichs. Also Firmen, die ihren Umsatzschwerpunkt im fachlich verbundenen Handel haben und daneben handwerkliche Leistungen erbringen. Wer beispielsweise einen Fliesenhandel betreibt und Fliesenverlegerarbeiten ausführt, war bisher in vielen Fällen nicht bei der Handwerkskammer im Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke eingetragen, weil der Handel die umsatzstärkere Tätigkeit darstellte. Gleiches gilt für Werbeagenturen, die Werbeschilder als Lichtreklame selbst herstellen. Generell sieht das neue Gesetz vor, dass auch weiterhin das entsprechende Handwerk nebenher ausgeübt werden kann und darf. Allerdings müssen die Firmen bis zum 14. Februar 2021 einen Antrag auf Eintragung in die Handwerksrolle stellen. Jörg Frerichs ruft Betroffene dazu auf, den Bestandsschutz im Blick zu behalten. „Innerhalb eines Jahres können sich Betriebe ohne Nachweis der handwerksrechtlichen Voraussetzungen wie den Titel des Meisters, Technikers oder Diplomingenieurs in unsere Handwerksrolle eintragen lassen. Der Aufwand ist noch gering.“ Betriebsinhaber müssen durch die Vorlage von Rechnungen oder Gewerbemeldungen nachweisen, dass sie in der Vergangenheit entsprechende Arbeiten ausgeführt haben. Die Handwerkskammer bietet kostenfreie Beratungsleistungen an. Ansprechpartner ist Reinhold Daniels, Leiter der Handwerksrolle. Er ist erreichbar unter (04941) 1797-53 oder per E-Mail r.daniels@hwk-aurich.de. Nähere Informationen gibt es auch unter www.hwk-aurich.de.

Neue Meisterpflicht Durch die am 14. Februar 2020 in Kraft getretene Geset-zes­änderung sind folgende Berufe ab diesem Jahr wieder meisterpflichtig:

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
Betonstein- und Terrazzo-Hersteller
Estrichleger
Behälter- und Apparatebauer
Parkettleger
Rollladen- und Sonnenschutztechniker
Drechsler und Holzspielzeugmacher
Böttcher
Glasveredler
Schilder- und Lichtreklamehersteller
Raumausstatter
Orgel- und Harmoniumbauer

 

Bund schnürt Maßnahmenpaket

Finanzielle Unterstützung für Firmen und Betriebe
Die Bundesregierung tritt entschlossen und mit aller Kraft den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus entgegen. Ein weitreichendes Maßnahmenbündel soll Arbeitsplätze sichern und Unternehmen unterstützen. Firmen und Betriebe werden mit ausreichend Liquidität ausgestattet, damit sie gut durch die Krise kommen. „Wir haben die finanzielle Kraft, die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie zu bewältigen“, betont Bundesfinanz-    minister Olaf Scholz.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.
Darüber hinaus gelten folgende weitere Maßnahmen:
Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Fragen dazu beantwortet die zuständige Agentur für Arbeit.
Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck wird die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Beratend zur Seite stehen Finanzämter oder Steuerberater.
Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite. In diesem Falle ist die jeweilige Hausbank erster Ansprechpartner.
Das Land Niedersachsen wird zusätzlich Förderprogramme sowie Zuschüsse auf den Weg bringen. Bei der NBank wird daher gegenwärtig ein Kredit-Programm für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe vorbereitet. Die Hilfen sollen über die landeseigene Förderbank NBank abgewickelt werden, wie das Wirtschaftsministerium am 12. März in Hannover mit-teilte.
„Der Wirtschaft muss schnell und unkompliziert geholfen       werden“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann. Er begrüßte die am selben Tag von der Bundesregierung zugesagten unbegrenzten Kreditprogramme zur Unterstützung von Unternehmen während der Coronakrise (siehe www.kfw.de). -ut-
Hotlines für Unternehmen:
Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus (Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen, etc.):
Telefon: 0 30 / 3 46 46 51 00
Montag bis Donnerstag (8 bis 18 Uhr), Freitag (8 bis 16 Uhr);
Bürgertelefon des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes
Telefonnummer: 05 11 / 4 50 55 55
Montag bis Donnerstag (8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr),
Freitag (8 bis 12 Uhr).
Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:
Telefon: 0 30 / 1 86 15 15 15
Montag bis  Freitag (9 bis 17 Uhr);
Hotline zu Fördermaßnahmen:
Förderhotline: 0 30 / 1 86 15 80 00
Montag bis Donnerstag (9 Uhr bis 16 Uhr);
Beantragung von Kurzarbeitergeld:
Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur.
Unternehmerhotline der Bundesagentur:
Telefon: 08 00 / 4 55 55 20
Hotline für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen:
BAFA-Hotline: 0 6196 / 9 08 14 44
E-Mail: schutzausruestung@bafa.bund.de
Infotelefon des Bundeswirtschaftsministeriums zum Coronavirus (nur wirtschaftsbezogene Fragen):
Telefon: 0 30 / 18 61 50

Skatfreunde erkunden Danzig

Langeooger Trio besucht Polens Hansestadt
„Das war eine runde Sache.“ Zufrieden blickt Hans-Jörg „Atze“ Numrich auf die jüngste Städtetour der Langeooger Skatfreunde. Waren schon europäische Städte wie Riga, die Römerstadt Trier, Amsterdam, Berlin, Brüssel, Budapest oder Luxemburg Ziele der reisefreudigen Skatspieler, führte die diesjährige Tour „Atze“ Numrich, Dieter Schmidt und Heinz Schwede nach Danzig. Die Stadt in Polen gehört wie Bremen oder Hamburg seit 1361 dem mittelalterlichen Bund der Hanse an.
Los ging es am 4. März zunächst nach Bremen, wo die kleine Reisegruppe in den Flieger der Airline „Wizz Air“ stieg, der sie in  nur eineinhalb Stunden in die „goldene Stadt an der polnischen Ostsee“ flog. Domizil für fünf Tage war das Aparthotel „Neptun“ mitten in der bunten Altstadt von Danzig. Von dort aus konnten die Sehenswürdigkeiten und prächtige Architektur von Gdansk, wie die Stadt im Polnischen heißt, bequem zu Fuß erkundet werden. Dazu zählten das Krantor als historisches Wahrzeichen der Stadt am Ufer der Mottlau ebenso wie die mittelalterliche Marienkirche als eine der größten Backsteinkathedralen der Welt und der Neptunbrunnen in Danzigs Prachtstraße.
Aber auch gute Restaurants und Cafés wurden nicht außer Acht gelassen, in denen die drei Langeooger in fröhlicher Runde gerne ihrem Kartenspiel frönten. Selbstverständlich durfte auch das imposante Danziger Hafenviertel mit seinen Werften, riesigen Passagierfähren und Umschlagplätzen von Kohle und anderen Gütern bei der Erkundung nicht fehlen. Mit einer alten Kogge ging es rauf bis zur Ostsee. Das Trio war sich einig: Danzig ist eine Reise wert.   -reh-

Günter Suttner gewinnt Preisskat

Skatturnier für Jedermann wieder erfolgreich
Der Preisskat für jedermann, veranstaltet von der Ortshandwerkerschaft, hat seit mehr als zwei Jahrzehnten Tradition auf Langeoog. Gesamtsieger des dreitägigen Turniers wurde Günter Suttner, der damit am letzten Abend einen gut gefüllten Präsentkorb mit nach Hause nehmen konnte. Auf Platz zwei behauptete sich Bernhard Mennen vor Dieter Schmidt.
Wie in den Vorjahren organisierte Hans-Jörg „Atze“ Numrich das kleine, aber feine Turnier, das an drei Winterabenden jeweils freitags in verschiedenen Lokalitäten auf der Insel stattfand. Wie der Name schon sagt, kann jedermann und      -frau teilnehmen, der oder die Spaß am gepflegten Reizen und Stechen in angenehmer Atmosphäre hat.
Erstes Treffen fand am Freitag, 7. Februar im Restaurant „Alte Post“ statt. Dort fanden sich 13 Skatfreunde ein, unter ihnen auch zwei Frauen, alle in der Erwartung, ein gutes Blatt in der Hand halten zu können. Sieger wurde Günter Suttner. Am 14. Februar setzte sich Heinz Pree gegen 15 Mitspieler im Restaurant „In’ t Dörp“ durch. Die letzte Runde wurde schließlich am 21. Februar im Hansa-Café ausgetragen, wo Dieter Schmidt von 16 Teilnehmern den bes­ten Skat spielte. Sämtliche Gewinner konnten sich an den drei Abenden über wertvolle Sachpreise freuen. Bei allem Ehrgeiz im Spiel standen jedoch Spaß und Geselligkeit im Vordergrund. Alles in allem war „Atze“ Numrich mit der Resonanz sehr zufrieden.   -reh-

Standort Ostfriesland stärken

Wittmunder Landrat Heymann zu Gast im Handwerk
Für den engen Schulterschluss traf sich Holger Heymann, Landrat des Landkreises Wittmund, mit der Führungsspitze der Handwerkskammer für Ostfriesland. Neben der Fachkräftesicherung und der Qualität der dualen Ausbildung wurden wirtschaftliche Aspekte angesprochen. Präsident Albert Lienemann und Hauptgeschäftsführer Jörg Frerichs verwiesen auf die rund 770 in der Handwerksrolle eingetragenen Betriebe, die etwa 5.000 Mitarbeiter beschäftigen. Sie alle tragen zum wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand im Harlingerland bei. Die Region zwischen Carolinensiel, Friedeburg und Westerholt ist durch Tourismus, Landwirtschaft, als Bundeswehrstandort und einige große Firmen wie Rehau und den Kavernenanlagen in Etzel geprägt. Aber auch kleine und mittelständische Unternehmen, allen voran das Handwerk, nehmen eine wichtige Wirtschaftsrolle ein, waren sich die Gesprächspartner einig.
Die meist familiengeführten Betriebe sicherten Arbeitsplätze in jeder globalen Krise, erklärte Lienemann. So zählt das Handwerk mit rund 130 Ausbildungsbetrieben und derzeit um die 240 Lehrlinge im Landkreis als größter Ausbilder. „Damit nimmt der Wirtschaftszweig eine breite gesellschaftliche Verantwortung wahr, in dem es auch über den eigenen Bedarf ausbildet“, so der Präsident weiter. Die Betriebe seien unverzichtbar für Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Ideen und Innovationen, Qualität und Know-how sowie Tradition und Fortschritt.
Landrat Heymann sprach die enge Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsförderkreis Harlingerland an, durch die die Verwaltung engen Kontakt zu den Unternehmen pflegt. „Uns ist es wichtig, die Betriebe zu unterstützen, wenn es um zügige Genehmigungen oder einer funktionierenden Infrastruktur geht“, sagte er. Dabei verwies der Landrat auf die derzeitigen strukturellen Veränderungen in Ostfriesland. Der Wegfall von Arbeitsplätzen in den größten Industrieunternehmen Volkswagenwerk Emden und dem Windkraftanlagenhersteller Enercon in Aurich hinterließen auch im Landkreis Wittmund Spuren, so Heymann. „Ich hätte mir gewünscht, dass sich Deutschland zur Energiewende bekennt. Die Entwicklung in der Windkraftbranche ist sehr bedauerlich“, kommentierte er die Lage.
Vor diesem Hintergrund warb der Landrat für die Bewerbung beim Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ und stieß auf offene Türen. Die Handwerkskammer hatte bereits ihre Unterstützung zugesagt. Das Bundesbildungsministerium will damit Regionen bei der Entwicklung von Strukturwandel-Konzepten finanziell fördern. In den Vorhaben haben sich die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund, die Stadt Emden, die Hochschule Emden/Leer sowie die hiesigen Kammern zu Bündnispartnern zusammengeschlossen. Gemeinsam soll der Stand-ort als Drehscheibe für die Energiewende, aber auch in Sachen Mobilitätswirtschaft, maritimer Wirtschaft und Logistik vorangebracht werden. „Letztendlich ist jeder Euro, der bei uns ankommt, wertvoll“, resümierte Heymann. -ut-

Kompetenz in dritter Generation

Meisterbetrieb Jan Donner mit 
optimalen Lösungen für Sanitär und Heizung

Seit der Gründung des Betriebes durch Enno Donner 1926 und Weiterführung durch Sohn Theo Donner 1963 hat der Sanitär- und Heizungsbau-Meisterbetrieb auf Langeoog viel erreicht. Der Beweis hierfür sind unzählige zufriedene Kunden. Nach über 90 Jahren, und seit 2002 mit Jan Donner in der dritten Generation, hat sich das Familienunternehmen bis heute stetig weiterentwickelt. Zukunftsorientiert werden Handwerksleis-tungen zu fairen Preisen geboten. Kundenbedürfnisse haben oberste Priorität. Kompetenz, Zuverlässigkeit und Termintreue werden täglich gelebt und sind maßgeblich für den unternehmerischen Erfolg verantwortlich.

Verstärkung gesucht 

Firmenchef Jan Donner beschäftigt aktuell vier Gesellen. Aufgrund der sehr guten Auftragslage werden Auszubildende und neue Mitarbeiter händeringend gesucht. Interessierte können sich telefonisch unter 04972 / 218 oder E-Mail: donner@langeooger.com direkt an die Unternehmensführung wenden.

Breites Leistungsspektrum

Schwerpunktmäßig leistet der Handwerksbetrieb Sanierungs-arbeiten, repariert oder erneuert Heizkessel sämtlicher Fabrikate und übernimmt deren Wartung und Betreuung. Mit professionellem Gerät schnell vor Ort ist das Donner-Team  auch, wenn beispielsweise Abwasserrohre verstopft sind. Ebenso werden Kernbohrungen in Beton und Mauerwerk durchgeführt. Werden Bäder neu konzipiert und installiert, berät der Firmenchef umfassend und individuell. Auf Wunsch besucht Jan Donner gemeinsam mit seinen Kunden auch Badausstellungen in der Region. „Auf diese Weise bekommt der Kunde einen Gesamteindruck vom fertigen Bad.“

„EWE Wärme+“ 

Als Vertragspartner der EWE installiert der Betrieb „Wärme+“-Anlagen. Auf diese Weise erhält der Kunde ohne hohe Anschaffungskosten eine neue Heizungs-anlage. Die EWE sorgt als Eigentümer des neuen Erdgas-Heizgeräts langfristig für die regelmäßigen Wartungen, etwaige Reparaturen und Schornsteinfegerleistungen. „Der Kunde zahlt lediglich pro Monat einen Obolus für das Gerät sowie den jeweiligen Verbrauch“, sagt    Jan Donner. Ein Plus: Mit moderner Brennwerttechnik können ganz nebenbei auch noch bis zu 30 Prozent Heizkosten eingespart werden. Gemeinsam mit Handwerksmeister Jan Donner wählt der Kunde eine Anlage aus, die genau seinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht.

Notdienst 

Auch an Wochenenden und Feiertagen lässt Jan Donner seine Kunden nicht „im Regen oder in der Kälte stehen“. Rund um die Uhr erreichbar ist das Unternehmen unter Festnetz 218 oder mobil 0 171 331 3288. -reh-

Vom Digitalbonus profitieren

Niedersachsen öffnet Fördertopf für Handwerk und Co.

Mit der neuen Förderrichtlinie, die Teil des „Masterplans Digitalisierung“ der Landesregierung ist, erwartet das Handwerk den Start des „Digitalbonus Niedersachsen“. Insgesamt 15 Millionen Euro werden für kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellt. Zuwendungsfähig sind Ausgaben zur Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen sowie zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Mit dem Bonus wird ein einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 50 Prozent bei kleinen Unternehmen und bis zu 30 Prozent bei mittleren Unternehmen gewährt. Dabei werden Vorhaben ab einem Kaufpreis von 5000 Euro brutto mit einer Fördersumme von 2.500 Euro bis 10.000 Euro unterstützt. Kerstin Muggeridge, Beauftragte für Innovation und Technologie der Handwerkskammer für Ostfriesland, empfiehlt, sich bereits jetzt schon ein Benutzerkonto bei der NBank zur schnellen Antragsstellung anzulegen. Im Vorfeld könnten Strategien zu Inves­titionen und schriftliche Angebote für geplante Anschaffungen gesammelt werden. Allerdings dürfen die Ausgaben erst nach Erhalt eines Zuwendungsbescheides innerhalb von zwölf Monaten getätigt werden. Es sind nur die innerhalb des Bewilligungszeitraums anfallenden Ausgaben zuwendungsfähig. Die Antragstellung erfolgt elektronisch über das Kundenportal der NBank unter www.nbank.de. Kerstin Muggeridge bietet Mitgliedsbetrieben kostenfreie Beratungsleistungen nach Terminvereinbarung unter 04941/1797-29 oder per E-Mail k.muggeridge@hwk-aurich.de an.

Ausbildung steht hoch im Kurs

823 Jugendliche starten Berufsausbildung im Handwerk

In Ostfriesland haben Anfang August 823 Lehrlinge eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer für Ostfriesland verzeichnete damit 25 Ausbildungsverträge mehr als im Jahr zuvor. Weitere Verträge werden in den nächsten Wochen erwartet. Insgesamt gibt es in den rund 1.130 Lehrbetrieben mehr als 2.830 Auszubildende im ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausbildungsjahr. Besonders beliebt bei jungen Männern sind in diesem Jahr die Berufe Kfz-Mechatroniker (139 Lehrstellen), Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (80), Maurer (72), Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (66), Maler und Lackierer (59) sowie Tischler (42). Viele junge Frauen lassen sich zur Kauffrau für Büromanagement (40), Friseurin (26), Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk (32) oder Augen- optikerin (18) ausbilden. Mit einem Plus von drei Prozent liegt die Zahl der neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge leicht über dem Niveau des Vorjahres. „Trotz der hohen Ausbildungsbereitschaft unserer Betriebe wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden“, erklärt Hauptgeschäftsführer Jörg Frerichs. Als Gründe hierfür nannte er die demografische Entwicklung sowie die ungebrochene Studierneigung junger Leute. „Dabei bietet das Handwerk ein facettenreiches Ausbildungsspektrum und attraktive Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Um Arbeitsplätze müssen sich Handwerker keine Gedanken machen. Sie werden händeringend gesucht“, so Frerichs weiter. Eine Alternative zur Ausbildung könnte auch ein Langzeitpraktikum, die sogenannte Einstiegs-qualifizierung, sein. Jugendliche lernen darin einen Ausbildungsberuf über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten kennen. Ansprechpartner ist die Agentur für Arbeit unter Telefon 0800 4 555500.

„Zukunft kommt von Können“

Leistungswettbewerb für Junghandwerker

Wer als Junghandwerkerin oder Junghandwerker seine Lehre erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich zum Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks anmelden. Ermittelt werden die Besten ihres Ausbildungsberufes. Dieser Wettbewerb findet jedes Jahr nach den Berufsabschlussprüfungen statt. Wer zum Zeitpunkt der Prüfung nicht älter als 27 Jahre ist, kann am Wettbewerb teilnehmen. Voraussetzung ist eine gute Prüfungsleistung.
Die Wettbewerbsarbeit besteht aus dem Gesellenstück (Prüfungsstück) und Arbeits-proben. Siegerinnen und Sieger nehmen an der Ausscheidung der nächst höheren Stufe teil. Jahrgangsbeste können sich über die Entscheidung auf Ebene des Handwerkskammerbezirkes und des Landes bis zum Wettbewerb auf Bundes­ebene qualifizieren. In einigen Berufen ist jedoch vor einem Bewertungsausschuss auf der folgenden Ebene eine neue Arbeits­probe abzulegen.

Die Chance nutzen

Die „jungen Profis“ starten in der Regel im Wettbewerb auf Innungsebene und qualifizieren sich dann als Innungssieger/in für den Wettbewerb der Handwerkskammer. Alle Kammersieger/innen nehmen anschließend am Landeswettbewerb teil. Als Landessieger/in hat der Junghandwerker schließlich die Chance auf den Bundessieg. In ausgewählten Gewerken geht es sogar noch weiter. Hier haben Bundessieger/innen die Chance, Europameis- ter/in zu werden. Die Anmeldung erfolgt über die jeweilige Innung oder zuständige Handwerkskammer. Weitere Informationen unter www.der-berufswettbewerb.de.

Die Gute Form im Handwerk

Parallel gibt es den Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form im Handwerk“. Damit sollen Ästhetik und Kreativität in der Ausbildung stärker akzentuiert und zudem eine breitere Öffentlichkeit auf die Bedeutung individueller Formgebung und Gestaltung im Handwerk aufmerksam gemacht werden.
Wer sich in den Wettbewerben platzieren konnte, kann sich um eine Begabtenförderung bewerben.

„Wir fördern Sieger“

Wer jünger als 25 Jahre alt ist, beim Leistungswettbewerb einen überregionalen Sieg errungen oder seine Abschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten bestanden hat, kann sich bei seiner Handwerkskammer für ein Weiterbildungsstipendium der „Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB)“ bewerben. Für die Dauer von drei Jahren können Zuschüsse bis insgesamt 7200 Euro für berufsbegleitende Weiterbildung gezahlt werden. Weitere Infos unter www.begabtenfoerderung.de. -ut-