Archiv der Kategorie: DEHOGA

Die Einkehr genießen

„Ostfriesische Teestube“ am Hafen lädt zum Wohlfühl-Aufenthalt ein

„Mit dem Verlauf der Saison sind wir sehr zufrieden“, freut sich Frank Oltmanns. Seit Mai dieses Jahres führt der gebürtige Leeraner zusammen mit seiner Frau Claudia die „Ostfriesische Teestube“ am Hafen. 638-1Wie der Name verrät, werden hier überwiegend Tees serviert. Neben dem Klassiker „Ostfriesentee“ bietet die Karte mehr als 20 weitere Teesorten. „Achtzehn davon sind Bio-Tees wie Apfel-Holunder-Blüte oder Rosen-Marille“, verrät der 44-Jährige. Selbstverständlich stehen auch diverse Kaffeespezialitäten zur Auswahl. Lieferant ist die Kaffeerösterei von Andreas Baum aus Leer. Zudem bezieht die „Ostfriesische Teestube“ ihre Bio-Tees und die Kaffeebohnen von der bekannten Wiener Manufaktur Julius Meinl, die 1862 gegründet wurde. „Von ihr ist auch die Kaffeemühle, mit der wir den Premium-Kaffee ,1862’ mahlen“, erläutert der Gastronom.
638-2Frank Oltmanns entstammt einer ostfriesischen Konditorenfamilie und ist quasi in der Backstube der Familienbäckerei mit Café aufgewachsen. Schon Urgroßvater Klaas Wirt­jes aus Ihrenerfeld (Westoverledingen) war Konditor und hat das Handwerk weitergegeben. Bevor Frank und Claudia Oltmanns die „Ostfriesische Teestube“ von Irmi und Helmuth Wilken pachteten, führten sie in Leer ihr „L-café“, das derzeit von Frank Oltmanns’ Vater betreut wird. „Wir suchten eine neue Herausforderung und kannten die „Ostfriesische Teestube“ am Hafen bereits von vielen Inselaufenthalten“, so der neue Inhaber. Selbstverständlich werden in dem reetgedeckten weißen Haus auch Kuchen und Torten angeboten – allesamt aus eigener Herstellung. Entsprechend der Saison zählt dazu die Stachelbeer-Baiser-Torte mit einem ohne Mehl gebackenen Mandelboden. Claudia Oltmanns empfiehlt zudem den saftigen Zwetschgen-Kuchen, die Orangen-Torte und den Mirabellen-Kuchen mit gelben und dunklen Mirabellen aus eigenem Garten. Weiterhin gibt es natürlich den Klassiker: Waffeln mit Puderzucker und heißen Kirschen. Zudem kann man sich die köstliche Bratapfel-Torte mit Marzipan und Rosinen sowie eine Kirsch-Rotwein-Mascarpone munden lassen. Für die Kuchen und Torten verwenden Claudia und Frank Oltmanns Bio-Mehl und -Dinkel. Herzhafte hausgemachte Suppen und Eintöpfe runden das Angebot des Hauses ab. Dazu kann man sich verschiedene Bio-Biere von „Störtebeker“ sowie Bio-Schorlen von „Fritz-Kola“ schmecken lassen.
Die „Ostfriesische Teestube“ ist täglich, außer mittwochs, von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

„Ich liebe es, auf Langeoog zu sein“

Ramona Hein übernahm die Leitung des Retro Design Hotels

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, lautet die Devise von Ramona Hein. Seit dem 1. Mai befindet sie sich auf Langeoog – etliche hundert Kilometer von ihrer Heimat entfernt. „Aufgewachsen in Bad Tölz zog ich mit 16 Jahren von zuhause aus, um in München eine Ausbildung zur Hotelfachfrau zu absolvieren“, erzählt sie. Dass die 20-Jährige aus Oberbayern stammt, merkt man nicht sofort. Erst wenn Ramona Hein in Fahrt kommt, hört man einen leichten Akzent heraus. Ihren Beruf erlernte die junge Frau in den Häusern „Westin Grand“ und „Sheraton Arabella Park“ im Stadtteil Bogenhausen. Beide Häuser gehören zur Marke Starwood Hotels und Resorts Worldwide. Nach erfolgreicher Prüfung blieb sie noch ein knappes Jahr im Fünf-Sterne-Standard-Hotel „Westin Grand“ als Guest Service Agent Tournant. 406-1„Darunter versteht man die Arbeit an der Rezeption und in der Telefonzentrale mit den vielfältigsten Aufgabenbereichen“, erläutert Ramona Hein. Irgendwann aber stellte sie eine Bewerbung im „Hotel Career“ ins Internet, weil „die Zeit reif und passend“ ­erschien. Es dauerte nicht lange, und die Hotelfachfrau erhielt erste Anfragen, darunter auch vom Retro Design Hotel Langeoog, einem Haus der Kolb-Gruppe. „Ich führte drei interessante Gespräche mit Steffi Langenhahn, der Assistentin der Geschäftsleitung“, erinnert sich Ramona Hein. Nun befindet sie sich auf Langeoog, einer Insel, die sie bis dato überhaupt nicht kannte. „Auch war ich nie zuvor in Ostfriesland. Ich sprang einfach ins kalte Wasser und es hat sich gelohnt. Ich liebe es, hier zu sein. Auch wenn mir die Großstadt manchmal fehlt“.
406-2Im Retro Design Hotel fungiert Ramona Hein als Hotelleitung. Sie begrüßt die Gäste an der Rezeption, überwacht das Housekeeping und stellt somit sicher, dass die Zimmer und Suiten in Ordnung sind oder hilft bei der Zubereitung des Frühstücks. „Ich habe einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf“, erzählt die Hotelfachfrau, die fließend Englisch und Französisch spricht. Obwohl sie sich auf Langeoog sehr wohlfühlt – zwei Dinge vermisst Ramona Hein doch: ihre Familie und ab und zu ein Helles Augustiner.
Dass Ramona Hein mit 20 Jahren bereits die Hotelleitung innehat, liegt an der Ausrichtung des „Retro’s“. Das Retro Design Hotel ist anders: Knallig und stilvoll lebt dort der Look der 1970er Jahre wieder auf, kombiniert mit dem Luxus von heute. Das Publikum ist überwiegend jung oder jung geblieben. Das Hotel garni bietet 21 Einzel- und Doppelzimmer, Suiten und Familienkombinationen. Möbel in Cebrano-Holz, weißem Schleiflack und den Farben Pink, Grün und Braun bieten dem Auge spannende Entdeckungen. Dabei ist die Einrichtung stilsicher arrangiert und bietet ein Wohlfühl-Ambiente der besonderen Art. Zudem wartet der Innenhof mit chilligen Sofas und Sesseln auf. Zum Strand sind es fußläufige 10 Minuten, genauso weit ist es auch zum Hotel Kolb Lifestyle mit seinen Wellnessangeboten. Gegenüber dem „Lifestyle“ befindet sich zudem das Hotel Kolb classic mit seinem Restaurant „Schiffchen“. An der ChillOutBar im Retro Design Hotel kann man übrigens den Tag entspannt ausklingen lassen. So cool und stylish kann Urlaub auf Langeoog sein.

Manzanilla „Entusiastico“

Sherry-Botschafter Michael Recktenwald präsentiert neue Sherrys und Jahrgangsweine

Nicht nur als Küchenchef genießt Michael Recktenwald einen guten Namen. Zusammen mit seinem Bruder, dem Konditor­meis­ter Hubert Recktenwald, führt er das Panoramarestaurant „Seekrug“ an der Höhenpromenade. Die Geschwister probieren ständig Neues aus und haben sich mit Herzblut dem Thema „Bio“ verschrieben. Sowohl bei den Gerichten, die einen starken Bezug auf Regionalität legen, als auch den speisebegleitenden Getränken. Vor etlichen Jahren entdeckte Michael Recktenwald zudem Sherrys für sich. „Während dieser Zeit lernte ich einen der profundesten Sherrykenner Deutschlands – Dr. Peter Hilgard – kennen“, so der Gastronom. Durch ihn und dessen Frau Isabel del Olmo-Hilgard, Inhaber der Offenbacher Weinhandlung „La Vineria“, tauchte der Langeooger tiefer in die Materie ein. So tief, dass er sich in der Folgezeit profilierte und im Juli 2006 von einem Fachgremium zu Deutschlands erstem Sherry-Botschafter gekürt wurde.
419-1Etliche Fahrten in die spanischen Sherrygebiete Jerez de la Frontera, El puerto de Santa Maria und Sanlucar sowie Besuche in den dort ansässigen Bodegas folgten. „Durch ihre besondere Herstellung und ihr praktisch einzigartiges Ausbauverfahren in der Solera sind Sherrys unverwechselbare Produkte, die es in ihrer Art kein zweites Mal auf der Welt gibt. Ihre Noten reichen von knochentrocken bis extrem süß“, weiß Recktenwald. Enttäuscht darüber, dass die Produkte seiner Lieblingsbodegas nur schwer oder gar nicht zu bekommen waren, begann der Sherry-Kenner sie selbst zu importieren. Dabei stieß er auf den Manzanilla „Entusiastico“, den weltweit ersten Bio-Sherry. Seit jeher reift Sherry in einem speziellen Fass-System. Für die Bio-Variante musste eigens eine neue Anlage gebaut werden, damit die aus ökologischem Anbau stammenden Trauben nicht mit den Rückständen derer aus „normalem“ Anbau in Kontakt kommen konnten. Die erste Abfüllung des „Entusiastico“ ist sehr limitiert und nur dank seiner Freundschaft zum Exportdirektor der produzierenden Bodega Delgado-Zuleta kann Michael Recktenwald einige Flaschen davon anbieten. 419-2In seinem Internet-Shop „sherryshop.eu“ sind darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Sherrys erhältlich. Darunter befinden sich auch sehr alte Jahrgangs-Montillas. „Genau genommen sind das keine Sherrys, da sich das Anbaugebiet Montilla außerhalb der Sherryregion befindet“, erläutert Michael Recktenwald. Erst seit den 1930er Jahren werden diese Produkte nicht mehr als Sherrys sondern als Weine der D.O. (Denominación de Origen) Montilla-Moriles vermarktet. Einige der als Anadas bezeichneten Jahrgangsweine, darunter die außerordentlich guten aus den Jahren 1929 bis 1985, kann man im Shop oder Restaurant „Seekrug“ erwerben.
Im „Seekrug“ veranstaltet Michael Recktenwald regelmäßig und darüber hinaus auf Anfrage interessante Sherry-Abende und Schulungen. Dort erfahren die Teilnehmer unter anderem, dass es sich beim Sherry um einen spanischen verstärkten Weißwein aus Andalusien handelt, der einem speziellen Reifeprozess unterzogen wurde. Auch wird erläutert, dass der Begriff vom maurischen Namen Sherish für den heutigen Ort Jerez de la Frontera herrührt und im 18. und 19. Jahrhundert durch englische Handelshäuser weltweit bekannt gemacht wurde.

„Una sorpresa per Giorgina“

Giorgina Botteon seit 20 Jahren in der Pizzeria „Luciano“

„Una sorpresa per Giorgina“ bedeutet aus dem Italienischen übersetzt „Eine Überraschung für Giorgina“. Die gebürtige Italienerin Giorgina Botteon wurde am 1. Mai von Ines Mühlinghaus und dem gesamten Team der „Pizzeria Luciano“ überrascht. „Anlass war das 20-jährige Betriebsjubiläum von Giorgia“, erzählt Gastronomin Ines Mühlinghaus. Giorgina Botteon, von allen nur Giorgia genannt, ist in den 20 Jahren so etwas wie die „gute Seele“ des Restaurants geworden. 302-1Die heute 67-Jährige kam 1969 nach Langeoog und arbeitete bis 1995 im Eiscafé „Venezia“. Zu dieser Zeit entstand gerade der sogenannte „Hoepp-Bau“ mit mehreren Ladenlokalen in der Barkhausenstraße. Eines davon war der „Bierzapfen bei Luciano – Pizzeria-Restaurant“, welches bereits an selber Stelle existierte und nun in den Neubau umzog. „Am 1. Mai 1996 hatten wir unsere Wiedereröffnung“, erinnert sich Ines Mühlinghaus an diese arbeitsintensive Zeit. Mit dabei war Giorgina, die eigentlich nur kurzfristig aushelfen wollte und schließlich ganz blieb. „Angefangen habe ich als Küchenhilfe“, erzählt die Italienerin, die lange Jahre auch im Service wirkte. Vor zwölf Jahren kehrte sie schließlich wieder in die Küche zurück und wurde alsbald zur Küchenchefin befördert. „Da Giorgia sehr bescheiden ist, musste ich sie fast schon überreden“, berichtet Ines Mühlinghaus. Bei den Kollegen ist ­Giorgina Botteon als sehr genau und äußerst gewissenhaft geachtet und versteht es, ihr Küchenteam zu führen. „Wir haben viel Freude bei der Arbeit und sind hervorragend aufeinander eingespielt“, lächelt sie.
302-2Das Jubiläum wurde natürlich mit allen Mitarbeitern im „Luciano“ gefeiert. Giorgina Botteon war völlig ahnungslos, als sie vom Team beglückwünscht wurde. Zudem schenkte Ines Mühlinghaus ihrer langjährigen Mitarbeiterin einen fünftägigen Aufenthalt für zwei Personen im Steigenberger Hotel Bremen. Vom 5. bis 9. Juni wird Giorgina Botteon zusammen mit ihrem Gino die Annehmlichkeiten des 4-Sterne-Hotels genießen. Zudem steht ein Besuch bei Schwester Sandra und Schwager Roberto auf dem Programm. „Ich werde einfach ein bisschen Kraft tanken, bevor die Hauptsaison losgeht“, freut sich Giorgina. Anlässlich des Ehrentages ließ Ines Mühlinghaus eine rechteckige Mandarinen-Schmand-Torte durch die Bäckerei Seekrug anfertigen, die sich alle bei einem Gläschen Prosecco munden ließen.

„Arno’s Vinyl Café“ steigt wieder

Arno Peters legt am 7. Juni im Café Leiß auf

„Für etliche Langeooger ist die Veranstaltung schon längst kein Geheimtipp mehr“, verrät Thomas Zander. Gemeint ist „Arno’s Vinyl Café“, das der Betriebsleiter des Café Leiß zusammen mit seinem Team in loser Reihenfolge auf die Beine stellt. Im vergangenen Jahr hatten Thomas Zander und der Insulaner Arno Peters gemeinsam die Idee dazu. 339-2Auftakt der Musikveranstaltung war im Juni 2015. Zu englischen und deutschen Oldies sowie softer Musik schwangen damals einige Besucher das Tanzbein. „Schon beim ersten Mal ist „Arno’s Vinyl Café“ super angekommen. Jetzt findet am 7. Juni ab 20 Uhr die fünfte Auflage bei freiem Eintritt statt“, freut sich Thomas Zander. Im Café wird extra eine Tanzfläche eingerichtet – die Lieder kommen stilecht von der Langspielplatte oder Single. Für die jüngeren Besucher oder Leser: LPs oder Singles sind diese schwarzen Scheiben mit einem Loch in der Mitte. Und nein, sie passen nicht in einen CD-Player, sind aber wieder absolut trendy und gefragter denn je. Die Veranstaltung im Café Leiß richtet sich an ein gemischtes Publikum und ist nicht als reiner Standardtanzabend zu verstehen. Mitunter kommt es sogar vor, dass sich eine Polonaise durch das Café schlängelt. „Arno weiß schon, wie er das Publikum erreicht, schließlich ist er seit über 20 Jahren als Allein­unterhalter dabei“, so Thomas Zander. Und der Kult-DJ ergänzt: „Ich habe schon auf etlichen Parties auf Langeoog aufgelegt und für Stimmung gesorgt“. Dazu zählt auch die legendäre Waldrand-Party des Kleingärtnervereins, die in diesem Jahr am 20. August stattfindet. Zudem ist der DJ aller Voraussicht nach auf dem Dörpfest zu erleben.

Den Zusammenhalt stärken

Ralf Deeling und Ines Mühlinghaus neue Vorsitzende des Dehoga Niedersachsen Inselverband Langeoog

Am Montag, 11. April fand im Hotel „Strandeck“ die Jahreshauptversammlung des „Dehoga Niedersachen Inselverband Langeoog“ statt. Birgit Kolb-Binder und Kim-Björn Streitbörger, die bislang als Doppelspitze vorstanden, stellten sich bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes nicht wieder zur Verfügung. Vor der Wahl der zu besetzenden Posten des Inselverbandes berichtete die Gastronomin vom Fachtag des Gastgewerbes, an dem sie wenige Tage zuvor im Courtyard Hotel Hannover teilgenommen hatte. „Bei dem Symposium ging es unter anderem um Marketingmaßnahmen, Trends und die Außendarstellung des Gastgewerbes“, so Birgit Kolb-Binder, die seit dem vergangenen Jahr als Vorsitzende des Dehoga-Bezirksverbandes Ostfriesland fungiert. Ihr Kurzvortrag fand sehr viel Beachtung bei den Anwesenden der Langeooger Jahreshauptversammlung. Wehmut kam jedoch auf, als die Hotelierin mitteilte, dass der Esenser Hermann Kröger im Oktober dieses Jahres nicht wieder für den Vorsitz des Dehoga Landesverbandes Niedersachsen kandidieren wird. „Wir bedauern diese Entscheidung außerordentlich, weil er in seinen vielen Jahren als Präsident unseren Verband hervorragend geführt und voran gebracht hat“, so die Langeoogerin.
Bei der anschließenden Wahl zum Inselverbandsvorsitzenden für Langeoog stellten sich Ralf Deeling (Restaurant „In’t Dörp“) und Ines Mühlinghaus (Restaurant „Luciano“) zur Wahl. Beide wurden mehrheitlich gewählt. Schriftführerin ist Maike Recktenwald (Hotel „Strandeck“), als Kassenwart fungiert Michael Recktenwald (Restaurant „Seekrug“).
Erste Amtshandlung des frischgebackenen Vorsitzenden Ralf Deeling war der Besuch der Bezirksdelegierten-Tagung am 19. April im Greetsieler „Romantikhotel“ unter Leitung von Birgit Kolb-Binder. „Bei diesem Meeting trafen sich alle Insel- und Kreisverbandsvorsitzenden des Dehoga Ostfriesland“, erklärt Ralf Deeling. Wie bereits in Hannover, ging es auch hier um Trends und Neuigkeiten sowie politische Themen innerhalb des Dehoga als größter Arbeitgeberverband Niedersachsens. Ziel von Ralf Deeling und seiner Stellvertreterin Ines Mühlinghaus ist es, den Zusammenhalt der Mitgliedsbetriebe des Inselverbandes Langeoog zu festigen. Die monatlichen Treffen des Vorstandes werden unkompliziert per Whats App vereinbart, Anliegen der Mitglieder können so zeitnah bearbeitet werden.

„Bio“ verbindet – ein Netzwerk wächst!

Bio-Hotel „Strandeck“ auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Was im letzten Jahr mit einer Bewerbung zum Produkttester der HessNatur Heimtextilien begann, hat sich über das Jahr zu einer echten Partnerschaft entwickelt.
Über mehrere Wochen hat das Biohotel „Strandeck“ im Jahr 2015 Bettwäsche und Handtücher in Bioqualität getestet. Die ursprünglich für den Endverbraucher konzipierte Wäsche hat den Härtetest von Gewerbemaschinen und täglichem Wechsel bestanden, so dass noch im vergangenen Jahr die ersten zwei Flure mit Natur-Textilien ausgerüstet wurden.
236Zu Beginn der Saison wurde im Dünenhotel die staatl. gepr. Physiotherapeutin Annegret Lang mit neuen Handtüchern von Hess­Natur für ihren Behandlungsraum ausgestattet. Die frohen Farben in Aquatönen ergänzen das Behandlungskonzept, für welches ausschließlich Öle aus dem Naturkosmetikbereich genutzt werden. So sehen es die Richtlinien der Biohotels vor.
Ganz klar ist, alles was nun anfällt, wird in nachhaltiger Bio-Qualität gekauft. HessNatur hat sogar schon signalisiert, für die ­interessierten Hotels eine eigene Linie mit dem sogenannten „Hotelverschluss“ (ohne Knöpfe) zu entwickeln.
Besonders erfreut war die Familie Recktenwald, auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit auf der Insel und in der Region einen weiteren Lieferanten vom Festland für die Bio-Zertifizierung gewinnen zu können. Ebenso die hiesige Firma Jochen Schmidt, über welche nun zukünftig ganz unkompliziert die leckeren Säfte und Sprudel von Voelkel für das Frühstücksbüffet, den Strand­kiosk und das Panorama-Restaurant bezogen werden können.

Neue „alte“ Wellness-Expertin im „Feuerschiff“

Katharina Jung ist wieder an Bord

Rückkehr nach Langeoog: Seit Ende März dieses Jahres leitet Katharina Jung – erneut – den Wellnessbereich des „Traumschiffs“ im Hotel Feuerschiff an der Friesenstraße. Die ausgebildete Masseurin und medizinische Bademeisterin startete bereits 2006 ihr erstes Engagement im „Wellness-Hot-Spot“ Langeoogs. Nun kehrt sie nach abgeschlossener Babypause mit einem Jahr Elternzeit wieder an ihre alte Wirkungsstätte auf „ihre Insel“ zurück. „Es ist wunderschön, wieder hier zu sein, ich freue mich sehr auf meine Aufgabe und bringe viele neue Ideen mit, die ich mit den Gästen teilen möchte“, so die Wellness-Expertin, die sich speziell in Lehrgängen zur Fußreflexzonenmassage, Hot-Stone-Behandlung und Hamam-Behandlung fortgebildet hat.
213Eine dieser neuen Ideen und ab sofort im Traumschiff genieß- und erlebbar: die Detox-Perlmutt-Behandlung. Bei dieser Anwendung mit reinem Perlmuttöl werden spezielle Beauty-Massage-Cups eingesetzt, die auf den Körper gesetzt und bewegt werden. „Über das bei der Platzierung entstehende Vakuum erzielt man eine tolle Tiefenwirkung“, so die Fachfrau. „Die Haut wird von außen entgiftet und Schlackstoffe werden aus dem Körper gespült.“ Daneben bietet das Traumschiff ein umfangreiches Massageangebot für jeden Bedarf – von der Rücken-, Ganzkörper- oder Aromamassage über Körperpeelings mit Meersalz oder Kräutern, Butter-Massagen bis zu Hamam-Behandlungen in dem auf Langeoog einzigartigen, orientalischen Wellnessbereich im Obergeschoss des Traumschiffs.
Zudem wird Katharina Jung Monat für Monat eine besondere Anwendung anbieten. Im Mai ist dies das Monats-Spezial „Honig-Balance“, eine Ganzkörperbehandlung mit Honig-Ingweröl und Massagehonig, mit dem eine angenehme Zupfmassage durchgeführt wird. Um den Massageeffekt zu verstärken, wird im Anschluss eine warme Bienenwachspackung auf den Rücken gelegt. Zum Abschluss erhält der Gast noch eine pflegende Gesichtsmaske inkl. einer Gesichtsmassage. „Gerade bei diesen speziellen Angeboten empfehle ich immer eine frühzeitige Vorbuchung, da es eine große Nachfrage gibt“, so Katharina Jung. Abgerundet wird das Wellness-Erlebnis von ausführlichen Tagesprogrammen wie „Zeit zu Zweit“, bei der zwei Gäste oder Inselurlauber neben der Hamam-Behandlung auch eine Gesichtsmassage genießen und in den Genuss eines perfekten Entspannungstages in der marokkanischen Saunalandschaft und in den über 400 Quadratmeter großen Wellnessbereich kommen.
Das Traumschiff-Team steht für Terminabsprachen und Reservierungen telefonisch oder persönlich über die Rezeption des Feuerschiffs in der Friesenstraße 1–5, Tel. 04972-6979 zur Verfügung.

Investition in Haus und Technik

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Kino Windlicht erstrahlt in neuem Glanz

Rechtzeitig zum Beginn der noch jungen Saison erstrahlt das ­„Kino Windlicht“ in neuem Glanz. „Nachdem bereits das Restaurant renoviert wurde, folgten Bistro, Kinofoyer und die beiden Kinosäle“, erzählt Olaf Meeske, der das Haus am Hospizplatz gemeinsam mit Ehefrau Stefanie führt.
217-3Kinofoyer und Bistro glänzen nicht nur mit einem neuen Bodenbelag aus Vinyl in zeitgemäßer Holzoptik, auch Tische und Bestuhlung wurden erneuert. Darüber hinaus widmete man sich der Wandgestaltung und entfernte die bisherige Vertäfelung. „Ein Streichputz in einem hellen Gelbton lässt fortan den Raum größer erscheinen“, so Olaf Meeske, der außerdem die Beleuchtung erneuern ließ. Wie es sich für ein Lichtpielhaus gehört, hängen natürlich großformatige Kinoplakate an den Wänden. Wie eingangs erwähnt, ließen Olaf und Stefanie Meeske auch die beiden Kinosäle renovieren. Im großen Saal mit 105 Plätzen wurde der Teppichbelag auf einer Fläche von 140 qm erneuert, ebenso die blickdichten roten Vorhänge. Überdies bekam der kleine Saal mit 49 Plätzen eine neue Bestuhlung.
Vor fünf Jahren entschied sich das Ehepaar Meeske, auf den digitalen Zug aufzuspringen und der Filmrolle Lebewohl zu sagen. Statt eines riesigen Filmprojektors, der die bewegten Bilder von einer Celluloidrolle auf die Leinwand projiziert, ist nur noch ein nahezu unscheinbarer wesentlich kleinerer Kasten der Star des Kinos: der Digitalprojektor. Natürlich hat die Filmrolle längst ausgediehnt. Heute kommt die Unterhaltung digital daher, abgespielt von einer Wechselfestplatte und zudem leicht zu transportieren. Im Gegensatz zu früher, als die schweren und vor allem sperrigen Filmrollen noch per Flugzeug auf die Insel gebracht wurden, überbringt sie in der heutigen Zeit der Paketbote. „Die Wechselfestplatten werden dann einfach an den Projektor-Rechner angeschlossen und der Film auf diesen kopiert. 217-4An­schließend bekommt der Verleiher die mir zugesandte Platte per Post zurück“, erklärt Olaf Meeske. Apropos Projektor: ab sofort werden die Kinofilme von einem Digitalprojektor des Karlsruher Herstellers „Barco“ mit einer Auflösung von bis zu 2.048 Pixel (2K) in der Breite auf die Leinwände projiziert. Im Vergleich zum vorherigen Projektor bietet das neue Gerät eine höhere Bildqualität und damit ein Plus für den Kinobesucher. Währenddessen freut sich Olaf Meeske über einen niedrigeren Stromverbrauch. Sämtliche Kinofilme werden übrigens in Dolby-Digital 5.1 und 7.1 gezeigt. Zudem kann man die Filme bei Popcorn, Nachos und diversen Getränken genießen. Weitere Informationen lassen sich auf www.windlicht-langeoog.de nachlesen. Das aktuelle Kinoprogramm ist am Kino selbst sowie in Schaukästen im Ort einzusehen.

Ein Abend im Zeichen der Ostfriesischen Gastlichkeit

DEHOGA-Ostfriesland lud zum XIII. Frühjahrsempfang

Die Ostfriesische Gastronomie bittet zu Tisch und alle waren da. Auch der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, gab sich die Ehre. Der DEHOGA-Ostfriesland hatte am 7. März zum XIII. Ostfriesischen Frühjahrsempfang in die festlich geschmückten Räume der META-Gastronomie nach Hesel geladen. 145-1Rund 220 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Verwaltung aus der gesamten Region der Ostfriesischen Halbinsel waren diesem Ruf gefolgt und verbrachten miteinander einen unterhaltsamen und kommunikativen Abend im Zeichen der Ostfriesischen Gastlichkeit.
Erstmalig durfte der im Frühsommer 2015 gewählte Bezirksvorsitzende des DEHOGA-Ostfriesland, Erich Wagner vom Hotel zur Post aus Wiesmoor – als Teil einer Doppelspitze mit Birgit Kolb-Binder von Langeoog – die große Schar der Gäste beim traditionellen Frühjahrsempfang des Gastgewerbes begrüßen. Es erfülle ihn mit Stolz, so Wagner, so viele Persönlichkeiten aus der Region im Namen des Unternehmerverbandes für das Gastgewerbe in Ostfriesland begrüßen zu dürfen. Wagner freute sich, darüber berichten zu können, dass der Tourismus im Nordwesten weiter wachse und davon im Jahre 2015 auch das Gastgewerbe profitiert habe. Vermutlich werde auch das Jahr 2016 ein erfolgreiches touristisches Jahr für die Region werden. Das sei allerdings kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen, sondern müsse Ansporn sein, weiterhin Top-Leistungen zu erbringen. Wichtig sei es, Hand in Hand mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betrieben zu arbeiten. 145-2Wagner betonte, dass ohne selbige der bisherige wirtschaftliche Aufschwung in der Branche nicht hätte erreicht werden können. Jetzt liefe die Branche jedoch Gefahr, zu wenige junge Leute für sich gewinnen zu können, so dass in dieser Hinsicht gegengesteuert werden müsse. Der DEHOGA werde zudem Sorge tragen, dass sich auch weiterhin junge Menschen in der Branche wohlfühlten und machte deutlich, in Kürze den JUNGEN DEHOGA in Ostfriesland zu gründen. Schließlich forderte Wagner die anwesenden Vertreter der Banken und Sparkassen dazu auf, ihre Finanzierungsbereitschaft hinsichtlich neuer, innovativer Investitionen im Gastgewerbe deutlich zu erhöhen.
Wagner freute sich besonders darüber, mit Olaf Lies erstmalig einen amtierenden Landesminister unter den Gästen begrüßen zu dürfen. Dieser hielt dann auch die Festansprache des rund­um gelungenen Abends. Der Minister hatte viel Lob für die Branche im Gepäck und betonte die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor in der Region und in Niedersachsen. Auch sei die Region einer der größten Produzenten von alternativer Energie in Deutschland. Diese Tatsache, so der Minister, könne die Tourismusregion noch besser als bisher für sich nutzen. Nach seinen Worten sei wegen der Windenergie noch kein Gast nicht nach Ostfriesland gekommen. Ganz im Gegenteil müsse man einen ganzheitlichen Ansatz für zukunftsfähige Konzepte des Tourismus in der Region finden und gerade die Tatsache, dass soviel erneuerbare Energie in der Region gewonnen werde, auch für den Tourismus nutzen.
Nach der Festansprache und einem tollen kalt-warmen Buffet bedankte sich Birgit Kolb-Binder (Vorsitzende DEHOGA Ostfriesland) bei dem Gastronomenpaar Meta und Hans Albers mit einem prächtigen Blumenstrauß dafür, dass sie die Veranstaltung in ihrem Betrieb ermöglicht hatten. Es wurde noch bis weit nach Mitternacht an den Tischen und an der Theke kommuniziert. Insgesamt war der Abend ein voller Erfolg.