Archiv der Kategorie: Tourismus-Service

Neues aus dem Kur- und Wellness-Center

Sonnig und kühl kommt bislang das Frühjahr daher. Frühlingsgefühle wollen sich indes nur zögernd einstellen. Denn neben Corona liegt der Schatten des Krieges über dem Horizont. Darf man in diesen Zeiten überhaupt noch Entspannung suchen? Man muss es sogar. Körper und Seele benötigen mehr denn je Unterstützung und Aufmunterung. „Auf der Suche nach dem inneren Ausgleich ist das Kur- und Wellness-Center (KWC) mit seinen qualifizierten Anwendungen gern behilflich“, empfiehlt ­dessen therapeutischer Leiter Michael Thannberger die zertifizierte Thalasso-Einrichtung. Ein vielfältiges Wohlfühl-Angebot begleitet jeden Gast harmonisch durch den Frühling. In diesem Sinne wünscht das Kur- und Wellness-Team einen angenehmen Inselaufenthalt im Mai.
Den „Rosentraum“ genießen
Für den Mai empfiehlt das KWC-Team den „Rosentraum“ als Wellnessanwendung. Den Auftakt bildet ein sanftes Meerwasser-Rosenbad: Angenehm temperiertes Nordseewasser, angereichert mit ausgesuchten Rosenessenzen, betört die Sinne und entfaltet zugleich seine Thalasso-Wirkung. Seine Vertiefung erfährt das Wohlfühl-Erlebnis durch die nachfolgende ­Rosenöl-Ganzkörpermassage. Sie festigt das Gewebe und ­entspannt Körper und Seele. Ein Wellness-Getränk rundet den „Rosentraum“ ab, der bei einem duftigen Tee im Ruheraum ausklingt. „Unser ‚Rosentraum‘ bringt Ihnen mitten im Mai schon ein Stückchen Sommer“, rät Michael Thannberger zu ­diesem wohltuenden Verwöhnpaket.
Mit Aqua fit in den Mai 
Voller Elan geht’s in den Mai – mit der Kraft des Wassers, sprich: mit Aqua-Fitness, Aqua-Power und Aqua-Cycling. Die Muntermach-Programme des Kur- und Wellness-Centers bieten ­gymnastische Kraft- und Fitnessübungen im 32°C warmen Meerwasser des Therapiebades. „Auf gelenkschonende Weise werden Stoffwechsel und Fettverbrennung aktiviert und das Bindegewebe gestärkt“, erklärt Michael Thannberger. In Aqua-Power steckt zudem richtig Musik: Fetzige Rhythmen unter­malen das Training. Wer’s etwas ruhiger mag, schließt sich der Aqua-Fitness an. Ein „Renner“ ist Aqua-Cycling, das individuelle und schonende „Wasser-Radeln“ auf dem Aquarider, einem speziellen Unterwasser-Ergometer. Einen positiven Effekt hat übrigens schon das aufbereitete Nordseewasser im Therapiebecken: Es gilt als geprüftes Heilwasser mit wissenschaftlich erwiesener Wirkung – und macht so jeden Aqua-Kurs zur ­Thalasso-Anwendung.
Montags, mittwochs und freitags findet um 7.00 Uhr und um 10.00 Uhr die Aqua-Power statt, dazwischen die Aqua-Fitness um 9.00 Uhr. Ein zusätzlicher Aqua-Fitness-Kurs findet donnerstags um 10.30 Uhr statt. Das beliebte Aqua-Cycling läuft jeden Montag um 14.30 Uhr, Dienstag um 7.30 und 9.20 Uhr, Mittwoch um 14.30 Uhr, Donnerstag um 8.30 Uhr und 14.30 Uhr sowie Freitag um 14.30 Uhr (Termine vorbehaltlich Änderungen). Nähere Informationen zu den Aqua-Kursen und Buchung am Empfang.
Quietsche-Enten helfen „bliev hier“
Auch wenn es niemand wahrhaben mag: Ende Juni nimmt Michael Thannberger seinen Abschied vom Kur- und Wellness-Center. Nach fast 40 Jahren im Dienst der Inselgemeinde – und zahlloser Gäste – geht er in den Ruhestand. Wer sich zum Andenken noch „ein Stückchen Thanne“ sichern möchte, hat dazu Gelegenheit: Der therapeutische Leiter löst nämlich – für einen guten Zweck – seine umfangreiche Sammlung von Quietsche-Entchen auf. Als kleine Aufmerksamkeiten hatten KWC-Besucher seit 1998 die Entchen mitgebracht, die allesamt in der Halle des Therapiebeckens ausgestellt wurden. Rund 700 Exemplare zierten Beckenrand und Wände, inzwischen ist der Bestand schon geschrumpft.
Die knuffigen Badegenossen sind im KWC gegen Spende erhältlich. Der Erlös kommt komplett dem Langeooger Seniorenhus „bliev hier“ zugute: Er soll dort der Anschaffung eines sogenannten Snoezelen-Wagens dienen (Snoezelen ist ein multifunktionales therapeutisches Konzept aus den Niederlanden). Michael Thannberger hofft daher, dass möglichst viele Gäste und Insulaner seinen Entchen ein neues Zuhause geben und gleichzeitig etwas Gutes fürs „bliev hier“ tun.
Entschleunigung statt High-Speed
Rennfahrer Ende März zum Training auf Langeoog
Aus einer „Testfahrt“ im Jahr 2016 wurde fast schon eine „feste Route“: Bereits zum sechsten Mal trainierten vom 24. bis 27. März 2022 junge Rennfahrer auf dem autofreien Eiland. Nach dem ersten Camp 2016 und je zwei weiteren 2017 und 2018 hatte es, auch coronabedingt, eine längere Pause gegeben. Mit den Niederländern Colin Caresani und Maxime Oosten, dem ­Belgier Jarno D’Hauw, dem Ungarn Róbert Hefler und Aaron Wenisch aus Deutschland bilden die fünf Fahrer eine ­inter-national ausgerichtete Gruppe. Obwohl zwischen 17 und 21 Jahre alt, sind die ambitionierten Youngster schon erfahrene Rennfahrer.
„In Zusammenarbeit mit dem Tourismus-Service Langeoog und dem KWC-Team um Michael Thannberger absolvierten wir ein intensives Training über dreieinhalb Tage, um die Fahrer in physischer und mentaler Hinsicht optimal auf die Saison ­vorzubereiten“, berichtet Axel Funke, Team Principal von Project 1-Motorsport und Leiter der Project 1 Speed Academy, der das Trainingscamp verantwortlich ­organisiert hat. Dem Camp vorangegangen war eine Leistungsdiagnostik durch Prof. Dr. Klaus Baum von der Deutschen Sporthochschule Köln: „Wir kooperieren seit zehn Jahren zusammen und können daher schon langfristige Daten auswerten.“ Untergebracht war die Gruppe im Hotel Bethanien, hier wurde Wert auf ausgewogene Ernährung gelegt.
Als Trainer betreuten die beiden Sportwissenschaftler Lukas Bastian (Headcoach) und Markus Soffner (Athletic-Trainer) die Gruppe. Trainiert wurden Ausdauer, Kraft und Koordination. Laufeinheiten, Zirkeltraining und Ballsport gehörten zum ­Programm, das morgens um 6.30 Uhr begann und bis in den ­späten Nachmittag dauern konnte. Vom Aqua-Cycling im ­Therapiebecken bis zum Yoga am Strand beteiligte sich das KWC mit den Therapeuten Michael Thannberger und Eva Funke an diesem Programm.
„Beim Training geht es einmal um die Standortbestimmung der Sportler: Wo liegen ihre Stärken und Schwächen, wie sind ihre Trainingspläne individuell anzupassen? Dann aber auch um Effizienz: So ist zum Beispiel das Training im Wasser, sprich: Aqua-Cycling, effektiver als vergleichbares Training an Land“, erklärt Axel Funke. Die Abgeschiedenheit Langeoogs tue ein Übriges: „Weit weg von Motorenlärm und Abgasen, ohne ­Ablenkung, ist die autofreie Insel mit ihren kurzen Wegen ein idealer Trainingsort.“
„Wir sind superglücklich darüber, unser Trainingscamp … auf Langeoog durchgeführt zu haben“, dankte das Trainerteam dem KWC später per Mail für die gute Unterstützung. Ein Highlight seien die Aquakurse gewesen, die „die Gruppe und uns selbst an ihr Limit brachten.“ Besonderen Dank erhielt Eva Funke, die „mit ihren Yoga-Einheiten das ganzheitliche Programm abrundete.“ Man freue sich schon aufs nächste Jahr.
Erst aber steigt die Rennsaison 2022. Bis auf Colin Caresani, der die DTM Trophy fährt, sind alle im BMW M2-Cup aktiv. „Dieser Cup ist der optimale Einstieg in den professionellen Motorsport; er steht für Transparenz und Chancengleichheit“, erläutert Axel Funke. Den Auftakt macht das Rennen am Lausitzring (20. bis 22. Mai). Namhafte Traditionsstrecken im In- und Ausland folgen, etwa der Nürburgring Ende August oder Spa-­Francorchamps (Belgien) und Red Bull Ring (Österreich) im September: „Wir haben ein gutes Fahrerfeld und hoffen auf spannende Zweikämpfe bis zum Schluss.“ Aktuelle Infos auf www.bmwm2cup.com im Internet. -köp-

Leinen los: „de Flinthörners“ legen ab

Shantychor mit Seesack voller Musik – Premiere am 
4. April 2022 im „Haus der Insel“ für guten Zweck
Anfang April, wenn sich die Winterstürme gelegt haben, nehmen sie Kurs aufs Publikum: „de Flinthörners“. Zur Premiere ihres neuen Programms am Montag, 4. April 2022 laden sie ihre Fans ein – und alle, die es werden wollen. Beginn ist um 20.15 Uhr im „Haus der Insel“. Rechtzeitiges Kommen empfiehlt sich: Rasch füllt sich der Große Saal wenn der von Elisabeth „Puppa“ Peters geleitete Langeooger Shantychor seine frisch einstudierten Sea-Songs aus dem Seesack holt und zum Besten gibt. Die Premiere ist zugleich ein Benefizkonzert: „Der Erlös will dazu beitragen, die Not in der Ukraine zu lindern“, erklärt der „Flinthörners“-Vorstand um Raimund Buss.
Das Bühnenbild zeigt den Hafen von Langeoog. Hier liegt die imaginäre Bark „ Hoffnung“ der Flinthörners noch fest vertäut. Was sich spätestens ändern wird, wenn Neuzugang Dirk Heutelbeck jr. das „Unmooring“ (= Leinen losmachen) besingt. Einmal mehr darf sich das Publikum auf einen bunten Mix aus alten und neuen Shantys freuen. Frisch dabei sind etwa das ­populäre Walfängerlied „The Wellerman“ und „Being a Pirate“, ein spaßiger Song über die Gefahren des Seeräuberlebens.
„Aktuell machen – von Bass bis Tenor – bis zu 23 Sänger mit, vier neue sind hinzugekommen“, berichtet Chorleiterin „Puppa“ Peters. „Unter Corona-Bedingungen war es nicht so einfach, neues Material einzustudieren. Daher greifen wir auch auf       Bewährtes zurück.“ Neben „Unmooring“ zählt dazu auch ein Lale-Andersen-Medley zum Gedenken an den anstehenden ­  50. Todestag der unvergessenen Sängerin.
Eintrittskarten (10,– Euro) gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Weiter geht es am Ostermontag, 18. April, ab dem 2. Mai dann alle 14 Tage montags im  „Haus der Insel“. Ausnahme ist der 23. Mai mit einem Benefizkonzert in der Inselkirche. Gute Unterhaltung! -köp-

Neues aus dem Kur- und Wellness-Center

Schon zum dritten Frühjahr in Folge bestimmt Corona das ­Osterfest. Ein Ende der Pandemie ist nicht in Sicht, eine Gewöhnung an sie will und darf sich nicht einstellen. Wenn nun staatliche Vorgaben nach und nach zurücktreten sollen und das eigenverantwortliche Handeln jedes Einzelnen gefragt ist, bringt sich einmal mehr das Kur- und Wellness-Center (KWC) ins Spiel: „Wir sind dazu da, das Wohlbefinden unserer Gäste verantwortungsbewusst zu aktivieren und zu steigern“, erklärt Michael Thannberger, therapeutischer Leiter der Einrichtung. „Und man darf wieder träumen, etwa mit dem ‚Langeooger ­Honigtraum‘, unserem neuen Thalasso-Angebot.“ In diesem Sinne wünscht das KWC-Team allen Besuchern und Bewohnern der Insel: „Frohe und vor allem gesunde Feiertage!“
● Begehrte Aqua-Kurse
In den Osterferien – und darüber hinaus – lockt das Kur- und Wellness-Center wieder mit einem abwechslungsreichen Programm. Äußerst beliebt sind die Kurse im temperierten Nass des Therapiebeckens – nämlich Aqua-Fitness, Aqua-Power und Aqua-Cycling. Aqua-Power und Aqua-Fitness bieten gymnastische Kraft- und Fitnessübungen. Stoffwechsel und Fettverbrennung werden auf gelenkschonende Weise angeregt, das Bindegewebe wird gekräftigt.
Noch eins drauf setzt Aqua-Cycling, das gesunde „Wasserradeln“ auf einem speziellen Unterwasser-Ergometer, dem Aquarider. Das individuelle und schonende Ganzkörpertraining bringt den Kreislauf in Schwung und eignet sich für Anfänger wie für Leistungssportler. Nähere Informationen und Buchung am Empfang.

● Zum starken Team …
im Kur- und Wellness-Center gehört auch Katharina Jung. Die gelernte Masseurin und medizinische Bademeisterin ist seit dem Sommer 2021 im KWC tätig und hat sich hier intensiv zur Wellness-Therapeutin fortgebildet. Die 36-Jährige aus Weißwasser/Oberlausitz lebt und arbeitet seit Oktober 2006 auf Langeoog. Jahrelang hatte sie Erfahrung in der Wellness-Abteilung eines Hotels aufgebaut, jetzt fand sie ihre Bestimmung im KWC. Ob Hotstone oder Fußreflex, Peeling oder Packung: „Katharina Jung macht nicht nur einfach Wellness, sie lebt Wellness“, lobt Michael Thannberger die versierte Mitarbeiterin.
● Neu: „Langeooger Honigtraum“
Heute schon den „Langeooger Honigtraum“ geträumt? Neu im Angebot des KWC, bietet die einstündige Ganzkörper-Wellnessmassage eine absolut tiefe Entspannung.
Den Auftakt macht eine Rückenmassage mit beruhigendem Honig-Ingweröl: „Dessen hautverträgliche Basis-Öle aus Jojoba, Kokos und Soja bilden zusammen mit stimulierendem Ingwer- und wohltuendem Honigextrakt eine Komposition, die Körper, Geist und Seele wieder in Balance bringen kann“, erläutert      Katharina Jung vom KWC-Team die Wirkungsweise.
Es folgt eine Zupfmassage mit Rosmarinhonig: „Dabei wird das Bindegewebe gelöst, um Verklebungen gezielt lockern zu können. Zudem werden Schlackestoffe aus dem Gewebe gezogen, um die Durchblutung anzukurbeln.“, weiß die Wellness-Therapeutin.
Nächstes Highlight ist eine pflegende Bienenwachspackung: „Das aromatische Bienenwachs enthält zellanregendes Vitamin A und sorgt nachhaltig für ein samtweiches, geschmeidiges Hautgefühl.“ Während ein Wärmeträger diesen Effekt noch intensiviert, wird der übrige Körper – Beine, Arme und Bauch – ebenfalls mit dem Honig-Ingweröl massiert. Bei einem Wellness-Getränk im Ruheraum lässt sich der „Langeooger Honigtraum“ noch ein Weilchen weiterträumen.
„Wir freuen uns, diese komplett neue – und äußerst angenehme – Anwendung unseren Gästen bieten zu können“, berichtet Michael Thannberger. „Schon im März war die Nachfrage sehr groß.“

● Neu im Ayurveda-Programm
Seit 2006 läuft mit Erfolg ein ausgewähltes Ayurveda-Programm im Kur- und Wellness-Center: Abhyanga und Garshan als Ganzkörper- sowie Padabhyanga als Fußmassage erfreuen sich großer Beliebtheit. Nun wurde das Angebot erweitert: Neu sind die Shiroabhyanga, eine Kopf-Nacken-Schulter-Massage, und Kundalini, eine ayurvedische Rückenmassage. Beide werden mit warmem Sesamöl verabreicht. „Damit ist unser Ayurveda-Angebot von Kopf bis Fuß komplett“, erklärt Michael Thannberger. – Ayurveda bedeutet wörtlich „das Wissen vom (langen, gesunden) Leben“. Die 4.000-jährige indische Heilkunde aktiviert ganzheitlich alle fünf Sinne und harmonisiert Körper, Geist und Seele.
● Quietsche-Entchen für den guten Zweck
Seit vielen Jahren ziert sie Beckenrand und Wände in der Halle des Therapiebeckens: die umfangreiche Entensammlung von Michael Thannberger. Doch wenn der therapeutische Leiter zum Sommer in den Ruhestand geht, sollen die rund 700 Quietsche-Entchen für den guten Zweck in gute Hände abgegeben sein. Die knuffigen Badegenossen sind im KWC gegen Spende erhältlich. Und wer im Therapiebecken bei einem Aqua-Kurs aktiv ist, kann seine Ente gleich mitnehmen und den Obolus vor dem Heimweg am Empfang entrichten.
Der Spendenerlös kommt zu hundert Prozent dem Langeooger Seniorenhus „bliev hier“ zugute: Er soll in die Anschaffung eines sogenannten Snoezelen-Wagens fließen. Das Snoezelen (Sprich: Snuuselen), ist ein multifunktionales therapeutisches Konzept aus den Niederlanden. Michael Thannberger bittet daher alle Gäste und Insulaner, seinen Entchen ein neues Zuhause zu geben und gleichzeitig etwas Gutes fürs „bliev hier“ zu tun. -köp-

„Langeoogs Stärken ausbauen“

Nils Jenssen ist seit Oktober neuer Tourismusmanager
Vor Jahren habe er, halb im Scherz, einmal gesagt: „Wenn ich groß bin, werde ich Kurdirektor auf Amrum.“ Dazu kam es zwar nie. Seit dem 1. Oktober 2021 ist er dafür Langeoogs neuer Tourismusmanager: Nils Jenssen. In einem Pressegespräch mit Bürgermeisterin Heike Horn am 11. November im Rathaus stellte sich der Leiter Tourismus-Service Langeoog, so sein korrekter Titel, den Medien vor. Aufgewachsen in Mülheim an der Ruhr, sei er „schon als Kind von den Eltern auf die Nordsee konditioniert worden“, verrät Nils Jenssen. Neben den Inseln Juist, Norderney und Spiekeroog habe er im Urlaub auch Langeoog kennengelernt.

Vielseitige touristische Erfahrung 
Vier Jahrzehnte beruflicher Erfahrung auf den touristischen Gebieten Luftverkehr, Reiseveranstaltung und Reisevermittlung kann der 61-Jährige insgesamt vorweisen. Dem Abitur folgten die Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann und das Studium zum Diplom-Betriebswirt (FH). Stationen seiner Laufbahn waren: Hapag-Lloyd-Reisebüro in Düsseldorf, Lufthansa, ADAC Reisen, TUI Deutschland und Express Travel International. Zuletzt war er seit Mai 2015 als Geschäftsführer der Alltours-Reisecenter tätig.
Beim Wechsel nach Langeoog half der Zufall nach: „Beruflich habe ich etwa einen Sieben-Jahre-Turnus, in dem ich mich nach neuen Herausforderungen umschaue“, berichtet Nils Jenssen. Bei Alltours hatte er schon gekündigt, ohne etwas Neues in der Hand: „Eigentlich wollte ich erst im Sommer auf die Suche gehen.“ Doch dann habe er im Februar die Annonce im Internet gesehen und einen Screenshot davon an seine Frau gemailt: „Sie hat sofort geantwortet: ‚Bewirb Dich‘ – mit drei Ausrufezeichen.“ Das habe er umgehend getan.

Erfolgreiche Bewerbung
Für die Neubesetzung der vakanten Stelle hatte die Inselgemeinde ein anspruchsvolles Auswahlverfahren in Gang gesetzt, wie Bürgermeisterin Heike Horn erläutert. Auf die Position des Tourismusmanagers beworben hatten sich zwölf Personen. Acht von ihnen nahmen an Online-Vorgesprächen teil, die durch die Deutsche Gesellschaft für Personalwesen e.V. geführt wurden.
Weiter ging es mit persönlichen Gesprächen auf Langeoog. Zu den Eignungstests gehörte etwa ein fingiertes Kundengespräch in einem von Psychologen begleiteten Rollenspiel. Die Teilnehmer wurden von acht Personen bepunktet, die insgesamt 320 Bewertungen pro Bewerber abgaben. – „Das Verfahren ist ziemlich hart gewesen“, bestätigt Nils Jenssen. Er sei aber gut durch den Bewerbungsprozess gekommen, habe viel gelernt und tue dies immer noch.

„Dinge in einem tollen Zielgebiet bewegen“
Seit Oktober lebt Nils Jenssen mit Ehefrau Bärbel und Hündin „Lilly“, einem Mix aus Australian Shepherd und Border Collie, auf Langeoog (die beiden erwachsenen Töchter gehen eigene Wege). Schnell hat er sich eingelebt: „Die Insel bietet ein attraktives Ambiente: gute Luft, Ruhe, Autofreiheit – ich finde das extrem angenehm. Es ist das, was Urlaubsgäste suchen.“ Er habe viele sympathische Menschen kennengelernt, fühle sich sehr wohl und freue sich auf das, was komme. Früher habe er unterschiedlichste Zielgebiete beworben. „Jetzt bin ich in einem tollen Zielgebiet, aus dem heraus ich Dinge direkt bewegen kann.“ Das sei vorher, etwa als Reisevermittler, nicht gegangen.
Die ersten Wochen nutzte der Tourismusmanager, um „Mitarbeiter und Mitstreiter, die Aufgabenbereiche und auch die Baustellen kennenzulernen“, ehe er nach außen in Erscheinung treten wolle. Sein Selbstverständnis? „Ruhig und sachlich, dabei humorvoll, mit einem gewissen Maß an Diplomatie“, sieht er sich als ein guter Zuhörer, der eher über Verbindlichkeiten als über Konfrontation an Probleme herangeht.

„Ein bunter Strauß an Angeboten“
Vorgefertigte große Konzepte habe er, so Jenssen, nicht mitgebracht. Zunächst geht es darum auszuloten, was im Rahmen des Gegebenen möglich sei. Dieser Rahmen werde zum Beispiel durch den Entschuldungsvertrag zwischen der Inselgemeinde und dem Land Niedersachsen abgesteckt: „Wir können nur das Vorhandene ausgeben und das Bestmögliche unter den gegebenen Rahmenbedingungen leisten.“ Die Planung für 2022 laufe, man werde mit den vorhandenen Mitteln haushalten.
Das betrifft auch Veranstaltungen: „Wir arbeiten an einem stabilen Programm, um die erwartet hohe Zahl an Urlaubsgästen zufriedenzustellen. Es wird auf jeden Fall ein bunter Strauß an Angeboten. Wie groß dieser Strauß ausfällt, werden wir dann sehen.“ Und mit Blick auf das Kurviertel konstatiert er: „Da müssen wir prüfen, was wir solide, wirtschaftlich, verantwortungsvoll und nachhaltig betreiben können.“ Für ein zukunftsträchtiges Konzept sei es wichtig, Tourismusträger und Bevölkerung mit ins Boot zu holen.
Nils Jenssens mittelfristige Ziele lauten: „Langeoogs Stärken ausbauen, das Profil der Urlaubsdestination schärfen und seine Leistungspalette erweitern.“ Nachhaltigkeit sei, aufgrund der Lage als Ostfriesische Insel, ein eminent wichtiges Thema. „Unsere Mission: Wir müssen dafür sorgen, dass sich unsere Urlaubsgäste bei uns so wohlfühlen, dass sie wiederkommen und es vor allem ihren Freunden und Bekannten erzählen. Das sind wir Langeoog und den Insulanern schuldig.“ Dazu gehöre es, (potenzielle) Gäste auch außerhalb des Urlaubs zu begleiten und ihnen Informationen zukommen zu lassen. Eine „spannende und gute Idee“ sei hier die Installation eines Gästebeirats, durch den man „neuen Input erhält von denjenigen, die die Leistung in Anspruch nehmen.“
Im Hinblick auf die Vermietungsbetriebe sieht Nils Jenssen den Langeoog- vorrangig als Individualtourismus: „Das Gros der Gäs­te organisiert seine Reise privat“, und auch die touristischen Vermieter vermarkteten sich überwiegend selbst. Da aber nicht jeder die optimalen Möglichkeiten habe, könne der Tourismus-Service Langeoog helfen, vor allem im Bereich der noch ausbaufähigen Online-Buchbarkeit. Es sei wünschenswert, wenn möglichst viele den TSL hierfür als Plattform nutzten – mit dem gemeinsamen Ziel aller Leistungsträger, „Langeoog als Urlaubsziel positiv und umfassend darzustellen.“ -köp-

Neues aus dem Kur- und Wellness-Center

Was wird dieser Winter bringen? In der kalten und dunklen Jahreszeit tritt das Leben kürzer, Gesundheitsvorsorge hat mehr denn je einen hohen Stellenwert. Körper, Geist und Seele verlangt es aber auch nach Lichtblicken. Die bietet das Thalasso-zertifizierte Kur- und Wellness-Center (KWC). Vorbehaltlich der geltenden Corona-Verordnung wartet das fachkundige Team um den therapeutischen Leiter Michael Thannberger mit einem Wohlfühlprogramm auf, das die Sinne aufmuntern und verloren geglaubte Vitalität zurückbringen kann. Vom Aqua-Kurs über Meeresschlick-Packung bis zu Sanddorn-Massage oder Yoga lassen alle Thalasso-Anwendungen die dunkle Jahreszeit angenehm leuchten. Ein Tipp: Es ist ratsam, Termine frühzeitig zu buchen. In diesem Sinne wünscht das KWC-Team allen Langeoogern und Urlaubsgästen lichtvolle Feiertage und ein gutes, gesundes Jahr 2022.

Anselm-Gemälde fürs KWC
Sie verströmt die für Langeoog so typische Thalasso-Atmosphäre: die „Dünenlandschaft“ von Inselmaler Anselm. Unübersehbare 1,66 Meter hoch und 2,85 Meter breit, kann das auf eine Spanplatte gemalte Werk seit Mitte November im Eingangsbereich des Kur- und Wellness-Centers bewundert werden. Zuvor hing das undatierte Gemälde viele Jahre im Restaurant „Seekrug“. Sein neues Domizil verdankt es Katharina Hinrichs, die es dem KWC geschenkt hat. „Mein Mann Klaus und ich, wir fühlen uns als Zweit-Insulaner“, berichtet Katharina Hinrichs. Wohnhaft im westfälischen Münster, fahren die beiden Ruheständler so oft es geht hierher: „Langeoog ist für uns eine Heimat geworden.“ Für Katharina Hinrichs speziell das KWC, dem sie seit vielen Jahren verbunden ist. Vor allem die Aqua-Kurse haben es ihr angetan: „Wann immer ich einen Platz bekomme, nehme ich an der Aqua-Power teil – gern auch dreimal die Woche.“ Per Zufall hatte Katharina Hinrichs von einer Versteigerung ­erfahren: Im Zuge der „Seekrug“-Schließung kam das gesamte Inventar des Restaurants unter den Hammer, darunter auch besagtes Werk von Anselm. „Dieses große Bild sollte unbedingt auf Langeoog bleiben – und zwar im Kur- und Wellness-Center“, war Katharina Hinrichs‘ Grund, bei der Versteigerung mitzumachen. Die glückliche Bieterin erhielt den Zuschlag, der Umzug des Gemäldes konnte beginnen. Was gar nicht so einfach war: „Das zentnerschwere Bild musste über das Restaurantdach nach ­unten gehievt werden.“ Im KWC wurde das Bild gerahmt und am 17. November vom Strandteam um Jan Heinbockel im Foyer aufgehängt. Die Schenkungsurkunde gab’s gleich dazu: „Damit alles seine Ordnung hat.“ „Die Dünenlandschaft passt ideal in unser Haus und wertet es auf“, dankte Michael Thannberger im Namen des Tourismus-Service Langeoog für die großzügige Gabe. „Und endlich gibt es wieder einen ‚echten Anselm‘ im KWC.“ 1999 hatte der Insel­maler ein Wandbild in der Halle des Therapiebeckens gestaltet, das aber dem feuchtwarmen „Seeklima“ dort zum Opfer gefallen war. Das Gemälde, entgegnete Katharina Hinrichs, sei „ein Dank an das Team für dessen in jeder Hinsicht ausgezeichneten Behandlungen. Hier fühle ich mich richtig heimisch.“ Ihr Wunsch: „Das Bild von Anselm soll hier bleiben und später auch ins neue KWC umziehen.“

Winterzeiten im KWC
Wintersaison im Kur- und Wellness-Center bedeutet angepasste Öffnungs- und Kurstermine. Hier die aktuellen Zeiten (Änderungen vorbehalten): Der Empfang steht montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr zur Verfügung. Anwendungen im Therapiebereich sind montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr möglich, zudem Montag bis Donnerstag von 14 bis 17.30 Uhr und am Freitag von 14 bis 16 Uhr.

lWintertermine für die Aqua-Kurse im KWC
Mag der Winter kalt werden – das Therapiebecken im KWC bleibt mollig warm. Montags, mittwochs und freitags findet dort um 7.30 Uhr die Aqua-Power statt, gefolgt von der Aqua-Fitness um 9 Uhr und dem Bewegungsbad (nur auf Rezept!) um 10.30 Uhr. Ein zusätzlicher Aqua-Fitness-Kurs ist für donnerstags um 10.30 Uhr angesetzt. Das beliebte Aqua-Cycling läuft jeden Dienstag um 7.30 Uhr, Donnerstag um 8.30 Uhr und Freitag um 14.30 Uhr (Termine vorbehaltlich Änderungen).

Aqua-Kurse in den Weihnachtsferien
Ein bisschen Fitnesstraining nach Weihnachten kann nie schaden. Wer damit schon vor Silvester anfängt, braucht auch keine guten Vorsätze fürs neue Jahr mehr. Hier die geplanten täglichen Aqua-Kurse für die Zeit vom 27. bis 30. Dezember 2021 und 3. bis 7. Januar 2022: Aqua-Power um 7.30 Uhr, Aqua-Fitness um 9.00 Uhr sowie Aqua-Cycling um 10.30 und 14.30 Uhr. Als Silvester-Extra im KWC am 31. Dezember locken Aqua-Power um 7.30 Uhr, Aqua-Fitness um 9.00 Uhr und Aqua-Cycling um 10.30 Uhr. So kommt man fit ins neue Jahr. – Anwendungen sind im genannten Zeitraum von 8 bis 17 Uhr möglich, Silvester bis 12.30 Uhr.

Empfehlung: frühzeitig buchen
Achtung – da sie sich großer Beliebtheit erfreuen, sind die Aqua-Kurse und Wellness-Anwendungen stark gebucht. Ratsam ist daher eine Reservierung per E-Mail an kwc@langeoog.de. Das erleichtert die langfristige Planung und hilft Gästen, ihren Wunschtermin zu bekommen. Für Fragen steht das Team am Empfang (Tel. 04972 / 693-215) gern zur Verfügung. Eine weitere Option ist es, sich Schönheit und Wellness nach Hause schicken zu lassen. So sind die Produkte der KWC-eigenen Pflegeserie von „Grüne Mühle“, aber auch die im Haus eingesetzten Erzeugnisse der Dr. Spiller Kosmetik, über die Web-site www.langeoog.de bestellbar: Hier können zudem Gutscheine für Anwendungen im KWC geordert werden. Michael Thannberger: „Die Nachfrage ist groß.“

Quietsche-Enten für guten Zweck
Sie ist stattlich, die Entensammlung von Michael Thannberger. Gut 700 Quietsche-Entchen, von Elvis bis Einstein, kamen in 23 Jahren zusammen, in allen Farben, Größen und Variationen. Auf Beckenrand und Wandregalen stehen sie einträchtig nebeneinander: der Froschkönig und die Queen, Chirurg und Cowgirl, Flieger und Fliegenpilz, Schneemann und Schlumpfinchen, Blumenfrau und Bauarbeiter, Engel, Teufel und der Weihnachtsmann. Als kleine Aufmerksamkeiten hatten KWC-Besucher seit 1998 die Entchen mitgebracht, die allesamt in der Halle des Therapiebeckens ausgestellt wurden. Doch nun heißt es: „Die Wanne ist voll“, wie Michael Thannberger resümiert. Zum Sommer 2022 geht er in den Ruhestand. Bis dahin soll die Sammlung aufgelöst sein. Gegen Spende sind die Entchen im KWC erhältlich. Und wer im Therapiebecken bei ­einem Aqua-Kurs aktiv ist, kann „sein“ Gummitier gleich mitnehmen und seinen Obolus vor dem Heimweg am Empfang entrichten. Der Spendenerlös kommt zu hundert Prozent dem Langeooger Seniorenhus „bliev hier“ zugute: Er soll in die Anschaffung eines sogenannten Snoezelen-Wagens fließen. Das Snoezelen (Sprich: Snuuselen), ist ein multifunktionales therapeutisches Konzept aus den Niederlanden: Harmonisch abgestimmte Reize, wie Klänge und Lichter, lösen ein Gefühl des Wohlbefindens aus. So kann speziell für bettlägerige „bliev hier“-Bewohner eine positive Atmosphäre geschaffen werden. „Machen Sie mit“, hofft Michael Thannberger auf ein breites Echo. „Geben Sie 700 Entchen ein neues Zuhause – für einen guten Zweck.“ l Schließzeiten Vom 17. Januar bis einschließlich 4. Februar 2022 bleibt das ­Erlebnisbad inklusive Saunalandschaft aufgrund von Wartungsarbeiten geschlossen. Da über das Bad auch das KWC-Therapiebecken versorgt wird, bleibt dieses vom 15. Januar bis 6. Februar 2022 ebenfalls geschlossen. Am 7. Februar geht es mit dem Winterprogramm wieder weiter. -köp-

„Doppeltes Tastenflüstern“

Klavierabend mit Hauke Kranz am 13. Oktober im HDI
„Wenn Tasten flüstern könnten, was würden sie erzählen?“ In ihren Soloabenden mit eigenen Klavierkompositionen geht die Pianistin Hauke Kranz aus Syke bei Bremen dieser Frage auf den Grund. „Poetic Piano“ nennt sie ihren Musikstil, der die Stimmung der Klaviermusik der Romantik aufgreift und mit Elementen von Film- und Entspannungsmusik im Stil von Ludovico Einaudi und Yann Tiersen kombiniert. Mit virtuosem Spiel und raffinierter Klanggestaltung nimmt die klassisch ausgebildete Pianistin ihre Hörer mit auf eine musikalische Seelenreise voller Kraft und Zärtlichkeit. Warme umhüllende Harmonien „mitten aus Herz und Bauch“ und leuchtende Melodien im Erzählton schaffen Momente zum Ankommen. Mit kleinen Geschichten skizziert sie die Stimmung der einzelnen Piano-Songs und zeigt sich ihrem Publikum ungeschminkt und nah. Berührend und poetisch entfalten sich die Melodien, die sie auf dem Klavier lebendig werden lässt. Als „Tastenflüsterin“ öffnet sie Räume, in denen die Zuhörer entspannen und träumen können.
Bereits mit vier Jahren hat Hauke Kranz die Magie des Klavierspiels für sich entdeckt. Aufgewachsen in einem musikalischen Elternhaus ging sie den klassischen Weg mit intensivem Klavierunterricht bis zum Studium an der Hochschule für Künste in Bremen. Es folgten viele Jahre mit Solo- und Kammermusikprogrammen im In- und Ausland. Ende 2015 gab sie erste Konzerte mit eigenen Kompositionen. Jetzt ist sie im norddeutschen Raum mit ihrem aktuellen Programm „Open Skies“ und dem an Coronabedingungen angepasstem Konzertkonzept „Doppeltes  Tastenflüstern“ unterwegs.
Der Klavierabend am Mittwoch, 13. Oktober im „Haus der Insel“ beginnt um 20 Uhr. Karten: 16,– /10,– Euro, sind erhältlich bei der Tourist-Info im Haus der Insel oder online. -ut-

Die Nordsee, unser Meer

Spektakulärer Kinofilm am 28. Oktober im HDI
Die Nordsee und ihre vielgestaltige Küstenlandschaft mit Steilküste, Sanddünen und Fjorden erstreckt sich von den Halligen über Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland bis nach Schottland und Norwegen. Sie bietet zahlreichen Tierarten über und unter Wasser Lebensraum und überrascht durch ihre Artenvielfalt und die bemerkenswerten Naturschönheiten.
Die Filmemacher beobachten an über 2.000 Drehtagen u.a. Kegelrobben in Helgoland, gigantische Riesenhaie an der Kreideküste von Dover oder große Tintenfische im holländischen Oosterschelde, ebenso spaßige Papageientaucher oder fliegende Basstölpel. Über Helikopter- und Unterwasserkameras fangen sie Flora und Fauna aus allen möglichen Perspektiven ein. Sie lassen den Zuschauer das Meer regelrecht erspüren und erschaffen durch eine spannende Montage der unterschiedlichen Perspektiven einen stimmigen Rhythmus. Die Robben scheinen die Nähe des Menschen zu suchen, während die Buckelwale am Ende der Nordsee majestätisch von einem Meer ins andere gleiten. Das Verhältnis des Menschen zu „seiner“ See bleibt nicht außen vor, ist aber keinesfalls zentrales Thema des Films. Viel mehr geht es um die Natur selbst und um deren Bewohner, die, wie beispielsweise der Moschusochse und der Walhai, jeglicher Zeit entrückt scheinen. Der trockene Humor des Nordens spiegelt sich im Kommentar von Axel Prahl wider und weckt so auch im jüngeren Publikum das Interesse und die Faszination für die atemberaubende Schönheit dieses Weltnaturerbes. Die bildgewaltige Dokumentation aus der Schmiede von Doclights, NDR Naturfilm und polyband Medien will und kann nicht alles zeigen. Doch mit seiner gelungenen Auswahl macht der Film neugierig auf eine Begegnung mit einem Naturwunder, welches sich zu entdecken lohnt. Beginn am Donnerstag, 28. Oktober ist um 17.00 Uhr. Karten (8,– Euro / 5,– Euro) bei der Tourist-Info im „Haus der Insel“ oder online.       -ut-

Unsere Ozeane

Faszinierender Dokumentarfilm am 18. Oktober und 3. November im HDI
Nach den guten Publikumserfolgen „Nomaden der Lüfte“ und „Mikrokosmos“ begeben sich die Regisseure Jacques Perrin und Jacques Cluzaud mit ihrer Dokumentation auf eine Entdeckungsreise in die noch weitgehend unerforschte und faszinierende Welt der Ozeane. Bis heute sind die Meere für den Menschen eine Welt voller Geheimnisse und Schönheit geblieben. Jenseits der Meeresoberfläche und bis in unberührte Tiefen hinein entführt „Unsere Ozeane“ in eine Welt der Vielfalt und Harmonie des Lebens. Von den majestätischen Walen über die schillernden Heringsschwärme bis hin zu den bizarr geformten Lebewesen der Tiefsee folgt diese außergewöhnliche Naturdokumentation den Bewohnern der Weltmeere: denjenigen, die wir kennen, denjenigen, über die wir bislang nur wenig wissen, und den vielen, die wir nun erst entdecken. Der Film macht die Unterwasserwelt aus einer Perspektive erlebbar, die bislang unzugänglich war und öffnet den Blick für die grossen Zusammenhänge des Lebens. Und gerade angesichts der Schönheit dieser geheimnisvollen Welt bleibt auch die Frage zu stellen, welchen Schutz und welche Pflege wir ihr angedeihen lassen.
Eine faszinierende Dokumentation mit atemberaubenden Bildern über das Innenleben der Ozeane, den größten und artenreichsten Lebensraum des Planeten Erde.
Beginn dieses sinnlichen und besonders emotionalen Film-erlebnisses ist jeweils um    17 Uhr. Dauer: 90 Minuten. Karten (8,– Euro / 5,– Euro) erhalten Sie in der Tourist-  Info im „Haus der Insel“ oder online. Bitte checken Sie sich vor Veranstaltungsbeginn über die LUCA-App ein. -ut-

Neues aus dem Kur- und Wellness-Center

Nach einem von Lockdown und Verzicht geprägten Jahr mag mancher auf einen sonnig-belebten Herbst setzen. Die kürzer und kühler werdenden Tage kündigen indes den Jahreszeitenwechsel an. Dieser Wechsel betrifft auch unseren Organismus, der allmählich auf „Winterbetrieb“ umstellt. Ein sonniges „Licht ins Dunkel“ bringen jetzt die qualifizierten Thalasso-Angebote des Kur- und Wellness-Centers: „Tanken Sie beim Entspannen einfach Energie und bringen Sie Körper und Seele in Einklang“, empfiehlt der therapeutische Leiter Michael Thannberger. „Unser kompetentes Team verwöhnt Sie gern.“ In diesem Sinne wünscht das KWC allen Besuchern einen freundlichen Herbst.
Thalasso-Rezertifizierung erfolgreich
Seit 2014 ist Langeoog als Thalasso-Nordseeheilbad zertifiziert. Thalasso bedeutet, kurz gesagt, die qualifizierte Nutzung der Heilkräfte des Meeres, wie etwa die Seeluft mit Brandungsaerosol, aber auch Schlick und Algen sie bieten.
Erteilt wird das Zertifikat durch das unabhängige Europäische Prüfinstitut Wellness und SPA e.V. (EPWS). Im Fokus stehen die vielfältigen Thalasso-Angebote und die Thalasso-Kompetenz von KWC und Erlebnisbad sowie ausgewählter Leistungsträger. Diese Partnerbetriebe des Tourismus-Service Langeoog (TSL) sind die Hotels „de Insulåner“, „Norderriff“, „Kolb Classic“, „Retro Design“ und „Die Sandburg“. Sie alle entsprechen den strengen Kriterien des Instituts mit Sitz in Bremerhaven. Da das Zertifikat nur befristet gültig ist, war für 2021 eine Erneuerung fällig.
So stand diesen September auf den Ostfriesischen Inseln die EPWS-Rezertifizierung an – auch auf Langeoog. Dabei auditierte und bewertete ein Team des EPWS im Rahmen einer anonymen Qualitätsüberprüfung die Thalasso-Qualität von Kur- und Wellness-Center, Meerwasser-Freizeit- und Erlebnisbad sowie der Thalasso-Partnerunterkünfte.
Auf Langeoog erfolgte die Prüfung unter der Leitung des öffentlich bestellten Sachverständigen für Wellness-Einrichtungen und Wellness-Konzepte, Horst Poralla. Überprüft wurden unter anderem die Qualität der Thalasso-Angebote und der Partnerbetriebe sowie die fachliche und gästeorientierte Betreuung. Mit gutem Ergebnis: Überzeugt war das Prüfteam von der Qualität des Kur- und Wellness-Centers und des Erlebnisbades. „Eine schöne Bestätigung für die engagierte und qualifizierte Arbeit unserer Mitarbeiter“, freut sich Bürgermeisterin Heike Horn.
Gleichfalls erhielten alle fünf Hotels erneut die Auszeichnung als Thalasso-Partnerbetriebe des TSL. Somit darf Langeoog für die nächsten drei Jahre weiterhin mit dem Thalasso-Siegel werben. Und auch die Ostfriesischen Inseln gelten bis 2024 wieder als Thalasso-Region.
Über eine zusätzliche Auszeichnung … 
konnten sich das Kur- und Wellness-Center und weitere Einrichtungen des Tourismus-Service ebenfalls freuen: Mit dem Zertifikat „Barrierefreiheit geprüft“ – und zwar für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung – wurden neben dem KWC noch die Tourist-Information, das Erlebnisbad und die Spöölstuv bedacht.
Im Mai hatte Prüfer Joke Pouliart die Häuser inspiziert: „Kontrolliert wurden etwa die Zuwegungen der Einrichtungen, die Breite von Türen oder die Ausstattung von Sanitäranlagen“, berichtet Wilko Hinrichs, der seitens des TSL für die Zertifizierung zuständig ist. Und Michael Thannberger ergänzt: „Für uns ist Barrierefreiheit besonders wichtig, da auch viele Menschen, die auf Unterarm-Gehhilfen oder Rollatoren angewiesen sind, das KWC nutzen.“ Bürgermeisterin Heike Horn sieht die Auszeichnung zudem als „Anreiz, den Weg der Barrierefreiheit weiter stringent zu gehen.“
Die Betriebe wurden nach den umfangreichen Kriterien und ­hohen Qualitätsstandards der bundesweiten Kennzeichnung „Reisen für Alle“ eingestuft. Sie wird verliehen vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. und dem Verein für Tourismus für Alle Deutschland e.V. – NatKo. Das Kooperationsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und    Energie gefördert. Ziel ist es, Menschen mit Handicap, Rollstuhlfahrern, Senioren sowie Familien mit Kindern verlässliche Informationen für die Reiseplanung bereitzustellen. Nähere Infos auf www.reisen-fuer-alle.de im Internet.
Aqua-Cycling & Co.
Um der Wintermüdigkeit ein Schnippchen zu schlagen, lässt man sie besser gar nicht erst aufkommen. Fitness ist da der Wegweiser, und die Aqua-Kurse im KWC führen zum Ziel. Aqua-Fitness, Aqua-Power und Aqua-Cycling heißen die drei Muntermacher, zudem gibt es – auf Rezept – das Bewegungsbad, das der Aqua-Fitness ähnelt. Gelenkschonend sind sie alle und Spaß machen sie als reine Thalasso-Anwendungen obendrein.
„Eine Urlauberin aus Karlsruhe kommt seit 39 Jahren ins KWC“, berichtet Michael Thannberger. „Damit ist sie eine meiner ersten Patientinnen – und immer noch bei der Aqua-Fitness aktiv.“ Aqua-Fitness und Aqua-Power stellen, wie die Namen andeuten, eine unterschiedliche Herausforderung für die Teilnehmer dar. Aqua-Cycling ist gesundes „Radeln im Wasser“ auf einem speziellen Ergometer, dem Aquarider.
Eine intensive Nutzerin des Aqua-Cycling ist Deike Neumann. Mit einer eigenen Spendenaktion zugunsten der Deutschen Krebshilfe unterwegs, nahm die Langeoogerin unlängst an verschiedenen Sportveranstaltungen wie dem Duisburger „Ironman 70.3“ teil, um für besagten guten Zweck zu sammeln (siehe ausführlichen Artikel in diesem „Utkieker“).
Zu der dafür nötigen Fitness leistete das KWC einen wichtigen Beitrag: „Deike Neumann hat konsequent trainiert“, berichtet Michael Thannberger. „Angefangen mit geringer Wattzahl, hat sie sich, gleich ob Intervall- oder Speed-Training, nach und nach gesteigert.“ Nun muss man nicht gleich für den Triathlon trainieren. Doch als wirksames Mittel gegen Wintermüdigkeit lohnt es allemal, einen Aqua-Kurs mitzumachen.
Winterzeiten im KWC
Apropos: Zum 1. November 2021 beginnt im Kur- und Wellness-Center die Wintersaison. Das bedeutet angepasste Öffnungs- und Kurstermine. Hier die geänderten Öffnungszeiten (Änderungen vorbehalten): Der Empfang steht montags bis freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr zur Verfügung. Anwendungen im Therapiebereich sind montags bis freitags von 8.00 bis 12.30 Uhr möglich, zudem Montag bis Donnerstag von 14.00 bis 17.30 Uhr und am Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr.
Wintertermine für die Aqua-Kurse im KWC
Ab November findet montags, mittwochs und freitags um 7.30 Uhr Aqua-Power statt, gefolgt von Aqua-Fitness um 9.00 Uhr und dem Bewegungsbad (nur auf Rezept!) um 10.30 Uhr. Ein zusätzlicher Aqua-Fitness-Kurs ist für donnerstags um 10.30 Uhr angesetzt. Das beliebte Aqua-Cycling läuft am Dienstag um 7.30 Uhr, Donnerstag um 8.30 Uhr und Freitag um 14.30 Uhr (Termine vorbehaltlich Änderungen).
Aqua-Kurse in den Weihnachtsferien
Ein nachweihnachtliches kleines Fitnesstraining kann nie schaden. Und wer schon vor Silvester damit anfängt, braucht auch keine guten Vorsätze fürs neue Jahr mehr. Hier die geplanten täglichen Aqua-Kurse für den Zeitraum 27. bis 30. Dezember 2021 und 3. bis 7. Januar 2022: Aqua-Power um 7.30 Uhr, Aqua-Fitness um 9.00 Uhr sowie Aqua-Cycling um 10.30 und 14.30 Uhr. Als Silvester-Extra im KWC am 31. Dezember locken Aqua-Power um 7.30 Uhr, Aqua-Fitness um 9.00 Uhr und Aqua-Cycling um 10.30 Uhr. So kommt man fit ins neue Jahr.
Empfehlung: frühzeitig buchen
Achtung – da sie sich großer Beliebtheit erfreuen, sind die Aqua-Kurse stark gebucht. Ratsam ist deshalb (aber auch allgemein für Anwendungen im KWC) eine Reservierung per E-Mail an kwc@langeoog.de. Am besten schon jetzt für die Weihnachtszeit: Das erleichtert die langfristige Planung und hilft Gästen, ihren Wunschtermin zu bekommen. Fragen hierzu beantwortet gern das Team am Empfang (Tel.: 04972 / 693-215). -köp/ut-

„Piratenschiffe, Piratenschätze“

Lieder und Geschichten für Kinder und Familien mit Bettina Göschl am 12. August im „Haus der Insel“

Jennys Papa ist ein echter Piratenkapitän. Und so kennt Jenny allerhand Lieder und Geschichten über das aufregende Leben im und auf dem Meer. Mit zünftigen Liedern über Seeräuber, Piratinnen und Meeresungeheuer lädt die Autorin und Lieder-macherin Bettina Göschl mit ihrer Piratengitarre Gitti große und kleine Piraten ab 4 Jahren zum Lauschen, Singen und Mit- machen ein. 1967 in Bamberg geboren, hatte Bettina Göschl schon mit fünf Jahren einen Traum: Sie wollte Sängerin werden. Aber bis dahin war ein langer Weg. Als Erzieherin war sie elf Jahre lang Gruppenleiterin in der Elementar- und Heilpädagogik und befasste sich vor allem mit der Förderung von allgemein- und sprachentwicklungsverzögerten Kindern mit den Elementen Musik und Sprache. Während dieser Zeit hat sie viele Lieder und Geschichten für Kinder zum Zuhören und Mitmachen entwickelt. Bettina Göschl lebt als freie Liedermacherin und Geschichtenerfinderin an der Nordseeküste – wenn sie mal nicht mit ihrer Piratengitarre Gitti kreuz und quer duch die Lande zieht oder übers weite Meer schippert. Das etwa einstündige Familienkonzert am Donnerstag, 12. August im „Haus der Insel“ beginnt um 17 Uhr. Karten erhalten Sie in der Tourist-Info im HDI oder über die Ticket-Online-Buchung: www.langeoog.de. Preis: 7,– Euro / 5,– Euro.