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Das Oldie-Volleyballturnier lockt wieder

51. Auflage am 31. Juli am Strandabschnitt „H“

440Nach wie vor erfreut sich das Oldie-Volleyballturnier großer Beliebtheit. Nach der letztjährigen Jubiläumsveranstaltung mit Rekordbeteiligung erwarten die Organisatoren auch diesmal eine tolle Resonanz. Schließlich ist das Event bei vielen Teilnehmern fester Bestandteil ihrer Urlaubsplanung. Die „Langeoog-Oldies“ sind keine in die Jahre gekommenen Insulaner, sondern langjährige Gäste und Inselbewohner im Alter zwischen 18 und 80 Jahren, die sich von Mitte Juli bis Mitte August zum Volleyballspielen im Strandabschnitt „H“ einfinden. Oftmals trifft sich bereits die zweite Generation am „Oldie-Netz“. Höhepunkt ist das jährlich stattfindende Turnier. Die „Oldies“ sehen sich nicht als geschlossene Gesellschaft. Vielmehr freuen sich die Organisatoren Carl Reiche, Markus Redecker, Carsten Kröger und Dr. Ecke „Ossi“ Tammen über neue Mitspieler. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene: Einziges Kriterium, das zum Mitmachen berechtigt, ist die Freude am Volleyballspiel. Los geht’s am Dienstag, 31. Juli um 10.00 Uhr. Nach dem Aufbau der Netze erfolgt die Auslosung der Mannschaften mit jeweils sechs Spielern. Eine halbe Stunde später erfolgt der Startschuss für die ersten Matches. Wie im vergangenen Jahr findet die Siegerehrung ab 20.00 Uhr während eines Grillbuffets in der „Strandhalle“ statt und mündet in einen gemütlichen Disco-Ausklang mit Musik vom „Plattenteller“ (eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich). Die Startgebühr für das Oldie-Volleyballturnier beträgt 5,– Euro. Nach Abzug der Durchführungskosten werden 3,– Euro einem gemeinnützigen Zweck auf Langeoog gespendet. Anmeldungen werden am Strandabschnitt „H“ beim „Oldie-Netz“ entgegengenommen oder per WhatsApp an 0178 – 8764802.

110. Jahreshauptversammlung des TSV am 19. Januar 2018

„TSV am Puls der Zeit“
Verein will sich für Zukunft rüsten – Wiederwahlen im Vorstand – Ehrung für „Paddy“ Recker
Frisches Wetter draußen, gemütliche Stimmung drinnen: In vertrauter Atmosphäre verlief am Samstag, 19. Januar die 110. Jahreshauptversammlung des „Turn- und Sportverein Langeoog e.V. von 1908“. 105-1Rund 80 Mitglieder und Gäste hatten sich um 14.30 Uhr eingefunden, um die Berichte des Vorstands und der Spartenleiter zu hören und Vorstandswahlen abzuhalten. Unter den Anwesenden begrüßte TSV-Chef Heiko „Paddy“ Recker Bürgermeister Uwe Garrels und Altbürgermeister Ulf Lümkemann sowie Ehrenmitglieder des Vereins. Vom Festland kamen Udo Köneke, Ehrenvorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) im Kreis Wittmund, und Reinhard Schultz, Vizevorsitzender des Fußballkreises Ostfriesland.

Grußworte
„Der TSV steht vor Veränderungen“, konstatierte Bürgermeister und Vereinsmitglied Uwe Garrels in seinem Grußwort. Zwar ­gebe es viele Mitglieder, aber nicht im offiziellen Spielbetrieb: 105-3„Damit fehlt der sportliche Wettbewerb“, mahnte er. Im Wettstreit lerne man Teamgeist und den fairen Umgang mit dem Gegner. Gerade für Jugendliche sei es wichtig, auch mal zu verlieren und aus Niederlagen zu lernen. Ebenfalls lernen müsse man den Umgang mit Siegen, um nicht überheblich zu werden: „Sport ist ein Training fürs Leben.“ Zudem habe der Verein eine soziale Funktion als integrative Institution, die Alte, Junge und Neubürger zusammenführe. Mit Blick auf die älter werdenden Mitglieder ermunterte der Bürgermeister den TSV, Mut zur Veränderung zu haben: Man möge mehr Aktive gewinnen, „so viele wie möglich“, um den Verein zu verjüngen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sei die Verbesserung der insularen Wohnsituation, an der die Gemeinde bereits arbeite. Auch die Jahreshauptversammlung solle die Ziele des TSV widerspiegeln: familiär sein und die Freude an Sport und Bewegung zeigen.
Udo Köneke, der dem TSV eine Spende übergab, attestierte in seinem Geleitwort dem „vorigen Jahrhundert“ [=langjährige Mitglieder; d.Red.], dass es das Rückgrat des Vereins sei. Er beschrieb ein weiteres Problem: Die moderne Arbeitswelt erlaube es immer weniger Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren, etwa als Trainer oder Übungsleiter. – Auf eine Stärkung der Jugendarbeit setzte Reinhard Schultz, der in seiner Grußadresse zudem vom neuen Fußballkreis Ostfriesland berichtete. Gemeinsam gegründet wurde er im Juni 2017 von Emden, Leer und den Landkreisen Aurich und Wittmund. Dem neuen Fußballkreis gehören 1.021 Mannschaften in 167 Vereinen an. Der Zusammenschluss funktioniere und man hoffe, dass auch der TSV wieder zu einer Teilnahme am Punktspielbetrieb finden werde.

Vorstandsbericht
„Der TSV ist am Puls der Zeit“, ging „Paddy“ Recker in seinem Vorstandsbericht auf die Worte der Vorredner ein. Mit 665 Mitgliedern sei der Verein wieder auf Wachstumskurs. Veranstaltungen wie Dünencup, Silvesterlauf und vor allem das Strandvolleyballturnier seien neben dem Sport auch ein Wirtschaftsfaktor für Langeoog. 105-11Doch räumte der Vorsitzende ein, dass die Jugendlichen der Insel und dem Verein verlorengingen: „Hier muss etwas passieren, um uns für die Zukunft zu rüsten.“ Lob zollte er allen Helfern und Sponsoren: „Der TSV lebt ganz ­gewaltig – dank Eurer Hilfe.“ Und resümierte: „Aus Sicht des Vorstandes ist das Jahr 2017 ein sehr gutes für den TSV Langeoog gewesen.“
Für 2018 gab Heiko Recker folgende Termine bekannt: 12. Dünencup vom 28. April bis 1. Mai, TSV-Pfingstfest am 20. Mai, 34. Strandvolleyball-Turnier am 22./23. Juni, Benefiz-Fußballturnier Kurgäste im Juli, Inselcup im Herbst auf Wangerooge, Silvesterlauf am 31. Dezember. Mit Blick auf die 111. Jahreshaupt­versammlung am 19. Januar 2019 regte er an, den markanten Geburtstag des Vereins gebührend zu feiern.

Kassenbericht und Wahlen
Ein transparentes Finanzmanagement offenbarte der Bericht von Kassenwartin Julia Neumann. Insgesamt 346 Posten wurden ordnungsgemäß verbucht, wie die Kassenprüfer Frank Düll, Uwe Garrels und Anselm Prester erklärten: „Wir bescheinigen Julia Neumann eine korrekte und übersichtliche Kassenführung.“ Investiert werden soll unter anderem in die Sanierung von Rasenplätzen und Vereinsheim. An besonderen Spenden hatte die „Düne 13“ in einer Aktion 1.700,– Euro für das Eltern-Kind-Turnen gesammelt; von dem Geld schaffte die Gruppe wichtiges Übungsgerät an. Weitere 500,– Euro stiftete Mitglied Hermann Schade für die Turnabteilung. – Nach Antrag von Ulf Lümkemann wurde der Vorstand durch die Versammlung einmütig entlastet.
Zu den von Heiko Recker geleiteten Vorstandswahlen hoben 74 Stimmberechtigte ihre Hände. Einstimmig (bei jeweils einer Enthaltung) bestätigte die Versammlung den 2. Vorsitzenden Ralf Heimes und Schriftführerin Marleen Heine in ihren Ämtern. Als neue Kassenprüfer wurden Iris Heutelbeck, Rainer Hunger und Heinz Schwede gewählt. Beschlossen wurde ferner, die Jahresbeiträge für Mitglieder (50,– Erwachsene / 25,– Euro Kinder; ab dem dritten Kind beitragsfrei) unverändert zu belassen. Ein Antrag von Rainer Ballmann, Mitglieder bereits nach zehn Jahren Vereinszugehörigkeit generell zu ehren, wurde mit vier Gegenstimmen abgelehnt.

Ehrungen
Einmal TSV, immer TSV: Die innige, teils lebenslange Zugehörigkeit der Mitglieder zu ihrem Verein ist Ehrensache. „Unser dienstältestes Mitglied ist Frieda Döring, die 1946 als junge Frau beitrat“, berichtete „Paddy“ Recker. 105-5Jüngstes Mitglied ist der sechs Monate alte Piet Kuppi. Als neueste Mitglieder wurden, direkt auf der Versammlung, Loki Zvan und ihr Cousin Ben Schnieder (beide ein Jahr alt) von Urgroßmutter Ilse Niemann und Großmutter Ortrud Schnieder aus Osnabrück angemeldet.
20 Jahre im TSV: Wienke Eilers, Michel Hube, Günter Kepper, Gertrud Luitjens, Arvid Männicke, Kevin Wilken, Kira Wilken und Lilo Wirdemann. 40 Jahre: Heinrich Matzies, Susanne Meeßen, Katja Prester und Holger Wißmann. 50 Jahre: Michael Agena, Peer Agena, Karin Eilers, Waltraud Hunger, Friederike Kett, Hans-Jörg Numrich, Kerstin Oldewurtel, Silke Oldewurtel, Norbert Otten, Harro Schreiber, Hans-Georg Sjuts und Günther Wettstein. 60 Jahre: Manfred Bents, Alwin Eckhardt, Helmut Feith, Gerd Klöpping, Heiko Recker, Hans-Jochen Schmidt, Hans-Jochen Voß und Karl-August Wegener.
Gute Kondition stellten folgende TSV-Mitglieder bei der Abnahme des Deutschen Sportabzeichens (DSA) auf Langeoog unter Beweis: Jonny Vestering mit der 43. Prüfung in Gold, Margret Sjuts und Heiko Recker (beide 37. Gold), Ralf Heimes (28.), Hanna Uecker (18.), Rainer Ballmann (7.), Tobin Heimes (6.) sowie Jürgen Hörning und Dr. Hans-Jürgen Reimann (beide 1.). „Unsere TSV-ler tun sich schwer mit dem Sportabzeichen“, bedauerte der Vorsitzende und appellierte an die Versammelten, vermehrt ihre Fitness beim DSA zu zeigen.

DFB-Ehrenamtspreis für „Paddy“
Mit dem DFB-Ehrenamtspreis 2017 wurde Heiko Recker aus­gezeichnet. Seit Jahren würdigen Deutscher Fußballbund und NFV gemeinsam das herausragende Engagement im Ehrenamt: Zum 21. Mal wurde aus den 44 Fußballkreisen in Niedersachsen je eine ehrenamtliche Kraft geehrt, die Anfang April mit einer Begleitperson zu einem Dankeschön-Wochenende fährt. Das findet am NFV-Sitz in Barsinghausen statt. Neben der Ehrung im Sporthotel Fuchsbachtal erwartet die Teilnehmer ein buntes Erlebnisprogramm.
Reinhard Schultz vom Fußballkreis Ostfriesland überbrachte im Namen von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth die Auszeichnung: „Für Heiko steht der TSV immer an erster Stelle, egal, ob es um aktive Unterstützung aller Sparten, die Organisation sportlicher Events oder die Vertretung des Vereins bei allen Gremien am Festland geht“, so Schultz. Seit 25 Jahren steht Recker an der Spitze des TSV, davor war er elf Jahre Vizevorsitzender. Das bedeutet 36 Jahre Vorstandsarbeit. – „Ohne meine Mitstreiter bin ich gar nichts“, gab „Paddy“ das Lob weiter. Er dankte den rund 40 Spartenleitern und Aktiven, die „den Verein am Laufen halten.“

„TSV-Sportler des Jahres“
Zum zehnten Mal kürte das „Piramboto“-Team aus der Fußballsparte den „TSV-Sportler des Jahres“. Diesmal war die Wahl auf Erwin Klotz gefallen, der seit vielen Jahren das Männerturnen am Mittwochabend betreut. 105-4„Er ist der älteste Spartenleiter und hat die kürzeste Anreise zu seinem Trainingsort, der Turnhalle.“ Seit Jahren eine feste Institution der TSV-Sparten, halte sich die Gruppe motiviert und gut gelaunt durch Turnen und Ballspiele fit. Unauffällig, aber voll dabei sei Erwin Klotz: „Keiner, der in der Mitte steht und Kommandos brüllt, im Gegenteil: Er ist ein Teil des Ganzen – mit viel Engagement und Herzblut für seine Jungs“, lautete das Urteil der aus Rainer Hunger, Karsten ­Luplow, Norbert Otten und Wolfram Wiedel bestehenden Jury: „Bitte bleib Deinem Männersport noch lange gesund und treu.“ Denn wenn der TSV auch Nachwuchssorgen in einigen Sparten habe, so sehe man doch für die Mittwochsmänner eine gute Teilnehmerzukunft – etwa aus den Reihen der Jury.

Berichte aus den Sparten
Der Thalasso-Lauftreff . . .
blickt laut Spartenleiter Rainer Ballmann auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Ganzjährig am Mittwoch- und Freitagnachmittag stattfindend (Treffpunkt: TSV-Vereinsheim), wurden seit Gründung im September 2012 rund 550 Lauftreffstunden absolviert. Die bis zu 40 Teilnehmer kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Belgien, den Niederlanden und sogar Afghanistan. Zu den besonderen Ereignissen 2017 zählte der „Strandläufer“-Treff im Rahmen der Zugvogeltage, an dem 35 Aktive vom Schullandheim des Ratsgymnasiums teilnahmen.

Vom Fußball . . .
berichtete Obmann Thomas Pree. Zum Training der Herren am Mittwoch erschienen bis zu 26 Spieler. Gut betreut seien die   Jugendmannschaften durch Frank Bieniasch, Luca Laube, Anselm Prester und Rüdiger Schmidt. 105-6Highlight 2017, so Thomas Pree, war der „17. Fußball-Cup der sieben Inseln“ auf Langeoog. ­Sieger des Turniers wurde Borkum, gefolgt vom Gastgeber und Titelverteidiger, dem TSV. – Kleine Kicker profitierten von der Langeooger Fußballschule, die übers Jahr verteilt mehrere Termine für ein Intensivtraining anbot. Auch 2018 wird wieder eine Ferienschule stattfinden. – Das traditionsreiche Benefizspiel des TSV gegen eine Kurgästeauswahl musste wegen Schlechtwetters ausfallen. Der „gute Zweck“ fiel aber nicht ins Wasser: Eine Spontansammlung erbrachte 370,– Euro zur Anschaffung eines Luftkissenboots für die Langeooger Feuerwehr.

Fitness 50-plus-minus und TriloChi®
Zum Reinschnuppern um 19 Uhr lädt die Montagsgruppe „Fit­ness 50-plus-minus“ ein. Den Bericht der Übungsleiterinnen ­Mareke Gastmann und Petra Kruse verlas Turnerfrau Waltraud Wissmann.
Im Vordergrund steht die Erhaltung der Fitness durch Herz-Kreislauf-Training und Kräftigungsübungen zum Muskelaufbau. Übungen zu Körperwahrnehmung, Gedächtnis und Koordination sowie Sturzprophylaxe ergänzen den Stundenablauf, in den ­aktuelle Trends und kleine Spiele eingebunden werden. Unverzichtbar sind gemeinsame Aktivitäten mit der Donnerstagsgruppe von Mareke Gastmann, deren Inhalte der Montagsgruppe ähneln.
Die TriloChi®-Gruppe von Mareke Gastmann am Dienstagabend läuft inzwischen im dritten Jahr. Als ganzheitliches Bewegungskonzept basiert TriloChi® auf Trainingsmethoden wie TaiChi, ­Qigong, Pilates und Yoga. Zum Mitmachen eingeladen sind übrigens auch Männer.

Herzsportgruppe
105-7Vom Training ihrer „Herzdamen und Herzbuben“ referierte Renate Grell. Die Gruppe mit dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“ besteht seit über 20 Jahren und wird seit mehr als zehn Jahren von Dr. Koller ehrenamtlich betreut. Neben harmonischen Übungen aus TaiChi, Qigong und Yoga Dancing in der „sanften Stunde“ am Mittwoch stehen auch Vorträge zum Thema Herzmedizin und Sport auf dem Plan. Die „sanfte Stunde“ ­illustrierte „Nati“ Grell anhand einer kurzen Videosequenz aus einer Übungseinheit.

Ergebnisse der Leichtathletik . . .
teilte Anja Börgmann mit: Mit viel Spaß und Freude üben wir auf spielerische Art und Weise die Formen des Laufens, Springens und Werfens.“ In der U16-Gruppe sind derzeit 17 Kinder und ­Jugendliche aktiv. Von April bis Oktober findet das Training in der Turnhalle statt, „in den wärmeren Monaten trainieren wir natürlich draußen“, wobei „der Weit- und Hochsprung wie auch das Staffellaufen heiß begehrt“ sind.
Aktueller Höhepunkt war am 13. Januar die erfolgreiche Teilnahme an den Ostfriesischen Leichtathletik-Meisterschaften in ­Emden: „Finja Bents wurde Vizemeisterin im Kugelstoßen in der Altersklasse W12.“ Madita Zimmermann (W14) und Sally Sowe (W12) erreichten je einen dritten Platz im 60-Meter-Sprint, die U16-Staffel der Mädchen kam ebenfalls auf Rang 3. Fazit Börgmann: „Alle meine Leichtathleten haben viel Spaß an Bewegung und lieben es, sich mit anderen zu messen.“

Die Judo-Sparte …
feierte 2017 ein erfolgreiches Jahr. Dies berichtete Tilli Matzies in Vertretung von Spartenleiter Heinrich Matzies. Derzeit besteht die Mannschaft aus vier Mädchen und drei Jungen. Von Erfolg gekrönt war die Teilnahme des noch jungen Teams am Weihnachtsturnier des Judoarbeitskreises Wittmund, diesmal in Du­num. Fynn Vrbec holte Gold in der Gewichtsklasse bis 40 Kilo, Silber (bis 60 kg) ging an Wiebke und Mareikje Matzies sowie Alina Grein. Renato Madic (bis 40 kg) erhielt Bronze, Mareike Peters (bis 35 kg) und Timo Lucas (bis 65 kg) belegten jeweils den ­4. Platz. Mit Stolz könne man sagen, dass „wir kreismäßig die erfolgreichste Sparte im TSV sind.“ Neben sportlichem Lorbeer gehört zur Zukunftssicherung der Sparte auch, dass Mareikje Matzies 2018 an einem Trainerassistentenlehrgang teilnehmen wird.

Eltern-Kind-Turnen
„Mittwochnachmittags gehört die Turnhalle den Ein- bis Sechsjährigen“, beschrieb Jördis Recker das von Antje Julius und ihr betreute Eltern-Kind-Turnen. Eine kleine Diaschau beleuchtete die Aktivitäten der Gruppe: Zwischen Begrüßungs- und Abschlusslied wird an Stationen von Trampolin über Hängeschaukel bis Rollbrettbahn getobt, gespielt, geklettert und gehüpft. Dank tatkräftiger Hilfe der erwachsenen Begleitung sind Auf- und Abbau der Geräte schnell erledigt. Am Schluss wird gemeinsam aufgeräumt. Die Bewegung und Teamgeist fördernde Turnstunde ist sehr beliebt: „Tatsächlich gibt es Tage, an denen 30 bis 50 Personen keine Seltenheit sind.“

Volleyball
105-8Auch ohne Mannschaft im Punktspielbetrieb werde emsig trainiert, erklärte Volleyballspartenleiter Jürgen Hörning. Acht bis 14 Spielerinnen und Spieler im Alter von 15 bis 80 Jahren finden sich jeden Montag- und Freitagabend in der Turnhalle ein. Nach einer intensiven Aufwärm- und Einspielphase werden zwei ­Mixed-Teams gebildet, die meist fünf Sätze zu je 25 Punkten spielen. – Ein brennendes Problem sei laut Spartenleiter die Nachwuchsförderung: Für die Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen suche man dringend eine Übungsleiterin oder einen Übungsleiter; eine entsprechende Qualifizierung werde durch den TSV-Vorstand voll unterstützt. Als herausragende Events am Strand nannte Hörning das 33. Mixed-Turnier im Juni und das 50. Oldie-Volleyball-Beachturnier.

Aus den Kleinsparten . . .
berichtete Heiko Recker. Von Badminton über Männerturnen bis Taekwondo und Tennis laufe alles unverändert, so der TSV-Chef. Ein Erfolg war wiederum der Silvesterlauf mit 236 Teilnehmern, auch wenn „ich noch nie so schlechtes Wetter erlebt habe wie 2017.“ Erneut machte sich der Festausschuss um Antje Ju­lius und Marleen Heine um die gelungene Ausrichtung des TSV-Kinderkarnevals und Pfingstfestes verdient. Ein besonderer Dank „Paddy“ Reckers ging an alle Helfer, Sponsoren und weitere Unterstützer des TSV.

Sport-Notizen aus den verschiedenen Sparten des TSV Langeoog

Fußball-Camps 2018 ab Ostern
Im Sommer schaut die Fußballwelt nach Russland, wo vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 das 21. Weltmeisterschaftsturnier stattfindet. Auf der Insel können angehende Fußball-Champs bereits ab Ostern in den Langeooger Fußball-Camps trainieren, um vielleicht einmal an einer späteren WM teilzunehmen. Insgesamt neun Camps laufen von Ende März bis Mitte Oktober auf dem TSV-Sportplatz. Anbieter ist die Agentur Iventos, die unter anderem die Langeooger Laufserie organisiert, mit Unterstützung des TSV. Das erste Camp steigt vor Ostern vom 27. bis 30. März. „Neu im Programm ist das Pfingst-Camp vom 22. bis 25. Mai“, teilt Iventos-Headcoach Tim Krickhahn mit. Fünfmal lädt die Fußballschule im Sommer zum Mitmachen ein: 10. bis 13. Juli zur heißen WM-Phase, dann 24. bis 27. Juli, 31. Juli bis 3. ­August, 14. bis 17. August und 21. bis 24. August. Zwei Herbstcamps vom 2. bis 5. sowie 16. bis 19. Oktober machen das Angebot perfekt.
Teilnehmen können ballbegeisterte Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren. Die Camps dauern jeweils vier Tage, trainiert wird täglich von 10 bis 13 Uhr. Ballannahme, Pass-Spiel und Torschuss, Dribbling und Geschicklichkeit stehen auf dem Plan, zudem wird der Teamgeist gefördert. Die Teilnahme kostet 90,– Euro pro Camp. Weitere Informationen sowie Anmeldung auf www.fussballschule-langeoog.de im Internet.

Dünen-Cup 2018
Vom Samstag, 28. April bis Dienstag, 1. Mai findet in der Turnhalle an der Friesenstraße der „12. Langeooger Dünen-Cup 2018“ statt. Der Gerätturn-Wettkampf Frauen und Mädchen ­beginnt ab Sonntag jeweils gegen 9.20 Uhr, zuvor besteht ab 9 Uhr die Möglichkeit zum Aufwärmtraining. Geturnt wird in drei Durchgängen an Stufenbarren, Schwebebalken, Sprungtisch und am Boden. Den Auftakt am Samstag, zugleich Anreisetag, bildet um 20 Uhr ein „Sun-Downer“-Kürdreikampf: Hier können auch die begleitenden TrainerInnen, PunktrichterInnen und Eltern teilnehmen.
Ausrichter des Dünen-Cups ist der Turnbezirk Weser-Ems mit Unterstützung des TSV Langeoog. Zahlreiche Sportlerinnen aus Nordwestdeutschland haben sich bereits beim Team um Bezirksfachwart Wolf Dieter Zapp und Susanne Philipp gemeldet. Untergebracht werden die Turnerinnen in den Langeooger OWD-Heimen. Die verbindliche Meldefrist endet Mitte April. Weitere Infos im Internet auf www.ntb-infoline.de.

TSV-Knobler in Zagreb
Nach Danzig, Porto und zuletzt Belgrad zog es die TSV-Knobelrunde „Harter Kern“ auf ihrer diesjährigen, der 30. Fahrt nach Zagreb. Zu neunt brachen die Würfelfreunde zu ihrer Jubiläums-Jahresfahrt vom 22. bis 25. Februar auf. 110-2Abgesehen vom neuen Hovercraft nutzte man alle Transportmöglichkeiten: Frühmorgens mit der Bahn zum Hafen, auf der Fähre ans Festland, per Bus nach Norden, weiter mit dem Zug nach Frankfurt/Main. Von dort ging es via Flieger der Croatia Airlines direkt nach Zagreb. Spätabends landeten die Langeooger in der kroatischen Hauptstadt: „Im dicks­ten Schneetreiben haben wir nach dem Hotel-Check noch die Gegend erkundet.“
110-1Bei Tageslicht wurde die Stadterkundung am Freitag auf eigene Faust fortgesetzt. Gut 900 Jahre alt ist die von der Save durchflossene Großstadt am Fuß eines Mittelgebirges. „Aufgrund der besonderen Lage im Schnittpunkt von Mittel- und Südeuropa ist Zagreb durch unterschiedlichste kulturelle Einflüsse geprägt“, erkannten die TSV-Knobler sofort. Auf reges Interesse stieß etwa der Dolac Markt in der Oberstadt mit frischem Fisch, Obst, Gemüse und erfrischenden Getränken. Samstag folgte eine Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn. Die Nordlichter ließen die alte Oberstadt mit Parlamentsgebäude und Stadtmuseum und die junge Unterstadt mit Nationaltheater und dem Botanischen Garten auf sich wirken. „Außer Eisblumen wuchs dort im Moment aber nichts“, stellten die Langeooger Pflanzenforscher ernüchtert fest und formten flugs noch einen kleinen Schneemann („Kasimir“). Den hinterließen sie Zagreb als vergängliches Denkmal – zur Erinnerung an ihre Jubiläumsfahrt.
Sonntag früh um 4.30 Uhr begann die Rückreise. Alles lief wie am Schnürchen, auch die letzte Fähre nach Langeoog. Und so saß die Runde abends im „Treibgut“ beisammen und ließ die Fahrt Revue passieren. Die Gedanken waren bei Kasimir – wie mochte es ihm wohl gehen?

„Auftritt auf Langeoog“

Neues Schuhgeschäft auf der Insel hat eröffnet

143-2„Seit einigen Jahren gab es auf Langeoog kein Schuhgeschäft mehr“, erzählt Bettina Wilken. Vor Kurzem wurde diese Versorgungslücke nun geschlossen. Mit „Auftritt auf Langeoog“ eröffnete die Familie Wilken am 3. März den Footwear-Store „Auftritt auf Langeoog“. Mit dem Laden haben die Inhaber eine zündende Idee gehabt, die von den Einheimischen und Inselgästen gleichermaßen gut angenommen wird. „Unser Sortiment richtet sich an Kinder und Erwachsene und besitzt eine sportlich bis sportlich-elegante Ausrichtung“, so Geschäftsführerin 143-3Dijana Duvnjak, Partnerin von Kevin Wilken. Von Schuhgröße 25 bis 47 finden Kunden eine gut sortierte Auswahl an „alteingesessenen“ Marken wie Lloyd, Camel, Birkenstock oder Ecco. Weiterhin ist im Komfort­bereich „Hassia“ ein Begriff. Darüber hinaus sind auch weniger bekannte Labels wie P448 oder D.A.T.E. mit hochwertigen und angesagten Sneakern vertreten. Von Giorgio 1958 stammen hingegen ausdrucksstarke Schuhe in moderner Eleganz. „Made in Green“ sind zudem die 143-4Kinderschuhe von „natural world“ aus Baumwolle und Kaut­schuk, die nicht nur   umweltschonend hergestellt werden, sondern auch ökologisch unbedenklich sind. Selbstverständlich wird das gesamte Schuhangebot noch erweitert und aktualisiert.
Der „Auftritt auf Langeoog“ an der Barkhausenstraße 9a ist geöffnet montags bis freitags von 10.00 bis 12.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr, samstags von 10.00 bis 12.30 Uhr (nachmittags geschlossen) und sonntags von 10.30 bis 12.30 Uhr.

Kramps Koopladen mit noch größerem Sortiment

„Too good to go“, Bio-Eier aus Bruderküken-Initiative sowie veganes Sortiment kommen gut an

Mehr als ein Drittel aller Lebensmittel landen im Müll. Um dieser sinnlosen Verschwendung zu begegnen, haben findige Tüftler die App „Too good to go“ entwickelt, über die überproduzierte Lebensmittel oder solche, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum bald abgelaufen ist, zu günstigeren Preisen verkauft werden. Mittlerweile wird das Konzept seit seinem Start vor drei Jahren in sieben europäischen Ländern angeboten. Aktuell beteiligen sich über 5.000 gastronomische Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte sowie mehr als drei Millionen Nutzer an diesem Projekt. Seit Jahresbeginn ist auch „Kramps Koopladen“ auf Langeoog Mitglied der Community. 111-2„Wir packen Überraschungs­tüten mit einem ausgewogenen Warenangebot von mindestens 9,– Euro und verkaufen diese für die Hälfte“, erläutert Britta Kramp. Die Papiertüten samt Inhalt werden über die App zuvor von den Kunden bestellt und können täglich in der Zeit von 13 bis 14 Uhr im Laden an der Hauptstraße abgeholt werden. Man muss lediglich die entsprechende App auf sein Smartphone herunterladen, sich registrieren lassen und kann sofort profitieren. „Wir sind positiv überrascht von der Nachfrage und sehen, dass sich viele Menschen Gedanken machen über eine intakte Umwelt und wie das Nahrungsangebot noch sinnvoller genutzt werden kann“, so die stellvertretende Marktleiterin Katja Zimmermann. Nahrungsmitteln wird somit wieder mehr Wertschätzung zuteil, aber vor allem landet es nicht so rasch in der Mülltonne, obwohl es noch verwendbar ist.
111-1Ebenfalls neu im Sortiment des Supermarktes sind Eier der Produktions- und Handels GmbH „Alnatura“ mit Sitz in Bickenbach. Artgerechte Tierhaltung ist einer der wichtigsten Gründe, warum sich Kunden für Bioprodukte entscheiden. Gerade beim Ei, einem Lieblingsprodukt der Bio-Kunden, sind die Erwartungen an Haltungsbedingungen und Tierwohl besonders hoch. Neben diesen Kriterien steht bei „Alnatura“ das Huhn selbst im Mittelpunkt. Rund 18 Milliarden Eier werden jährlich in Deutschland benötigt. Sei es für den Frühstückstisch oder zur Zubereitung von Speisen. Diese Masse kann nur von Legehennen erbracht werden, die allerdings als Fleischlieferanten nicht geeignet sind. Weil überdies die männlichen Nachkommen der Legehennen keine Eier liefern und nur langsam Fleisch ansetzen, sind sie schlicht unwirtschaftlich und werden als Eintagsküken getötet. 111-3„Alnatura“ hingegen lehnt diese Praxis ab und hat daher gemeinsam mit Bio-Bauern die Bruderküken-Initiative ins Leben gerufen. Seit 2016 werden männliche Geschwisterküken weiter aufgezogen, wofür die Betriebe Platz, Futter und Betreuung aufwenden müssen. Diesen Mehraufand zahlen Endverbraucher mit wenigen Cent mehr pro Ei.
Eine andere Einstellung bezüglich Lebensmittel ist die vegane Ernährung. Veganer meiden entweder zumindest alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder aber die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten insgesamt. „Die Kunden verlangen vermehrt nach veganen Produkten“, weiß Katja Zimmermann. Daher baute „Kramps Koopladen“ sein Sortiment zu Ostern weiter aus. Neben Molkereiprodukten werden nun auch Schnitzel, Soja, Tofu sowie eine ganze Reihe an Brotaufstrichen angeboten.

Gibt es Diamant-Meister

Els Sanders: 60 Jahre Kürschnermeister im Januar 2018

Wenn ein Ehepaar 60 Jahre zusammen ist, feiert es diamantene Hochzeit. Doch was ist mit einem Kürschner, der vor 60 Jahren seinen Meister machte – nennt er sich jetzt Diamant-Meister?
106-1Eine Frage, die sich Els Sanders stellen kann. Am 22. Januar 1958 legte der gewitzte Langeooger vor der Handwerkskammer Lüneburg-Stade die Meisterprüfung ab. Waschbärmantel und Nerzstola fertigte der damals 27-Jährige als Meisterstücke. ­Anders als heute waren Pelze damals absolut „en vogue“. ­Ursprünglich hatte Els Sanders in Aurich Putzmacher gelernt – eine Notlösung: „Lieber wäre ich ja zur See gefahren, aber das klappte damals nicht“, erinnert sich der gebürtige Esenser, der in Norden sogleich die Ausbildung zum Kürschner anschloss. Vor seiner Meisterprüfung arbeitete er einige Jahre als Geselle in Luxemburg.
Der frischgebackene Kürschnermeister leitete zunächst ein Pelzgeschäft in Leer, dann bereiste er acht Jahre lang als Einkäufer einer Amsterdamer Firma die Auktionen der Pelzbörsen von Frankfurt und London über Kopenhagen und Helsinki bis Leningrad (heute St. Petersburg). Die Zeit des Handels war der Winter. Im Sommer blieb Zeit zum Segeln. So machte Els die Seefahrt immerhin zum intensiven Hobby. 106-2Beim Segeln lernte er seine Frau Hilke kennen, eine Insulanerin. 1969 machte man sich auf Langeoog selbstständig. In seiner „Pelzboutique“, wie sie ursprünglich hieß, bot Sanders vorwiegend Lederwaren, Pelze und Damenkonfektion an. Mit dem Umbau des Hauses in den 70er-Jahren änderte sich das Sortiment: Die Pelze verschwanden, Hosen und maritime Kleidung von Elbsegler bis Fischerhemd bildeten einen neuen Schwerpunkt.
Nebenher gehörte Els Sanders dem Ensemble der Langeooger Inselbühne an. Aktiv war er auch im Shantychor, dem er zudem fünf Jahre im Vorstand vorstand; bis heute unterstützt er die – „reifen Sängerknaben“ als passives Mitglied. Fernsehruhm als Humorist erwarb das 106-3Insel-Original in der Sendung „Gaudimax“ mit seinen „wahren Geschichten von Willm Willms ut Willmsfeld“. Anschließend entflossen seiner Feder sieben Büchlein mit ulkigen Döntjes um seinen Helden Willm Willms.
2003 schloss Els mit 72 Jahren sein Geschäft und widmete sich dem Unruhestand. Gelegentlich führte er noch kleine Flickarbeiten an Segeln und Textilien aus. Seine Aufmerksamkeit aber galt und gilt, neben der Familie, weiterhin dem Shantychor und dem Segeln. Noch immer fährt er mit seiner Zeeschouw „Mien Problem“ aus, einem alten niederländischen Plattbodenschiff aus den 30er-Jahren. Geplant hat Els Sanders auch für 2018 einen Törn; voraussichtlich im Mai, nach seinem 87. Geburtstag. Fährt er allein? „Büst du mall?“, entgegnet er. Crew muss sein. Sie ist vom Feinsten – und von der Familie: An Bord dabei sind Sohn Hajo und Enkel Jelle. Gute Fahrt!

Regionale Bioprodukte äußerst beliebt

Panorama-Restaurant „Seekrug“ bringt seinen Gästen die Region kulinarisch nahe

„Wir bieten unseren Gästen einzigartige, unverwechselbare Produkte mit dem Geschmack Ostfrieslands“, verspricht Michael Recktenwald. Gemäß seiner Leitworte „Original-Regional-Wertvoll“ bietet der Langeooger Gastronom in seinem in zweiter Generation geführten Panorama-Restaurant „Seekrug“ seit über 20 Jahren saisonale Produkte an, die möglichst in Bioqualität aus der näheren Umgebung bezogen werden. „Bio-Erdbeeren im Februar aus Kolumbien sind nicht das, was wir wollen“, macht der Küchenchef deutlich. Ebenso lehnt er es ab, dass regionale Tierzüchter gentechnisch verändertes Futter verabreichen.
142-1Im Laufe der Zeit probierte Michael Recktenwald einiges aus. „Ich befasste mich intensiv mit dem Begriff ,Bio‘, inzwischen ist es für mich ein fester Bestandteil meines Lebens und der meiner Familie“, erzählt der Langeooger. Etliche Zutaten für die Gerichte stammen von Langeoog. Wie etwa die Highland-Rinder, die Michael Recktenwald vom Züchter Heiko „Rumbi“ Arends bezieht. Von den jährlich rund zehn benötigten Tieren wird nahezu alles verwertet. Von Mai bis Januar gesellt sich auch Langeooger Reh hinzu, im Herbst und Winter werden außerdem Fasane und Hasen zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. „Nahezu sämtliches Wild, das von der Langeooger Jagdgesellschaft erlegt wird, landet bei mir“. Abseits der Insel erstreckt sich der regionale Radius auf etwa 50 Kilometer. Sämtliche Betriebe kennt der Bio-Gastronom selbstverständlich persönlich, so dass er für die Güte der bezogenen Produkte seine Hand ins Feuer legen würde. „Ich kaufe nur die Qualität, von der ich hundertprozentig überzeugt bin“, so Recktenwald. Seine Gäste können auf der Speisekarte übrigens detailliert nachlesen, von welchen Betrieben der „Seekrug“ beliefert wird. Etliche machen auf der Heimfahrt sogar dort Halt, um für den eigenen Bedarf einzukaufen.
142-2Um stets eine optimale Qualität und Produktvielfalt anbieten zu können, wird die Tageskarte mit ihren sieben Hauptgerichten täglich neu geschrieben. Weniger Gerichte auf der Speisekarte bedeuten jedoch mitnichten weniger Arbeit. Schließlich ist der „Seekrug“ seit 2012 „ABCert“ zertifiziert und wird im Auftrag des Bundesamtes für Verbraucherschutz mehrmals jährlich auf seine Bioprodukte hin kontrolliert. Die für den Langeooger Betrieb vergebene Öko-Kontrollnummer DE-ÖKO 006 ist deutlich sichtbar auf der Speisekarte vermerkt und kann zudem im Internet recherchiert werden. Das von Michael Recktenwald betriebene Engagement lohnt sich: „Unsere Gäste lernen die kulinarische Vielfalt der Region kennen, die mehr zu bieten hat als Nordseefisch“. Mit Bio eng verzahnt ist zudem der Umweltschutz. Inmitten des Unesco Weltnaturerbes Wattenmeer gelegen hat sich der „Seekrug“ auch diesem verschrieben. Einer sauberen Umwelt zuliebe.

Bridge – ein strategisches Spiel für Mutige und Kreative

Vom 11. Juli bis 22. August Bridge-Turniere in der „Spöölstuv“

401-1Von Isa Bruch Auch in diesem Jahr finden wieder die beliebten Bridge-Turniere unter Leitung von Isa Bruch in der Spöölstuv auf Langeoog statt: vom 11. Juli bis 22. August jeden Mittwoch und am Donnerstag, dem 26. Juli jeweils um 19.00 Uhr; Teilnahmegebühr 5,– Euro, Anmeldung bis jeweils am Spieltag um 12.00 Uhr. Listen dafür hängen in der Spöölstuv aus. Schon im Winter gibt es Nachfragen, wann die Turniere im kommenden Sommer stattfinden werden, damit man danach sein Feriendomizil buchen kann, um in fröhlicher Runde seinem Hobby nachzugehen. Dieses Jahr finden die Turniere zum 19. Mal statt und im nächsten Jahr können wir dann wieder ein großes Jubiläum feiern mit Empfang, Sketches und Ehrengästen. Wir haben nicht nur gute Spieler unter den Teilnehmern, sondern auch Künstler wie z.B. Axel Benkner, einem Musiker, der die Bridge-Gruppe und deren Freunde auch am Strand oder privat mit seinen Liedern erfreut. „Bridge mit Isa“ . . . ist ein echter Ohrwurm und hat auch Bürgermeister Uwe Garrels zum Mitsingen und Schunkeln animiert. Ein guter Organisator und Spieler ist Hanns-Gerd Fischer. Er unterhält in Bremen eine eigene Bridge-Institution und hat zusammen mit Freunden das große Weserstadion-Turnier auf die Beine gestellt, das größte eintägige Turnier mit höchster Teilnehmerzahl (138 Paare). Nach fünf Jahren hat er 2017 die Leitung abgegeben. Im Turnier hat er mit seinem Partner in der höchsten Klasse den zweiten Platz belegt, wie man dem Bridge Magazin vom Februar 2018 entnehmen kann. Die Bridge-Abende sind interessant und unterhaltsam, die Spielstärken unterschiedlich. Gäste, auch Anfänger und Kiebitze sind immer willkommen. Wir haben schon so manchem über die Schwelle des Anfangs geholfen, der dann ein großer Experte geworden ist. Das401-2 Teilnehmergeld spendet Isa Bruch jedes Jahr für Kinder und Jugendliche auf Langeoog. Im letzten Jahr war es ein Spielgerät für die Kleinen in der Spöölstuv, eine Raupe. Die Digitalisierung im Bridge ist mittlerweile weit fortgeschritten, sodass der Turnierleiter gleich nach dem letzten Spiel mit wenigen Klicks das Ergebnis des Turniers mitteilen kann. Danach setzt er es ins Internet, wo man dann sehen kann, wie die anderen gespielt haben, und wer was aus einer Austeilung gemacht hat. Hier ein Beispiel: Diagramm Hier wurde an 9 ½ Tischen gespielt (38 Personen). An jedem Tisch sitzen vier Personen. Die einander gegenüber sitzenden Ost/West (OW)-Spieler spielen miteinander gegen die beiden anderen, das Nord/Süd-Paar (NS). Die 52 Karten stecken in einem Board, für jeden 13 Karten. Das Board geht nach dem Spiel an den nächsten Tisch. 30 Boards wurden gespielt. In diesem Diagramm ist die 401-3Kartenverteilung von Board 16 aufgeschrieben. Darunter stehen die Aktionen und deren Konsequenzen: In der vierten Spalte findet man, was die Paare gereizt haben (den Kontrakt), und was erzielt wurde. Anders als beim Skat zählen hier die Anzahl der Stiche; nicht deren Inhalt. Die meis­ten auf OW haben fünf Pik gereizt und einen Stich mehr gemacht; d.h. sechs Stiche (+ sechs Stiche, die immer gemacht werden müssen) + einen Stich = 12 Stiche mit Pik als Trumpf. Das Paar 103 hat vier Pik + 3 gemacht; d.h. 13 Stiche mit Pik als Trumpf. Das war das beste Ergebnis auf OW und ergibt die höchste Matchpunktzahl (MP) 15,9 (s. Letzte Spalte!). Das Paar 6 auf NS hat mutig dagegengehalten und 7 Treff (♣) (13 Stiche mit Treff als Trumpf) gereizt. OW hat kontriert. NS hat zwei Stiche weniger gemacht als versprochen (7♣ – 2). Aber die Strafe dafür war weit geringer als der Bonus für das erfüllte Vollspiel mit Überstichen von OW (s. Spalte „Score“!). Dafür bekommt NS (Paar 6) die meisten MPs, 15,9 (s. 1. Spalte!) Zum Schluss werden alle MPs zusammengezählt und eine Reihenfolge der Spieler ermittelt. Wir sind auf Langeoog beim Bridge mit der Digitalisierung noch nicht so weit. Aber immerhin rechnen wir schon lange die Ergebnisse mit dem Computer aus und geben diese den Teilnehmern noch am selben Abend bekannt. Danach folgt wie immer die Siegerehrung, wobei die ersten beiden in der Rangfolge mit dem begehrten, vom Tourismus-Service gestifteten Langeoog-Pokal belohnt werden. – Freuen wir uns auf einen interessanten und erlebnisreichen Sommer auf Langeoog.

Sport-Notizen aus den verschiedenen Sparten des TSV Langeoog

Zur Jahreshauptversammlung . . .
am Samstag, 20. Januar 2018 sind die Mitglieder des TSV Langeoog ins „Haus der Insel“ herzlich eingeladen, Beginn ist um 14.30 Uhr. Bei Tee, Kaffee und Kuchen informiert die gesellige Zusammenkunft in Jahresrückblick und Kassenbericht des Vorstandes, in Spartenberichten und Terminvorschau über die vielfältigen Aktivitäten des Sportvereins. Neben der Wahl des Vizevorsitzenden, der Schriftführerin und der Kassenprüfer steht auch eine Reihe von Ehrungen auf der Tagesordnung. Der Vorstand bittet daher um zahlreiches Erscheinen.

TSV-Silvesterlauf
Mit Schwung das alte Jahr verabschieden: Der TSV-Silvesterlauf am Sonntag, 31. Dezember darf noch einmal alle Kräfte beanspruchen. In enger Zusammenarbeit stellen Tourismus-Service Langeoog und TSV den Traditionslauf auf die sportlichen Beine. Nach kurzem Aufwärmtraining am TSV-Vereinsheim (Start und Ziel) fällt um 13.30 Uhr dort auch der Startschuss. Zur Auswahl stehen zwei Strecken über 5,6 und 10,4 Kilometer, die zunächst über Süderdünenring und Störtebekerstraße zum Hafen verlaufen, wo sie sich teilen. Die kurze Route führt über die Hafenstraße zurück zum Sportheim, die Teilnehmer der langen Dis­tanz folgen dem Seedeich, durchqueren das Pirolatal und treffen über Gerk-sin-Spoor und Polderweg im Ziel ein. Bewältigt werden können die Strecken in den Disziplinen Laufen, Nordic Walking, Radfahren und Wandern.
Teilnahmekarten gibt es ab sofort an der Tourist-Info im „Haus der Insel“ das Startgeld beträgt 5,– Euro. Die Organisatoren bitten darum, diese Anmeldemöglichkeit unbedingt zu nutzen. Nachmeldungen sind aber auch am Lauftag ab 12.30 Uhr am TSV-Heim möglich. Im Ziel mündet der Silvesterlauf, dessen Absolventen heißen Tee und eine vitaminreiche Stärkung erhalten, für gewöhnlich in ein fröhliches Beisammensein. Ihre Urkunden können die Silvesterläufer im Internet herunterladen.

Kinderkarneval am 3. Februar
823Karnevalistisch ist Langeoog seiner Zeit gut eine Woche voraus: Während allgemein rund um den Rosenmontag, 12. Februar 2018 gefeiert wird, legt der TSV-Kinderkarneval bereits am Samstag, 3. Februar los. Anlass sind die frühen Winterferien der Inselschule. Den Auftakt macht der traditionelle Umzug, der um 14.30 Uhr am Rathaus startet. Unter fröhlichen „Langeoog hellblau!“-Rufen führen Prinz Wolfram I. und Prinzessin Marleen I. die Jeckenparade auf dem Weg zum „Haus der Insel“ an. Dort steigt um 15 Uhr die bunte Karnevalsparty. Das Motto lautet diesmal „Manege frei – komm’ mit ins Zirkuszelt!“ und eröffnet den jungen Teilnehmern eine Vielzahl an Verkleidungsmöglichkeiten: als Zirkusdirektorin oder Zauberer, Hochseiltänzerin oder Dompteur, Clown oder Löwe, oder, oder, oder. Im Eintritt sind drei Lose für die große Tombola enthalten. Weitere Lose sind ebenso erhältlich wie Kuchen, Würstchen und Getränke als kleine Stärkung zwischendurch. Viel Spaß und „Langeoog hellblau!“

Fußball-Camps 2018 ab Ostern
Im Weltmeisterschaftsjahr 2018 sind die Langeooger Fußball-Camps ein absolutes Muss. Insgesamt neun Camps, so viel wie nie, finden von Ende März bis Mitte Oktober statt. Mitmachen können ballbegeisterte Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren. Die Camps dauern jeweils vier Tage, trainiert wird täglich von 10 bis 13 Uhr. Auf dem Plan stehen Ballannahme, Pass-Spiel und Torschuss, Dribbling und Geschicklichkeit, gefördert wird zudem der Teamgeist. Anbieter ist die Agentur Iventos, die unter anderem die Langeooger Laufserie organisiert. Das ers­te Camp auf dem TSV-Sportplatz findet zu Ostern vom 27. bis 30. März statt. „Neu im Programm ist das Pfingst-Camp vom 22. bis 25. Mai“, berichtet Iventos-Headcoach Tim Krickhahn. Fünfmal lädt die Fußballschule im Sommer zum Mitmachen ein, die Termine: 10. bis 13. Juli, 24. bis 27. Juli, 31. Juli bis 3. August, 14. bis 17. August und 21. bis 24. August. Zwei Herbstcamps vom 2. bis 5. sowie 16. bis 19. Oktober runden das Angebot ab. Die Teilnahme kostet 90,– Euro pro Camp. Nähere Auskünfte sowie Anmeldung (voraussichtlich ab Februar 2018) online auf www.fussballschule-langeoog.de.

12. Dünen-Cup 2018
Barren, Balken, Sprung und Boden rücken in den Mittelpunkt, wenn vom Samstag, 28. April bis Dienstag, 1. Mai der „12. Langeooger Dünen-Cup 2018“ stattfindet. Der Gerätturn-Wettkampf Frauen in der Turnhalle an der Friesenstraße beginnt ab Sonntag jeweils gegen 9.20 Uhr, zuvor besteht ab 9 Uhr die Möglichkeit zum Aufwärmtraining. Am Samstag, zugleich Anreisetag, ist zudem ein „Sun-Downer“-Wettkampf vorgesehen: An diesem Kürdreikampf können auch die begleitenden KampfrichterInnen, TrainerInnen und Eltern teilnehmen. Ausrichter des Dünen-Cups ist der Turnbezirk Weser-Ems mit Unterstützung des TSV Langeoog. Weitere Infos auf www.ntb-infoline.de im Internet.

Neues aus der Ortshandwerkerschaft

Ortshandwerksmeister Hans-Jörg Numrich informiert
Am Donnerstag, den 8. März 2018 lädt Hans-Jörg Numrich die Mitglieder der Langeooger Ortshandwerkerschaft zur 49. Jahreshauptversammlung ein. Nach der Begrüßung um 18.30 Uhr im Panoramarestaurant „Seekrug“ lässt der Ortshandwerksmeis­wter das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 Revue passieren. Zudem wird Kassenwart Jan Donner über den aktuellen Stand der Finanzen berichten. „Neuwahlen finden dieses Mal nicht statt“, so Hans-Jörg Numrich, der um zahlreiches Erscheinen bittet. In Kürze werden den Mitgliedern der Ortshandwerkerschaft die Einladungen zugestellt.

Weihnachtspäckchen
Traditionell werden die Senioren der Langeooger Ortshandwerkerschaft sowie die Witwen von Ortshandwerksmeistern zu Weihnachten mit Aufmerksamkeiten bedacht. „Auch in diesem Jahr ist dieser schöne Brauch geplant“, sagt Hans-Jörg Numrich. Neben Stollen, Obst und Nüssen befindet sich auch ein Jahreskalender der Ortshandwerkerschaft LeerWittmund.

Skatturnier für Jedermann
Alle Jahre wieder treffen sich Skatfreunde zum Kartenspiel. Das Skatturnier für Jedermann findet bereits zum 15. Mal statt und wird in bewährter Form von Hans-Jörg Numrich organisiert. An drei Abenden werden die jeweiligen Sieger ermittelt, zum Schluss wird der Gesamtgewinner gekrönt. Wie in den Vorjahren gibt es wieder Preise zu gewinnen, die von dem zu entrichtenden Startgeld von 10,– Euro eingekauft werden. Die Spielrunden finden jeweils freitags ab 19.00 Uhr statt. Termine: 19. Januar (Restaurant „In’t Dörp“), 2. Februar (Restaurant „Alte Post“), 16. Februar („In’t Dörp“).