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„Langeoog – meine wunderbare Insel“

„de Utkieker“ ruft zum Fotowettbewerb auf: Start im Juni

Langeoog ist ein faszinierendes Eiland – zu jeder Jahreszeit.  Ob Strandleben im Sommer oder Schlittenfahrt im Winter: Als Inselbroschüre mit immerhin 36-jähriger Erfahrung hat „de Utkieker“ schon viele Motive eingefangen und vorgestellt. Nun möchten wir gern ­wissen: Wie sehen Urlaubsgäste und Insulaner ihr Langeoog? Zum 1. Juni startet daher unser Fotowettbewerb.
Unter dem Motto „Langeoog – meine wunderbare Insel“ können Fotobegeisterte bis zum Jahresende ihre Lieblingsbilder ein­reichen. Egal ob es sich um Strandbilder handelt, Architektur in ungewohnter Perspektive, weidende Pferde, Naturschauspiele wie Nebel in der aufgehenden Morgensonne, ein in Raureif gehüllter Sanddornstrauch oder andere Motive – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die eindrucksvollsten Bilder werden ab der Juli-Ausgabe monatlich als Titelbild des „Utkieker“ erscheinen. Der Einsender tritt die Bildrechte ausschließlich für diesen Verwendungszweck an den Verlag ab, der Abdruck des Fotos erfolgt honorarfrei. Der jeweilige Monatsgewinner darf sich neben dem Druck seines Titelmotivs auf ein Buchpräsent oder ein Jahresabonnement des „Utkieker“ freuen.
Vorab einige Hinweise: Ihr Foto sollte mit einer Digitalkamera in höchstmöglicher Auflösung aufgenommen werden. Zudem bitten wir darum, auf Bildbearbeitungen zu verzichten. Schön wären kurze Angaben, wann und wo das Bild aufgenommen wurde. Zu beachten ist das quadratische Format des ­„Utkieker“-Titelbildes. Die Fotografie sollte auf diese Optik abgestimmt sein.
Bei aller Freude am Fotografieren sei noch auf Folgendes hingewiesen: Bevor Sie an diesem Fotowettbewerb teilnehmen, sollte das schriftliche Einverständnis eventuell abgelichteter Personen eingeholt werden. Ein entsprechendes pdf-Formular zum Download finden Sie hier: Nutzungsrecht für Fotos.
Die Fotos mailen Sie bitte an: fotowettbewerb@soeker-druck.de. Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Fotografieren –  wir freuen uns auf Ihre Bilder!

Neu: „Pier 2 – der Biergarten“

Biergarten und SB-Restaurant an der Hauptstraße

340-1Seit Kurzem gibt es auf Langeoog einen neuen Ankerplatz im Herzen des Ortes: Zentral an der Hauptstraße lädt „Pier 2 – der Biergarten“ zum Verweilen ein. Direkt neben „Weindüne“ und „Inselhotel Langeoog“ gelegen, überzeugt das Ensemble durch seine mediterrane Plaza-Atmosphäre – dank großzügiger ­Sonnenterrasse, stilvollem Pavillon und dem maritimen Selbstbedienungsrestaurant. An diesem Pier legt man gerne an.
„Festmachen“ können die Gäste in verschiedenen Bereichen: An den Biergartentischen zur Linken genießen sie etwa das ­Essen aus dem SB-Restaurant, während sich der Lounge­bereich rechts zum gemütlichen Sitzen empfiehlt; in der Mitte ruht der Pavillon mit Bar und Sport-TV. Dabei ist „Pier 2“ mehr als ein bloßer Biergarten: Neben kühlen Hopfengetränken von Pils bis Weizen lockt eine große Auswahl an Weinen, Cocktails und Spirituosen sowie alkoholfreien Softdrinks, Tee, Kaffee und weiteres. Zudem punktet „Pier 2“ mit Aktionen wie dem täglichen Frühschoppen von 11.00 bis 13.00 Uhr.
340-2Das Selbstbedienungsrestaurant mit liebevoll gestaltetem Gast­raum hält eine abwechslungsreiche Karte für jeden Appetit ­bereit, vom Snack bis zum Menü: Frisches aus der Pfanne und vom Grill, Fischspezialitäten, knackige Salate sowie Desserts, Kuchen und anderes mehr. Viele Snacks und Gerichte, von der „schnellen Brezel auf die Hand“ über Fischbrötchen und Pommes bis zur Pizza, sind auch zum Mitnehmen erhältlich. An der Bar im Pavillon lässt es sich gut aushalten. Neben der Getränkeauswahl ist auch das sportive Angebot attraktiv: Auf zwei Fernsehschirmen können spannende Sportereignisse verfolgt werden, aktuell zum Beispiel die Spiele der Fußball-WM.
340-3„Pier 2 – der Biergarten“ nahm recht zügig Form an: „Ende ­Januar begannen die Außenarbeiten. Die Neugestaltung erfolgte durch Handwerksbetriebe aus der Region“, berichtet Projekt­leiter Stefan Masseck. Die neu gepflasterte Terrasse ist perfekt auf das Ortsbild abgestimmt: Wie in der Hauptstraße wurde Modena-Pflaster in der Farbe Montana verlegt. Der Pavillon wurde komplett umgebaut und erhielt ein schmuckes Reetdach. „Durch das neue Erscheinungsbild hat der Bereich insgesamt eine Aufwertung erfahren“, freut sich Meike Rector, die als Managerin den „Pier 2“ betreut. Und: „An rund 90 Stunden in der Woche kann man hier ‚vor Anker‘ gehen.“ Denn „Pier 2“ ist täglich von 10.00 bis 22.30 Uhr geöffnet.

„Urlaub fängt schon auf der Fähre an“

Jörn Viola lernt das Hotel Flörke und Hotel Langeooger Inselzeiten von Grund auf kennen

„In absehbarer Zeit möchte ich mich gerne aus der aktiven Leitung zurückziehen“, blickt Gerda Spies voraus. Seit etlichen Jahren führt die Langeoogerin die beiden Häuser Hotel Flörke und Hotel Langeooger Inselzeiten. Während dieser Zeit hat die Inhaberin stets Weitsicht bewiesen.
324Mit Jörn Viola steht nun die kommende Generation in den Startlöchern. Der Neffe von Gerda Spies wuchs in Friedeburg auf und ging nach der 10. Klasse für ein Jahr als Austauschschüler nach Denham Springs, einem Vorort von Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana. Nach seiner Rückkehr drückte der Jugendliche in Wiesmoor die Schulbank und erlangte sein Fachabitur. Die anschließende Ausbildung zum Hotelfachmann im Bremer 5-Sterne-Hotel Swissôtel, einer internationalen Hotelkette im Luxussegment, schloss Jörn Viola mit Auszeichnung in verkürzter Ausbildungszeit ab. Danach folgten für Hotelkenner recht illustre Stationen unter anderem bei Louis C. Jacob einem 5-Sterne- Superior Hotel. „Damaliger Eigentümer war Horst Rahe, dem auch die Deutsche Seereederei mit Kreuzfahrtschiffen gehört“, weiß der 30-Jährige. Es folgten der Jumeirah Carlton Tower in London, das Solage Calistoga Resort im kalifornischen Weinanbaugebiet Napa Valley und das „Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe“ am Tegernsee. Im Anschluss besuchte Jörn Viola für zwei Jahre die Heidelberger Fachschule für Wirtschaft und Hotel­management, die er als staatlich geprüfter Betriebswirt verließ. Mit der Arabella Hospitality SE im Münchener Arabellapark folgte eine weitere Station. „Als Complex Duty Manager und Front Desk Manager hatte ich dort sehr viel Verantwortung. Die beiden Hotels hatten insgesamt 1.073 Zimmer, da kann man sich vorstellen, dass es dort ein wenig anders zuging als hier auf Langeoog“, so der Hotelfachmann. Sämtliche Stationen haben Jörn Viola nicht nur einiges an Wissen vermittelt, sondern nach eigenem Bekunden, ihn auch in seiner Persönlichkeit weiter gebracht.
Seit dem 2. Mai ist Jörn Viola, der vorher immer mal wieder für wenige Wochen auf der Insel war, nun ganz auf Langeoog, um sich einzuarbeiten. „Unser Hotel hat nicht nur eine längere Gäs­teverweildauer als in Städtehotels“, so Gerda Spies. Auch die Strukturen seien mit Großstadthotels natürlich nicht zu vergleichen. Der Kontakt mit Mitarbeitern und Gästen ist darüber hinaus ebenfalls ein völlig anderer und mitunter fast schon familiär. Zahlreiche Stammgäste belegen dies. Insgesamt 63 Zimmer mit 120 Betten, aufgeteilt in Einzel- und Doppelzimmer, Suiten, Juniorsuiten und Appartements, bieten die beiden Langeooger Hotels an. „Der Langeoog-Urlaub fängt eigentlich schon auf der Fähre an. Man kann den Alltag hinter sich lassen und sich entspannt auf wundervolle Ferientage freuen“, sagt Jörn Viola, der das Gefühl selber kennt.
Das Hotel Flörke an der Hauptstraße wurde ursprünglich als Hotel Ahrenholtz 1884 erbaut. Ab 1906 war das Unternehmen über 50 Jahre im Besitz der Familie Flörke. 1959 übernahm Familie Spies das Hotel an der Hauptstraße und kann somit im kommenden Jahr auf 60 Jahre erfolgreicher Hotellerie zurückblicken. Nach dem Abriss des alten Gebäudes entstand ein kompletter Neubau. Vor neun Jahren wurde schließlich auf dem angrenzenden Grundstück zusätzlich das Hotel Langeooger Inselzeiten eröffnet.

Tanzen ist wieder en vogue

Tanzabschlussball war ein voller Erfolg

„Der Standardtanz ist wieder beliebter geworden“, sagt Erika Lange. Auch bei jungen Leuten sei ein gestiegenes Interesse zu erkennen. Die Langeoogerin teilt ihre Tanzleidenschaft bereits seit Jahrzehnten mit ihrem Mann Lutz Lange. Erstmals gab das 422Ehepaar nun an der Inselschule einen Tanzkurs, der am 9. Juni in einem Tanzabschlussball gipfelte. Einmal wöchentlich kamen 16 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 in die Aula der Inselschule, wo bereits ein flexibles und transportables Tanzparkett verlegt worden war. „Seit Anfang März dieses Jahres brachten wir den Jugendlichen Grundschritte bei“, berichtet Erika Lange. Fortan standen dienstagnachmittags Blues, langsamer Walzer, Foxtrott, Boogie, Disco Fox, Rumba und Cha Cha Cha auf dem „Stundenplan“. Da­rüber hinaus lehrten Erika und Lutz Lange einen Hauch Wiener Walzer, „der schon recht anspruchsvoll ist“. Der Abschlussball fand am Sonnabend, am 2. Juni im „Neei Bauhoff“ statt, der von Friederike Depping-Schreiber und Harro Schreiber kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Das Ehepaar beging am selben Abend im privaten Kreis übrigens seinen ers­ten Hochzeitstag, hatte tags zuvor jedoch noch tatkräftig geholfen, ihr Veranstaltungshaus zu schmücken. Schülersprecherin und Mitorganisatorin Nora Eckhardt bedankte sich am Ab­schluss­abend in einer Begrüßungsansprache bei allen, die zum Gelingen beigetragen hatten und überreichte Erika und Lutz Lange einen Blumenstrauß. Die beiden verzichteten übrigens auf ihre Kursgebühr und spendeten den vollen Betrag an die Tänzer für die Organisation der Veranstaltung. Unterstützung kam auch von der Bäckerei „Seekrug“, dem Café und Restaurant „Ebbe und Flut“ sowie dem Café Leiß durch Kuchenspenden. Ralf Deeling lieferte zudem das reichhaltige Buffet, Floristmeisterin Sonja Peters sorgte für den Blumenschmuck und DJ Stefan Miener steuerte zur guten Laune die passende Musik bei. Ein Dankeschön ging außerdem an Lehrerin Myrna Cammarata und an Dini Bents, die mit Rat und Tat zur Seite standen. Nicht zu vergessen Inselschulhausmeister Detlef Janssen, der ebenfalls tatkräftig mit angepackt hatte. Nach dem Protokoll konnte der Abend unter dem Motto „007 Golden Dance – The night is not enough“, durchstarten. Festlich gekleidet enterte der Nachwuchs die Tanzfläche und zeigte den anwesenden Eltern, was sie bei Erika und Lutz Lange gelernt hatten. -sf-

„Saccetti ripieni Pecorino e olive“

Restaurant „Luciano“ mit italienischer Speisenvielfalt

„The same procedure as last year“ könnte man fast sagen, wo­rauf Ines Mühlinghaus sicherlich erwidern würde „The same procedure as every year“. Seit etlichen Jahren verkauft die Inhaberin der Pizzeria „Luciano“ vor Ostern Lose für den guten Zweck, so auch in diesem Jahr. Am Mittwoch nach den Feiertagen wurden schließlich die glücklichen Gewinner gezogen. Glücksfee war Sarah Burchert. Insgesamt 30 mal griff die Fünfjährige mit geschlossenen Augen in die „Lostrommel“. Mit jedem Mal stieg die Spannung im vollbesetzten Restaurant an der Barkhausenstraße. Zum Schmunzeln dabei: Als Hauptgewinn zog das Mädchen die Nummer ihrer großen Schwester Sophia. „Mogeln war allerdings ausgeschlossen“, erläuterte Ines Mühlinghaus. Für ihren Einsatz als Glücksfee durfte sich Sarah über eines der traditionellen Glitzereier freuen.
215Zu gewinnen gab es wie jedes Jahr bunt verpackte Schokoladeneier von 200 g bis 7 kg, die Ines Mühlinghaus aus Italien bezieht. In verschiedenen Regionen hat dort die Ostereieraktion Tradition. „Die großen Eier waren außerdem mit Überraschungen gefüllt“, so die Gastronomin. Der Erlös aus dem Losverkauf in Höhe von 500,– Euro kommt dem Lions Club „Gräfin Anna“ für verschiedene Jugend- und Sozialprojekte zugute.
Rechtzeitig zur Saison stellte das „Luciano“ wieder eine neue Speisenkarte zusammen. Ergänzend zur Hauptkarte gibt es Zusatzempfehlungen. So sollte man als Vorspeise einmal die „Brus­chetta mit Salmone affumicato“ probieren. Hinter dem wohlklingenden Namen verbergen sich Baguettestücke mit geräuchertem Lachs und Sahnemeerrettich. Als Hauptspeise empfiehlt Ines Mühlinghaus „Tortellini ripieni Formaggi e Pere con Pancetta“ – Nudeln gefüllt mit Käse und Birne mit italienischem Schinkenspeck. Auch Spargel darf natürlich nicht fehlen. Die Spargelsaison hat kürzlich begonnen und endet am 24. Juni, dem Johannistag. „Wir servieren unseren Gästen frischen deutschen Spargel, zubereitet auf italienische Art“, macht Ines Mühlinghaus Appetit auf das „königliche Gemüse“. Der Spargel wird entweder klassisch mit Parmesan und Spiegelei oder mit Parmaschinken, Mozarella über­backen und mit Basilikum angerichtet. Begleitend hierzu passen „Pinot Bianco“, ein leichter halbtrockener Weißwein, „Primitivo“, ein würziger, aromatischer und trockener Rotwein oder ein „Barone Nero“, ein kräftiger trockener Rotwein.

 

Das Oldie-Volleyballturnier lockt wieder

51. Auflage am 31. Juli am Strandabschnitt „H“

440Nach wie vor erfreut sich das Oldie-Volleyballturnier großer Beliebtheit. Nach der letztjährigen Jubiläumsveranstaltung mit Rekordbeteiligung erwarten die Organisatoren auch diesmal eine tolle Resonanz. Schließlich ist das Event bei vielen Teilnehmern fester Bestandteil ihrer Urlaubsplanung. Die „Langeoog-Oldies“ sind keine in die Jahre gekommenen Insulaner, sondern langjährige Gäste und Inselbewohner im Alter zwischen 18 und 80 Jahren, die sich von Mitte Juli bis Mitte August zum Volleyballspielen im Strandabschnitt „H“ einfinden. Oftmals trifft sich bereits die zweite Generation am „Oldie-Netz“. Höhepunkt ist das jährlich stattfindende Turnier. Die „Oldies“ sehen sich nicht als geschlossene Gesellschaft. Vielmehr freuen sich die Organisatoren Carl Reiche, Markus Redecker, Carsten Kröger und Dr. Ecke „Ossi“ Tammen über neue Mitspieler. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene: Einziges Kriterium, das zum Mitmachen berechtigt, ist die Freude am Volleyballspiel. Los geht’s am Dienstag, 31. Juli um 10.00 Uhr. Nach dem Aufbau der Netze erfolgt die Auslosung der Mannschaften mit jeweils sechs Spielern. Eine halbe Stunde später erfolgt der Startschuss für die ersten Matches. Wie im vergangenen Jahr findet die Siegerehrung ab 20.00 Uhr während eines Grillbuffets in der „Strandhalle“ statt und mündet in einen gemütlichen Disco-Ausklang mit Musik vom „Plattenteller“ (eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich). Die Startgebühr für das Oldie-Volleyballturnier beträgt 5,– Euro. Nach Abzug der Durchführungskosten werden 3,– Euro einem gemeinnützigen Zweck auf Langeoog gespendet. Anmeldungen werden am Strandabschnitt „H“ beim „Oldie-Netz“ entgegengenommen oder per WhatsApp an 0178 – 8764802.

Regionale Bioprodukte äußerst beliebt

Panorama-Restaurant „Seekrug“ bringt seinen Gästen die Region kulinarisch nahe

„Wir bieten unseren Gästen einzigartige, unverwechselbare Produkte mit dem Geschmack Ostfrieslands“, verspricht Michael Recktenwald. Gemäß seiner Leitworte „Original-Regional-Wertvoll“ bietet der Langeooger Gastronom in seinem in zweiter Generation geführten Panorama-Restaurant „Seekrug“ seit über 20 Jahren saisonale Produkte an, die möglichst in Bioqualität aus der näheren Umgebung bezogen werden. „Bio-Erdbeeren im Februar aus Kolumbien sind nicht das, was wir wollen“, macht der Küchenchef deutlich. Ebenso lehnt er es ab, dass regionale Tierzüchter gentechnisch verändertes Futter verabreichen.
142-1Im Laufe der Zeit probierte Michael Recktenwald einiges aus. „Ich befasste mich intensiv mit dem Begriff ,Bio‘, inzwischen ist es für mich ein fester Bestandteil meines Lebens und der meiner Familie“, erzählt der Langeooger. Etliche Zutaten für die Gerichte stammen von Langeoog. Wie etwa die Highland-Rinder, die Michael Recktenwald vom Züchter Heiko „Rumbi“ Arends bezieht. Von den jährlich rund zehn benötigten Tieren wird nahezu alles verwertet. Von Mai bis Januar gesellt sich auch Langeooger Reh hinzu, im Herbst und Winter werden außerdem Fasane und Hasen zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. „Nahezu sämtliches Wild, das von der Langeooger Jagdgesellschaft erlegt wird, landet bei mir“. Abseits der Insel erstreckt sich der regionale Radius auf etwa 50 Kilometer. Sämtliche Betriebe kennt der Bio-Gastronom selbstverständlich persönlich, so dass er für die Güte der bezogenen Produkte seine Hand ins Feuer legen würde. „Ich kaufe nur die Qualität, von der ich hundertprozentig überzeugt bin“, so Recktenwald. Seine Gäste können auf der Speisekarte übrigens detailliert nachlesen, von welchen Betrieben der „Seekrug“ beliefert wird. Etliche machen auf der Heimfahrt sogar dort Halt, um für den eigenen Bedarf einzukaufen.
142-2Um stets eine optimale Qualität und Produktvielfalt anbieten zu können, wird die Tageskarte mit ihren sieben Hauptgerichten täglich neu geschrieben. Weniger Gerichte auf der Speisekarte bedeuten jedoch mitnichten weniger Arbeit. Schließlich ist der „Seekrug“ seit 2012 „ABCert“ zertifiziert und wird im Auftrag des Bundesamtes für Verbraucherschutz mehrmals jährlich auf seine Bioprodukte hin kontrolliert. Die für den Langeooger Betrieb vergebene Öko-Kontrollnummer DE-ÖKO 006 ist deutlich sichtbar auf der Speisekarte vermerkt und kann zudem im Internet recherchiert werden. Das von Michael Recktenwald betriebene Engagement lohnt sich: „Unsere Gäste lernen die kulinarische Vielfalt der Region kennen, die mehr zu bieten hat als Nordseefisch“. Mit Bio eng verzahnt ist zudem der Umweltschutz. Inmitten des Unesco Weltnaturerbes Wattenmeer gelegen hat sich der „Seekrug“ auch diesem verschrieben. Einer sauberen Umwelt zuliebe.

Bridge – ein strategisches Spiel für Mutige und Kreative

Vom 11. Juli bis 22. August Bridge-Turniere in der „Spöölstuv“

401-1Von Isa Bruch Auch in diesem Jahr finden wieder die beliebten Bridge-Turniere unter Leitung von Isa Bruch in der Spöölstuv auf Langeoog statt: vom 11. Juli bis 22. August jeden Mittwoch und am Donnerstag, dem 26. Juli jeweils um 19.00 Uhr; Teilnahmegebühr 5,– Euro, Anmeldung bis jeweils am Spieltag um 12.00 Uhr. Listen dafür hängen in der Spöölstuv aus. Schon im Winter gibt es Nachfragen, wann die Turniere im kommenden Sommer stattfinden werden, damit man danach sein Feriendomizil buchen kann, um in fröhlicher Runde seinem Hobby nachzugehen. Dieses Jahr finden die Turniere zum 19. Mal statt und im nächsten Jahr können wir dann wieder ein großes Jubiläum feiern mit Empfang, Sketches und Ehrengästen. Wir haben nicht nur gute Spieler unter den Teilnehmern, sondern auch Künstler wie z.B. Axel Benkner, einem Musiker, der die Bridge-Gruppe und deren Freunde auch am Strand oder privat mit seinen Liedern erfreut. „Bridge mit Isa“ . . . ist ein echter Ohrwurm und hat auch Bürgermeister Uwe Garrels zum Mitsingen und Schunkeln animiert. Ein guter Organisator und Spieler ist Hanns-Gerd Fischer. Er unterhält in Bremen eine eigene Bridge-Institution und hat zusammen mit Freunden das große Weserstadion-Turnier auf die Beine gestellt, das größte eintägige Turnier mit höchster Teilnehmerzahl (138 Paare). Nach fünf Jahren hat er 2017 die Leitung abgegeben. Im Turnier hat er mit seinem Partner in der höchsten Klasse den zweiten Platz belegt, wie man dem Bridge Magazin vom Februar 2018 entnehmen kann. Die Bridge-Abende sind interessant und unterhaltsam, die Spielstärken unterschiedlich. Gäste, auch Anfänger und Kiebitze sind immer willkommen. Wir haben schon so manchem über die Schwelle des Anfangs geholfen, der dann ein großer Experte geworden ist. Das401-2 Teilnehmergeld spendet Isa Bruch jedes Jahr für Kinder und Jugendliche auf Langeoog. Im letzten Jahr war es ein Spielgerät für die Kleinen in der Spöölstuv, eine Raupe. Die Digitalisierung im Bridge ist mittlerweile weit fortgeschritten, sodass der Turnierleiter gleich nach dem letzten Spiel mit wenigen Klicks das Ergebnis des Turniers mitteilen kann. Danach setzt er es ins Internet, wo man dann sehen kann, wie die anderen gespielt haben, und wer was aus einer Austeilung gemacht hat. Hier ein Beispiel: Diagramm Hier wurde an 9 ½ Tischen gespielt (38 Personen). An jedem Tisch sitzen vier Personen. Die einander gegenüber sitzenden Ost/West (OW)-Spieler spielen miteinander gegen die beiden anderen, das Nord/Süd-Paar (NS). Die 52 Karten stecken in einem Board, für jeden 13 Karten. Das Board geht nach dem Spiel an den nächsten Tisch. 30 Boards wurden gespielt. In diesem Diagramm ist die 401-3Kartenverteilung von Board 16 aufgeschrieben. Darunter stehen die Aktionen und deren Konsequenzen: In der vierten Spalte findet man, was die Paare gereizt haben (den Kontrakt), und was erzielt wurde. Anders als beim Skat zählen hier die Anzahl der Stiche; nicht deren Inhalt. Die meis­ten auf OW haben fünf Pik gereizt und einen Stich mehr gemacht; d.h. sechs Stiche (+ sechs Stiche, die immer gemacht werden müssen) + einen Stich = 12 Stiche mit Pik als Trumpf. Das Paar 103 hat vier Pik + 3 gemacht; d.h. 13 Stiche mit Pik als Trumpf. Das war das beste Ergebnis auf OW und ergibt die höchste Matchpunktzahl (MP) 15,9 (s. Letzte Spalte!). Das Paar 6 auf NS hat mutig dagegengehalten und 7 Treff (♣) (13 Stiche mit Treff als Trumpf) gereizt. OW hat kontriert. NS hat zwei Stiche weniger gemacht als versprochen (7♣ – 2). Aber die Strafe dafür war weit geringer als der Bonus für das erfüllte Vollspiel mit Überstichen von OW (s. Spalte „Score“!). Dafür bekommt NS (Paar 6) die meisten MPs, 15,9 (s. 1. Spalte!) Zum Schluss werden alle MPs zusammengezählt und eine Reihenfolge der Spieler ermittelt. Wir sind auf Langeoog beim Bridge mit der Digitalisierung noch nicht so weit. Aber immerhin rechnen wir schon lange die Ergebnisse mit dem Computer aus und geben diese den Teilnehmern noch am selben Abend bekannt. Danach folgt wie immer die Siegerehrung, wobei die ersten beiden in der Rangfolge mit dem begehrten, vom Tourismus-Service gestifteten Langeoog-Pokal belohnt werden. – Freuen wir uns auf einen interessanten und erlebnisreichen Sommer auf Langeoog.

Spatenstich für Rettungswache

Neubau am Süderdünenring hat begonnen

Mit einem symbolischen Spatenstich begann am Mittwoch, dem 18. Oktober der Rettungswachen-Neubau. Wittmunds Landrat Holger Heymann, Langeoogs Bürgermeister Uwe Garrels sowie Markus Müller als Geschäftsführer des Marburger Krankenpflegeteams Gemeinnützige Rettungsdienst GmbH (MKT) griffen gemeinsam zum obligatorischen Arbeitsgerät. Anwesend waren zudem der örtliche Bereichsleiter Michael Agena, der vor kurzem sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte, Mitarbeiter des DRK sowie Vertreter aus Rat und Verwaltung.
807-1„Ich freue mich, heute bei diesem Anlass dabei sein zu dürfen“, so Holger Heymann. Uwe Garrels ergänzte, dass dieses Projekt durch das große Engagement aller Beteiligten zustande gekommen und für Langeoog außerordentlich wichtig sei. Zudem funktioniere die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Langeoog und dem Rettungsdienst hervorragend. Auch Markus Müller lobte das gute Miteinander. Nicht zuletzt deshalb sei der in Mittelhessen beheimatete Rettungsdienst bereits seit 1992 auf Langeoog ansässig.
807-2Vor drei Jahren bekam die Wittmunder Kreisverwaltung von der Kreispolitik den Auftrag, die Planungen für den Neubau aufzunehmen. Nach Prüfung mehrerer Möglichkeiten wurde gemeinsam mit der Gemeinde und dem MKT ein geeignetes Gelände am Süderdünenring gefunden. Der Landkreis Wittmund kaufte die Fläche vom Land Niedersachsen und schloss mit dem MKT einen Erbbaurechtsvertrag. Im Frühjahr begannen schließlich die ersten Erdarbeiten. Die neue Wache wird auf zwei Etagen über eine Gesamtnutzfläche von 859 m2 für Fahrzeughalle und Personalunterkünfte verfügen. In unmittelbarer Nachbarschaft wird auch die Freiwillige Feuerwehr einen Neubau erhalten. „Die Neubauten wurden notwendig, da die bisherigen Gebäude dem erforderlichen Standard nicht mehr genügen“, macht Uwe Garrels deutlich. Realisiert wird die neue Rettungswache von Christmann + Pfeifer aus Breidenbach. Das Unternehmen errichtete für den DRK Rettungsdienst Mittelhessen schon etliche Wachen. Auf Langeoog übernimmt das örtliche Bauunternehmen Schreiber Bau GmbH die Bauhauptarbeiten. Die Einweihung des Neubaus ist für Oktober 2018 geplant.

Nach dem Essen einen Espresso

Restaurant „La Perla“ bietet italienische Küche

„Kochen mit Liebe – Essen mit Freude und Trinken mit Genuss“ steht in der Speisekarte des Restaurants „La Perla“ geschrieben. Ende Juni 2016 eröffneten Inken und Steve Bertoli ihr Res­taurant am Flugplatz. „Wir haben den Schritt in die Selbstständigkeit keine Sekunde infrage gestellt“, zieht die Hotelfachfrau ein positives Resümee. Sämtliche Speisen werden von Steve Bertoli und seinen Eltern, den gelernten Köchen Loredana und Claudio Bertoli, stets frisch zubereitet. 721-1Daher sollten Gäste eine Prise Geduld haben, bis ihr Essen ansprechend angerichtet serviert wird. Auf der Karte stehen ausschließlich italienische Gerichte wie selbstgemachte Nudeln, hausgemachte Antipasti in vielfältigen Variationen, knackige Salate sowie Fisch- und Fleischgerichte. Empfehlenswert ist zudem Risotto, ein sehr beliebtes norditalienisches Reisgericht. Zudem munden auch die Kartoffel-Gnocchi, die mit Tomaten- oder Hackfleischsauce, mit Parmaschinken, Mohn und Zwiebeln in Sahnesauce serviert werden. Weiterhin machen verschiedene Roastbeefs Appetit, von denen Steve Bertoli als typisch italienisches Gericht das „Tagliata di manzo“ empfiehlt. Das tranchierte Rumpsteak wird auf einem Rucolabett mit Parmesan serviert. Auch die Fischgerichte lesen sich nahezu wie ein Gedicht. Calamari alla Griglia, Passera alla Mugniaia oder Pesce Spada alla Griglia lassen südliches Flair aufkommen. Hierbei handelt es sich um gegrillte Calamari in Knoblauch, in Butter gebratene Schollenfilets sowie Schwertfischfilet vom Grill. 721-2Alle Fischgerichte werden mit Reis und einem kleinen gemischten Salat gereicht. Selbstverständlich kommen auch Bambini nicht zu kurz: sie können aus einer Kinderkarte wählen. Zum Abschluss genießt man mit Tiramisu oder Panna Cotta leckere italienische Desserts oder bestellt sich Espresso- und Kaffeespezialitäten. Im Restaurant kann man überdies nicht nur warme Speisen verzehren, es empfiehlt sich auch als Zwischenstopp für Kaffee und Kuchen. Direkt am Flugplatz gelegen, genießt man einen freien Blick in die Natur und kann den Flugzeugen beim Starten und Landen zusehen.
Im Spätsommer war ein Redaktionsteam des Münsterland Echo Verlages aus Cloppenburg im „La Perla“, um für die ab Ende Oktober erscheinende Ausgabe „Vierjahreszeiten – Kochen im Norden“ einen Bericht zu erarbeiten. Neben einer Vorstellung des Restaurants kann man in der aktuellen Ausgabe auch ein Rezept nachlesen. „Das ,Trofie con capesante e gamberoni’ wird bei uns sehr oft bestellt“, sagt Inken Bertoli. Hinter dem vollmundigen Namen verbergen sich hausgemachte Nudeln mit Knoblauch und Petersilie, dazu werden Jakobsmuscheln und Gambas serviert. Die Publikation, die im Restaurant „La Perla für 14,90 Euro erhältlich ist, ist kein Kochbuch im herkömmlichen Sinne. Neben vielen Rezepten werden auch Land und Leute von den ostfriesischen Inseln bis hinein ins Oldenburgische Münsterland vorgestellt.
Bereits jetzt laufen die Planungen für die kommenden Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel. Das „La Perla“ empfängt seine Gäste am 2. Weihnachtsfeiertag sowie Silvester jeweils ab 11 Uhr. An beiden Tagen werden Gerichte à la carte und aus einer Zusatzkarte serviert. Generell, nicht nur an Feiertagen, wird eine Tischreservierung unter Tel. 04972/9902903 erbeten.