Alle Beiträge von de Utkieker

50 Jahre „Inselgoldschmiede“ (2)

Goldschmiedin Eva Recker eröffnete im Juli 1971 ihren
Betrieb in der Barkhausenstraße
Ein Jubiläum in Gold: Vor 50 Jahren eröffnete Eva Recker im Juli 1971 ihre „Inselgoldschmiede“ auf Langeoog. Das Geschäft lag damals in der Barkhausenstraße. Heute befindet es sich, gemeinsam mit der „Schmuggelkiste“, unterhalb vom Wasserturm. Dass die junge Goldschmiedin nur wenige Tage nach der Eröffnung 1971 auch ihr privates Glück fand – das war ein glücklicher Zufall.
Denn während seiner Semes­terferien arbeitete der Insulaner Heiko Recker in einem örtlichen Getränkehandel, wo er die Ware mittels Pferdekutsche auslieferte. Nicht nur die Stute „Isabella“ machte mit ihrem schicken Strohhut auf sich aufmerksam – auch der Kutscher mit seinem markanten Bart wusste (unbewusst) zu gefallen. Derweil Heiko das Gespann mit den auszuliefernden Getränken gekonnt durch die Barkhausenstraße lenkte, riskierte Eva – während sie ihre Schaufenster mit apartem Schmuck ­dekorierte – einen Blick. Ein kurzer Augen-Blick nur, den der schmucke Fuhrmann erwiderte, und der beider Leben eine gemeinsame Wendung geben sollte …
So folgte schließlich nach Heikos erfolgreichem Abschluss des Diploms als Maschinenbauingenieur an der Universität Hannover 1976 die Hochzeit. Danach baute das Paar in der Straße Um Süd sein Haus „bi hüm un hör“, mit der Vermietung von Ferienwohnungen an Gäste.
Das Angebot der „Inselgoldschmiede“ hatte sich im Laufe der Jahre ausgeweitet. Neben klassischen Kreationen aus Silber oder Gold mit Diamanten, Perlen oder Edelsteinen bot Eva Recker auch verschiedene Kollektionen mit Bernstein an. 1977 entschieden sich Eva und Heiko Recker, ein weiteres Ladenlokal anzumieten. In der Barkhausenstraße entstand die „Schmuggelkiste“ mit maritimen Geschenken – als erstes Fachgeschäft an der Nordseeküste mit solch einem umfangreichen Sortiment. 1984 folgte der Umzug der „Schmuggelkiste“ an den Wasserturm, sechs Jahre darauf folgte die „Inselgoldschmiede“ ebenfalls dorthin.
Bereits 1980 kam Tochter Jördis zur Welt. In jungen Jahren begleitete sie ihre Mutter aufmerksam am Werktisch bei der Arbeit. Ob Jördis nun ebenfalls den Beruf der Goldschmiedin erlernte? Davon berichten wir im nächsten „Utkieker“. -köp/ut-

Turniergeschehen auf hohem Niveau

Golfclub Insel Langeoog e.V. startet durch – 
Neu: Defibrillator auf dem Golfplatz 
Dieses Jahr fing die Turniersaison etwas später als üblich an. „Auch wenn die ersten Veranstaltungen noch ohne Präsenz-Siegerehrungen stattfanden und somit der kurzweiligste Teil eines Turniers ausfiel, waren die Startlisten sehr gut gefüllt“, berichtet Michael Wrana, Geschäftsführer des Golfclubs. „Inzwischen wird schon wieder nach dem Golfspiel der Grill angeschmissen. Darüber sind wir sehr froh.“
Der Turnierkalender ist für die Sommermonate gut gefüllt. Er steht online auf der Homepage www.inselgolfen.de. Ein Blick darauf lohnt sich immer, da wieder zahlreiche Veranstaltungen in ­unterschiedlichen Formaten angeboten werden. Ein Highlight ist am 30. Juli der Insel-Hopping-Cup, der auf Langeoog und Norderney ausgetragen wird: zwei 9-Loch-Turniere, verbunden durch einen Flugtransfer hin und zurück. Die Siegerehrung findet abends auf Langeoog im Restaurant „Schiffchen“ statt.
Monatsbecher
Am 27. Juni wurde der zweite Monatsbecher gespielt, der traditionell an jedem letzten Sonntag eines Monats stattfindet. Bei absolutem Kaiserwetter starteten mittags die Spieler zu diesem 18-Loch-Turnier. „Die üppige ‚Halfway-Verpflegung‘ war natürlich obligatorisch. Vor allem wurden kalte Getränke nachgefragt“, so Michael Wrana. Abends wurde am ersten Abschlag gegrillt und dabei die sommerliche Atmosphäre ausgiebig genossen. Zur Siegerehrung spürte man das befreite Aufatmen, dass wieder etwas Normalität und Leichtigkeit während des geselligen Zusammensitzens möglich war.
Hier die Ergebnisse des Monatsbechers. Brutto: Bernhard Sieger 27 Punkte, Goran Petrovic (23 P) und Karl-Heinz Beloch (18 P). Netto: Cord Hillnhagen (39 P) und Thomas Schläfer (36 P).
Installation eines Defibrillators
Die Initiatoren dieser lebensrettenden Idee, die Clubmitglieder Birgit Dinkla und Michael Thannberger, haben keine Mühen gescheut, um an zentraler Stelle des Golfplatzes einen Defibrillator zu installieren. Zu diesem Zweck hatten sie auf den letzten Turnieren Spenden eingesammelt.
Am 2. Juni installierten Michael Agena von der Rettungswache Langeoog und Rainer Kunkel, Prokurist des für Langeoog zuständigen DRK Rettungsdienstes Mittelhessen-Marburg, den komplett überholten und mit einem frischen Akku ausgestatteten Defibrillator.
Der selbsterklärende „Defi“ gibt Helfern im Notfall genaue Anweisungen. Die angelegten Pads überprüfen den Patienten, ob ein gezielter Elektroschock ausgelöst werden muss und verweigert diesen, sollte keine Notwendigkeit vorliegen. Das Gerät ist an den Stromkreis angeschlossen. Die Box wird im Sommer gekühlt und im Winter beheizt, so dass das Gerät keinen großen Witterungsschwankungen ausgesetzt ist. Ebenso werden das Öffnen der Box und ein etwaiger Einsatz aufgezeichnet.
Inzwischen wurden neben dem Gerät zwei Erste-Hilfe-Kästen angebracht: ein verplombter für echte Notfälle und ein offener für kleine „Wehwehchen“, bei denen schon ein Pflaster hilft. Dieser steht allen Mitgliedern und Gästen zur Verfügung. Michael Wrana: „Wir bedanken uns bei Thanne und Birgit für ihren Einsatz und bei Michael Agena für die langfristige, professionelle Betreuung.“
Platzzustand
Großes Lob gibt es von allen Seiten für das Greenkeeper-Team des Clubs: „Der Platz ist in einem exzellenten Zustand!“ Auch wenn er etwas mehr Regen gebrauchen könnte und die ein oder andere Stelle auf dem Fairway schon wieder braun und recht hart ist, präsentiert sich die Anlage von ihrer schönsten Seite. Anfang dieses Jahres wurden von Greenkeeper Sepp Enenkel an einigen Streifen „Blumenwiesen-Samen“ ausgesät, die nun, neben einem attraktiven Lebensraum für viele Insektenarten, auch optische Highlights setzen. -mw/ut-

„Schießverein steht zurzeit gut da“

50. Jahreshauptversammlung „Schießverein Langeoog e.V. von 1971“ im Juni – Wieder möglich: Schießen für Gäste und Langeooger – Einladung zum Pokalschießen 
Nachdem Corona den eigentlich für März 2021 angesetzten Termin platzen ließ, erlaubte die aktuelle Situation, unter Einhaltung erforderlicher Schutzmaßnahmen, eine Durchführung der 50. Jahreshauptversammlung im Juni. Bei schönstem Wetter wurde die Veranstaltung draußen auf dem 50-Meter-Stand abgehalten. Der 1. Vorsitzende Matthias Richter begrüßte die Anwesenden mit einer kurzen Rede: Er sei stolz, dass der Verein mit so tollen Mitgliedern, derzeit seien es 87, zurzeit ganz gut dastehe.
Jahresrückblick 2020
„Leider mussten im vergangenen Jahr coronabedingt viele traditionelle Veranstaltungen abgesagt werden“, bedauerte der 1. Vorsitzende. In den Sommermonaten konnten aber die Vereinsmeisterschaft, die Ferienpassaktion für die Inselkinder und das beliebte Pokalschießen stattfinden. Des Weiteren wurde der Wanderpokal für Langeooger Gruppen und Vereine wieder sehr gut angenommen. Die Proklamation fand bei schönem Wetter Ende August ebenfalls draußen statt. Die Weihnachtsfeier am 3. Advent wurde kurzerhand in eine Weihnachtsfeier „to go“ umgewandelt: Kleine liebevoll verpackte Päckchen konnten am prasselnden Lagerfeuer abgeholt werden.
In ihrem Finanzbericht erläuterte Kassenwartin Doreen Richter wieder alle Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Die Kassenprüfer, vertreten durch Silke Hancke, bescheinigten der Versammlung anschließend eine einwandfreie Führung der Kasse. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte entsprechend einstimmig.
Doppelte Ehrung
Mit Blick auf die 50-jährige Vereinsgeschichte freute sich Matthias Richter über zwei besondere Ehrungen, die er vornehmen durfte. Hans-Hermann Otten und Alwin Eckhardt erhielten für Ihre 50-jährige Mitgliedschaft und ihre besonderen Verdienste jeweils die Verdienstnadel in Bronze des Ostfriesischen Schützenbundes sowie die Ehrennadel in Gold des Deutschen Schützenbundes. „Die beiden sind zwei aktive Mitglieder, ohne die es  diesen Verein nicht geben würde“, betonte Matthias Richter. „Hans-Hermann Otten als der erste Vereinsvorsitzende und Alwin Eckhardt als ehemaliger Verantwortlicher für den sportlichen Teil, haben, neben zahlreichen Mitgliedern ohne Funktion oder Posten in der Gemeinschaft, ganz Großes für diesen Verein geleistet und ein liebes Dankeschön verdient!“
Eine große Jubiläumsfeier könne – aus gegebenem Anlass – leider nicht für dieses Jahr geplant werden, so der Vorstand. „Daher freuen wir uns auf viele kleine gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen.“ Einige Termine sind bereits fest geplant (Näheres siehe auch unter www.schiessverein-langeoog.de im Internet).
Zum Ende der Jahreshauptversammlung dankten Wilfried Schlichting und Willy Bollenberg spontan dem Vorstand um Matthias Richter für die hervorragende Vereinsführung und die gute Arbeit. Dabei überreichten sie Doreen Richter als Kassenwartin und Gattin des 1. Vorsitzenden einen bunten Blumenstrauß mit der Feststellung, dass hinter jedem starken Mann stets auch eine starke Frau steht. – Der gelungene Abend endete nach einem gemeinsamen Grillen und anregenden Gesprächen.                      -dr/ut-
Pokalschießen am 31. Juli / 1. August – und mehr
Ab sofort sind wieder alle Langeooger Gruppen und Vereine zum Wanderpokal- und Königsschießen eingeladen. Die Proklamation findet am Samstag, den 18. September statt. Des Weiteren freuen wir uns, dass der Schießverein wieder alle interessierten Insulaner und Gäste zum Schießen begrüßen darf.     Unsere Öffnungszeiten sind mittwochs von 18 bis 21 Uhr und sonntags 15 bis 18 Uhr (sonntags auf Anfrage).
Am Sonntag, 1. August 2021 findet wieder das traditionelle Pokalschießen für Gäste und Insulaner statt. Auch in diesem Jahr wird es ausschließlich Kleinkaliber-Schießen geben. Weitere geplante Veranstaltungen sind unter anderem am 24. Juli das Schießen für Mitglieder auf die Ehrenscheibe „50 Jahre Schießverein“, die Ferienpassaktion für Kinder der Inselschule am 29. Juli und die Vereinsmeisterschaft am 28. August 2021.
-ut-

Neues aus dem Kur- und Wellness-Center

Lichtblick für die Hauptsaison: Das Kur- und Wellness-Center hat wieder auf. „Wir haben unsere Wellness-Abteilung komplett geöffnet. Normalität ist – soweit möglich – wieder gegeben“, berichtet der therapeutische Leiter Michael Thannberger erfreut. Zum 50. Geburtstag des KWC habe sich damit ein großer Wunsch des Teams erfüllt. – Für alle Aquakurse ist derzeit eine Reservierung per E-Mail an kwc@langeoog.de erforderlich. Wer Fragen zu den Kursen hat, kann telefonisch Auskunft erhalten (04972/693-215). – „Willkommen zurück!“, freut sich das KWC-Team auf alle Besucher.
50 Jahre KWC: Feier im Herbst
Auf sein 50-jähriges Bestehen kann das Kur- und Wellness-Center in diesem Jahr zurückblicken: Am 19. Mai 1971 wurde das jetzige Gebäude (damals: Kurmittelhaus) offiziell eingeweiht (siehe Rückblick im „Utkieker“ 1/2021 und 2/2021). Direkt am Ehrentag war nur eine coronakonforme kleine Feierstunde für das KWC-Team möglich, auf der Bürgermeisterin Heike Horn und Ratsherr Rainer Adelmund das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würdigten. „Im Therapiebereich hat das KWC oft eine Vorreiterrolle an der Küste eingenommen“, betonte Heike Horn in ihrer Danksagung.
Ein offizieller Festakt für geladene Gäste war zunächst zum 23. Juli geplant (der „Utkieker“ berichtete). Stattdessen soll das Jubiläum nun groß im Herbst gefeiert werden: Angedacht ist eine „Woche für das KWC“ mit vielen Aktionen und Überraschungen für Gäste und Insulaner. Die Termine und weitere Einzelheiten werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Fachkundige Vielfalt im KWC: 
Die manuelle Lymphdrainage
Den Blutkreislauf und das Nervensystem kennt wohl jeder. Aber die Lymphe? Dabei sind sie im menschlichen Körper ein wichtiges Transportsystem. Vereinfacht gesagt, transportiert dieses in seinen Bahnen, den Lymphgefäßen, vielerlei Nähr- und Abfallstoffe. Außerdem entsorgt es – über seine Lymphknoten – unter anderem auch die Krankheitserreger [Quelle: Wikipedia]. Wird dann der Lymphabfluss gestört, kann es zu Ödemen, also Schwellungen an Armen oder Beinen kommen. Viele kennen das Gefühl, zu viel „Wasser in den Beinen“ zu haben. Ödeme können aber auch nach Verletzungen, Operationen oder infolge einer Krebs­therapie entstehen.
In all diesen Fällen greift hier die manuelle Lymphdrainage ein. Mit den Händen übt die therapierende Person einen wechselnden Druck- und Dehnreiz aus, wodurch die Pumpleistung der Lymphgefäße verbessert wird. Die Flüssigkeit im Gewebe kann besser abtransportiert werden, sodass der Arm oder das Bein wieder dünner wird. Bei schweren Verläufen wird die Therapie mit Kompressionsverbänden oder maßgefertigten Kompressionsstrümpfen unterstützt. Spezielle Hautpflege und Entstauungsgymnastik können die Behandlung ergänzen.
Die Lymphdrainage ist rezeptpflichtig; sie wird ausschließlich ärztlich verordnet. Im Kur- und Wellness-Center sind gleich vier Therapeutinnen und Therapeuten befähigt, diese so wichtige Behandlung auszuführen und auch bei starker Nachfrage ihre Patienten zu unterstützen. Ein einmal geschädigtes Lymphgefäß oder ein entfernter Lymphknoten wächst nicht wieder nach. Patienten benötigen daher in der Regel lebenslang Therapie. Sie können aber durch die Lymphdrainage und die Versorgung mit einem Kompressionsstrumpf ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen. -köp/ut-

Gute Frage! – Wigald und Bernhard

Comedy-Show mit Wigald Boning und Bernhard Hoëcker am 7. Juli im „Haus der Insel“

Sie sind zwei der Urgesteine der deutschen Comedy-Szene. Wigald Boning und Bernhard Hoecker machen seit über 20 Jahren die Bühnen Deutschlands unsicher und hatten auch im Fernsehen zahlreiche Auftritte. Seit 2018 performen sie gemeinsam als Duo. Wenn sie zusammen auf die Bühne kommen, dann reden sie über … ? Gute Frage, über was eigentlich? Üblicherweise folgt ein kurzer Abriss zu Inhalt, Thema, Motto, was auch immer. Wigald und Bernhard machen es anders, sie gehen in diesen kurzweiligen Abend mit einer schier grenzenlosen Neugier auf die Bühne – neugierig auf die guten Fragen. Und das ohne Text, ohne Rahmen und doppelten Boden, scheinbar ohne Konzept aber immer mit Sinn und Verstand. Und davon gleich eine ganze Menge. Ein streng durchgetaktetes Programm darf man hier nicht erwarten. Es wird so viel improvisiert, dass manchmal auch die Zuschauer nicht wissen, was genau sie erwartet. Die Vollblutoptimisten Wigald und Bernhard bearbeiten jede gestellte Frage, betrachten sie aus jeder Perspektive, analysieren diese aus allen Richtungen und beantworten in allen Lebenslagen. Ob es um ihre Fernseherfahrung geht, ihre Hobbys und Marotten oder einfach nur, ob sie zum Mars fliegen würden. Authentisch sind die Antworten allemal. Da staunt das Duo schon mal über sich selbst. Jeder Abend ist einmalig, so einmalig wie Wigald und Bernhard – so einmalig wie die guten Fragen des Publikums. Das einzige was die beiden Schlauberger neben ihrer Neugier und ihrem Wissensdurst mitbringen, ist eine Uhr, denn sonst würden sie ewig erzählen. Beginn der Impro-Comedy Show am 7. Juli im „Haus der Insel“ ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.15 Uhr. Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Info im HDI: 25,– Euro, Restkarten an der Abendkasse zzgl. 2,– Euro. Ticket-Online-Buchung: www.langeoog.de.

Die Nordsee – unser Meer

Spektakulärer Kinofilm am 14. und 24. Juni im HDI
Die Nordsee und ihre vielgestaltige Küstenlandschaft mit Steilküste, Sanddünen und Fjorden erstreckt sich von den Halligen über Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland bis nach Schottland und Norwegen. Sie bietet zahlreichen Tierarten über und unter Wasser Lebensraum und überrascht durch ihre Artenvielfalt und die bemerkenswerten Naturschönheiten.
Die Filmemacher beobachten an über 2.000 Drehtagen u.a. Kegelrobben in Helgoland, gigantische Riesenhaie an der Kreideküste von Dover oder große Tintenfische im holländischen Oosterschelde, ebenso spaßige Papageientaucher oder fliegende Basstölpel. Über Helikopter- und Unterwasserkameras fangen sie Flora und Fauna aus allen möglichen Perspektiven ein. Sie lassen den Zuschauer das Meer regelrecht erspüren und erschaffen durch eine spannende Montage der unterschiedlichen Perspektiven einen stimmigen Rhythmus. Die Robben scheinen die Nähe des Menschen zu suchen, während die Buckelwale am Ende der Nordsee majestätisch von einem Meer ins andere gleiten. Das Verhältnis des Menschen zu „seiner“ See bleibt nicht außen vor, ist aber keinesfalls zentrales Thema des Films. Viel mehr geht es um die Natur selbst und um deren Bewohner, die, wie beispielsweise der Moschusochse und der Walhai, jeglicher Zeit entrückt scheinen. Der trockene Humor des Nordens spiegelt sich im Kommentar von Axel Prahl wider und weckt so auch im jüngeren Publikum das Interesse und die Faszination für die atemberaubende Schönheit dieses Weltnaturerbes. Die bildgewaltige Dokumentation aus der Schmiede von Doclights, NDR Naturfilm und polyband Medien will und kann nicht alles zeigen. Doch mit seiner gelungenen Auswahl macht der Film neugierig auf eine Begegnung mit einem Naturwunder, welches sich zu entdecken lohnt. Beginn am Montag, 14. Juni und am Donnerstag, 24. Juni ist jeweils um 17.00 Uhr. Karten (8,– Euro / 5,– Euro) bei der Tourist-Info im „Haus der Insel“ oder online.
Bitte tragen Sie Ihren Mund-Nase-Schutz und achten Sie auf den Mindestabstand.       -ut-

Variationen über ein schottisches Volkslied

Gitarrenkonzert mit Roger Tristão Adão am 17. Juli in der Kath. Kirche St. Nikolaus
Variationen über ein schottisches Volkslied – unter diesem Titel präsentiert Roger Tristão Adão seine Variationen für Gitarre. Am Samstag, 17. Juli, gastiert der Konzertgitarrist in der Kath. Kirche St. Nikolaus. – Die Variation einer bekannten Melodie hat einen großen Vorteil: Der Hörer bekommt ein neues Stück geboten, das aber auf einer beliebten Melodie basiert – eine Kombination von Bekanntem und Neuem. Vielleicht war die Kompositionsform auch deshalb in der Zeit der Klassik sehr beliebt. Fernando Sor hat gleich mehrere Melodien bearbeitet. So zum Beispiel Variationen über ein Thema von Mozart (als Thema wählte er ein Lied des Papageno aus der Zauberflöte), Variationen über ein schottisches Volkslied, Variationen über Folia d’Espagne und andere. Folia d’Espagne ist ein spanisch-portugiesischer Tanz aus dem 16. Jahrhundert (zeitweise wegen seiner Wildheit sogar verboten), der von etlicheKom- ponisten als Variationsthema verwendet wurde. Diese Variationen werden im Konzert von Roger Tristão Adão zu hören sein, daneben noch andere spanische Kompositionen, die ebenfalls volkstümlich, aber in gleichem Maße anspruchsvoll und virtuos sind.
Roger Tristão Adão studierte in Berlin und Düsseldorf klassische Gitarre und lebt und arbeitet seit seinem Abschluss als freischaffender Gitarrist. Von 1997 bis 2003 hatte er einen Lehrauftrag an der Leipziger Musikhochschule inne, widmete sich im Anschluss aber verstärkt dem Konzertieren. So führten ihn Kon­zert­reisen nach Indien, Chile, Peru, Bolivien und Brasilien. Seit 1999 organisiert er in seinem Wohnort, dem Künstlerdorf Friedrichsrode (Nordwestthüringen), alljährlich im August ein mittlerweile international renommiertes Gitarrenfestival. – Das Konzert auf Langeoog beginnt um 20.30 Uhr, Eintritt 12,– Euro, Karten an der Abendkasse. -ut-

„Es ist ein mystischer Ort“

Pater Hermann Breulmann ist wieder als Kurpastor in St. Nikolaus
Für Pater Hermann Breulmann SJ ist der Name „Langeoog“ mit vielen schönen Erinnerungen verbunden. Während seiner Zeiten als katholischer Kurpastor hat er in den vergangenen vier Jahren viele Kontakte geknüpft, interessante Begegnungen gehabt und eine Vielzahl von Eindrücken gewonnen. „Ob die Großeltern, die ihre Familie nach Langeoog eingeladen haben, um dort gemeinsam ihre Goldene Hochzeit zu feiern, ein Berliner Paar, mit dem ich mich über die Geschehnisse in der Bundeshauptstadt austauschen kann, in der ich als Rektor des Canisius Kollegs lebte, oder einer der Menschen, mit denen ich seelsorgerische oder erquickende Gespräche am Strand geführt habe – ich hoffe, einige meiner Inselbekanntschaften wiederzusehen“, so der 73-Jährige.
Mit einem bekannten Gesicht kann er in jedem Fall rechnen: Sein Stockholmer Mitbruder Pater Dominik Terstriep wird ihn während seiner Amtszeit vom 14. bis 27. Juni wieder unterstützen. „Wir wechseln uns bei der Leitung der Gottesdienste ab“, so der Jesuitenpater. So bleibt ihm Gelegenheit, die Insel in der freien Zeit zu genießen. „Ich freue mich auf die Entlastung von Plänen. Ich kann mich durch den Tag treiben und stille Momente wirken lassen, am Strand laufen oder lesen.“ Langeoog sei dafür ideal – nicht nur der entspannend wirkenden Landschaft wegen: „Das ist eine Insel ohne Chi-Chi, ein solider Ort mit geerdeten Menschen“, hat Pater Breulmann die Erfahrung gemacht.
Besonders schätzt er die Offenheit und Spontaneität der Langeoog-Besucher: „Da bringen Gottesdienstbesucher ihre Instrumente mit und bieten an, den musikalischen Rahmen eines Gottesdienstes zu übernehmen.“ Auch die unerwartet hohe Anzahl von Zuhörern, die seine Vorträge besuchten, haben den  katholischen Theologen verwundert. „Die Leute haben Zeit und sind ein dankbares Publikum“, erklärt er sich das große Interesse. Ob er während seiner aktuellen Amtszeit wieder einen Vortrag halten wird, ist noch nicht entschieden. Das möchte Pater Hermann Breulmann vor Ort mit Pastoralreferentin Susanne Wübker klären.
Besonders hat es dem Jesuitenpater die katholische Kirche St. Nikolaus angetan: „Wenn man sieht, wie viele Menschen dort auch außerhalb der Gottesdienste ein- und ausgehen, Kerzen anzünden und so ein Lichtermeer schaffen, das durch diese schweigenden Gesten verbindet, dann ist das sehr eindrücklich. Es ist ein mystischer Ort.“ -sbo-

Monatliche Orgel-Andachten

Nächste „Orgel 21“ am 21. Juni um 21 Uhr in St. Nikolaus – noch MusikerInnen gesucht

Immer am 21. Tag eines Monats um 21 Uhr ertönt in der St.-Nikolaus-Kirche Musik aus der Orgel – dem Instrument des Jahres 2021. „Deshalb haben wir die Veranstaltung ‚Orgel 21‘ genannt“, erklärt Pastoralreferentin Susanne Wübker. Ob Kantorin Noémi Rohloff, Kurkantoren oder Kurpastoren, Einheimische, Zweitwohnungsbesitzer oder Gäste – es finden sich (fast) immer Organisten, die drei bis vier Stücke zu Gehör bringen. Die Musik steht im Mittelpunkt und in Verbindung mit einem kirchlichen Thema – etwa einem Psalm. Aus der „Konserve“ musste die Orgelmusik bisher nicht eingespielt werden. „Ich lasse mir immer etwas einfallen“, so die Pas­toralreferentin. Für August und Oktober stehen die Organisten bereits fest, für die übrigen Monate können sich noch Musikerinnen und Musiker, die in St. Nikolaus buchstäblich alle Regis­ter ziehen möchten, bei Susanne Wübker für das „andächtige musikalische Vergnügen“ unter 04972 / 430 melden.

„Kreuz und Meer

Gesprächskreis für Insulaner
Nicht zufällig erinnert der Titel des Gesprächsangebotes von  „Kreuz und Meer“ an die Redewendung „kreuz und quer“: „Unsere Themen sind weit gefächert. Es können Lebenssituationen oder auch liturgische Anlässe sein, über die wir reden“, erklärt Susanne Wübker. „Mein Anteil daran ist es, ein Licht des Glaubens auf das Thema zu werfen  und sehr persönliche Fragen geistlich zu begleiten“, verrät die Pastoralreferentin. „Die Teilnehmer kommen aus allen Altersgruppen, tauschen sich aus und lernen voneinander.“
Entstanden ist „Kreuz und Meer“ aus einer Firmvorbereitung erwachsener Firmlinge. „Die Teilnehmer hatten den Wunsch geäußert, solche Treffen auch nach ihrer Firmung fortzuführen“, so Susanne Wübker. Daraus ist ein kleiner, nicht fester Kreis entstanden, der sich meistens am ersten Dienstag im Monat um 17 Uhr im Pfarrheim der St.-Nikolaus-Kirche trifft. Ein- bis anderthalb Stunden lang dauert der Austausch im geschützten Raum. Die nächsten Termine: 6. Juli und 3. August. „Dies ist ein Gesprächsangebot ausschließlich für Insulaner. Gäs­te sind      zu dieser sehr persönlichen Zusammenkunft nicht zugelassen“, betont die katholische Theologin.   -sbo-