Alle Beiträge von de Utkieker

Unsere Ozeane

Faszinierender Dokumentarfilm im 26. Oktober und 2. November im HDI
Nach den Publikumserfolgen „Nomaden der Lüfte“ und „Mikrokosmos“ begeben sich die Regisseure Jacques Perrin und Jacques Cluzaud mit ihrer Dokumentation auf eine Entdeckungsreise in die noch weitgehend unerforschte und faszinierende Welt der Ozeane. Bis heute sind die Meere für den Menschen eine Welt voller Geheimnisse und Schönheit geblieben. Jenseits der Meeres- oberfläche und bis in unbe-rührte Tiefen hinein entführt „Unsere Ozeane“ in eine Welt der Vielfalt und Harmonie des Lebens. Von den majestätischen Walen über die schillernden Heringsschwärme bis hin zu den bizarr geformten Lebewesen der Tiefsee folgt diese außergewöhnliche Naturdokumentation den Bewohnern der Weltmeere: denjenigen, die wir kennen, denjenigen, über die wir bislang nur wenig wissen, und den vielen, die wir nun erst entdecken. Der Film macht die Unterwasserwelt aus einer Perspektive erlebbar, die bislang unzugänglich war und öffnet den Blick für die großen Zusammenhänge des Lebens. Und gerade angesichts der Schönheit dieser geheimnisvollen Welt bleibt auch die Frage zu stellen, welchen Schutz und welche Pflege wir ihr angedeihen lassen.
Eine faszinierende Dokumentation mit atemberaubenden Bildern über das Innenleben der Ozeane, den größten und artenreichsten Lebensraum des Planeten Erde.
Beginn dieses sinnlichen und besonders emotionalen Filmerlebnisses ist jeweils um 17 Uhr. Dauer: 90 Minuten. Karten (7,– Euro / 5,– Euro) erhalten Sie in der Tourist-Info im „Haus der Insel“ oder online. Bitte tragen Sie Ihren Mund-Nase-Schutz und achten Sie auf den Mindestabstand.                   -ut-

Hans-Hermann Thielke: Immer

Komiker Helmut Hoffmann kommt als Postbeamter a.D. am 20. Oktober ins HDI 
Seit über 25 Jahren begeistert der Vollblutkomiker und Schauspieler Helmut Hoffmann alias Hans-Hermann Thielke im Strickpullunder aus der beamtendeutschen Mitte der Gesellschaft sein Publikum mit einzigartigen Geschichten aus dem Alltag des Lebens nach der Post. Im Haus der Insel (HDI) stellt Helmut Hoffmann am Dienstag, 20. Oktober, sein neues Programm „Hans-Hermann Thielke: Immer“ vor.
Thielke – 179 cm groß, Seitenscheitel, moderne Gleitsichtbrille – weiß wie kein anderer, wie es ist, wenn man nicht mehr aus noch ein weiß. Er wusste es nämlich noch nie. Einfühlsam und kompetent nimmt er seine Nachbarinnen und Nachbarn, Mitbürgerinnen und Mitbürger an die Hand und führt sie trockenen Fußes durch die aufgewühlte See des Alltags. Er weiß: „Am Ende des Tages geht das Licht aus“, aber bis es soweit ist, gibt es immer noch viel zu lachen.
Thielke sitzt in seiner Trutzburg, einem 2 ¾ Reihenmittelhaus am Rande einer Kleinstadt, und denkt nach: Wird meine Arbeit schon bald von einem fleißigen Roboter übernommen? Muss ich für meine Plastiktütensammlung zu Hause ein Zwischenlager errichten, um die Weltmeere zu entlasten? Was mache ich mit meinen alten Thermohosen, wenn es – dem Klimawandel geschuldet – immer wärmer wird?
In seiner Rolle überzeugt Helmut Hoffmann einmal mehr als pedantischer aber liebenswerter Postbeamter im Ruhestand. Der gelernte Clown erlangte durch Auftritte in Funk und Fernsehen und auf Bühnen im deutschsprachigen Raum wie beispielsweise Quatsch Comedy Club, Wetten, dass…?, Verstehen Sie Spaß?, NDR und ARD nationale Bekanntheit und ist immer noch ein Garant für feine Komik.
Beginn im HDI ist am 20. Oktober um 20 Uhr. Einlass: 19.30 Uhr, Dauer: zwei Stunden. Karten 16,– / 8,– Euro an der Tourist-Info im HDI, zzgl. 2,– Euro an der Abendkasse. -ut/reh-

„Sturmfluten an der Nordseeküste“

Dokumentarfilm am 19. Oktober und 3. November im HDI 
Im Dokumentarfilm „Sturmfluten an der Nordseeküste“ thematisieren die Filmemacher Rolf Blank und Véronique Friedmann (Insel-Film Produktion, Berlin) die Folgen schwerer Sturmfluten auf den Inseln und an der deutschen Nordseeküste. Wissenschaftler, Küstenschützer, Umweltschutzorganisationen, Zeitzeugen der Sturmflut von 1962, und viele Küstenbewohner äußern sich zu den Gefahren durch Sturmfluten und Meeresspiegelanstieg, von denen auch Inseln wie Langeoog betroffen sind. Mit Originalaufnahmen schwerer Sturmfluten.
Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Preis: Erwachsene 7,– Euro, Kinder (6–15 Jahre) 5,– Euro. Karten erhalten Sie in der Tourist-   Info im „Haus der Insel“ oder online: www.langeoog.de. Bitte  tragen Sie Ihren Mund-Nase-Schutz und achten Sie auf den Mindestabstand.       -ut-

Golfplatz: Turnierherbst in Grün

Lions Benefiz-Turnier, Sundowner und mehr im Golfclub Insel Langeoog e.V.
Sundowner endete nass
Der vorerst letzte Sundowner für die Spielsaison 2020 startete am 23. September bei herrlichstem Wetter. Unter blauem Himmel wehte nur eine leichte Brise. Die 20 Spieler waren bester Laune, als es auf die Bahn ging.
Gegen 19 Uhr war eine kurze Regenfront gemeldet. „Alles kein Problem, da das Turnier bis dahin beendet sein sollte“, berichtet Michael Wrana, Geschäftsführer des Golfclubs. Die Spielleitung beobachtete permanent alle Wetter- und Gewitter-Apps. Doch es war nichts zu machen: Der Regen und der damit verbundene Sturm kam gut eine halbe Stunde früher. „Die letzten vier Spie-lergruppen bekamen auf den letzten Bahnen so richtig die Jacke nass.“
Immerhin zogen die begleitenden Gewitter in gebührendem Abstand über See ab, sodass das Turnier nicht abgebrochen werden musste. Die Siegerehrung indes fand nur digital statt, da      alle Teilnehmer schnell nach Hause flüchteten. Nachfolgend die Ergebnisse.
Brutto: Antje Julius, Timothy Winston (je 12 Punkte). Netto: Stephanie Saabe (20 Punkte), Jörg Erdbrügger, Michael Collesser, Martin Roggen (je 19 Punkte).
Lions Turnier von Erfolg gekrönt
Das jährliche Lions Club Langeoog Golfturnier musste dieses Jahr coronabedingt in den Oktober geschoben werden. „Da überraschte es die Veranstalter, dass die Nachfrage mit 29 Spielern noch so groß war“, erklärt Michael Wrana.
Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, wurden bei recht windigem Wetter neun vorgabewirksame Löcher gespielt. Beginn des Turniers war 14 Uhr, am späteren Nachmittag standen die folgenden Ergebnisse fest. Longest Drive: Stephanie Saabe und Karl-Heinz Beloch. Nearest to the Pin: Karl-Heinz Beloch. Brutto: Goran Petrovic setzte sich im Stechen gegen den punktgleichen Thomas Agena durch. Bei den Damen stand Birgit Dinkla ganz oben auf der Liste. Im Netto gewann Michael Thannberger ein Golfbag der Firma Wilson.
Im Anschluss fand ein Grillen an der Driving Range statt. Die lus­tige Runde ließ den Abend noch gesellig ausklingen, bis der einsetzende Regen das Startzeichen zum Aufbruch gab. Der herzliche Dank der Organisatoren gilt allen helfenden Händen sowie den Spielern und Spendern.
Bereits zur Clubmeisterschaft am 5. September hatte Thomas Agena von der Golfschule, zugleich amtierender Rotary-Präsident auf Langeoog, die Idee aufgebracht, für jedes an der Bahn 3 gespielte Par 5,– Euro und für jedes Birdie 10,– Euro dem Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke zu stiften. Zusammen mit weiteren Spenden kamen 435,– Euro zusammen (der „Utkieker“ berichtete).
Diesen Einfall hat der Lions Club Langeoog für sein Turnier ebenfalls übernommen. Ferner wurde ein erhöhtes Turniergeld für den guten Zweck erhoben. Das Essen und die Preise wurden traditionell vom Lions Club gesponsert. Am Abend machte noch einmal der Spendenhut die Runde. So ergab sich ein namhafter Betrag, den die Lions auf 1.000 Euro aufrundeten. Die Gesamt­spende aus beiden Turnieren wird zeitnah dem Kinderhospiz übergeben.
Vorläufig letzte Turniere 2020
„Inzwischen wird es ja vor allem nachts deutlich kühler“, hat Michael Wrana beobachtet. „Aber auch das hat seinen Reiz: Der Bodennebel hüllt morgens und abends die Insel in ein magisches Licht.“ In diesem Sinne magisch nähert sich auch die Golfsaison ihrem Ende. Als vorerst letzte Turniere stehen folgende auf dem Plan: Am Sonntag, 18. Oktober das „Corona Osterturnier“ (9-Loch; das nachgeholte Turnier vom 12. April) sowie am Samstag, 24. Oktober der „Monatsbecher“ (18 Loch). „Anmeldungen sind im Club-Büro oder über mygolf möglich“, teilt Michael Wrana mit. Einzelheiten stehen außerdem im Internet auf www.inselgolfen.de. -mw/ut-

Zehn Jahre Langeooger Zunftbaum

Am 1. Juni 2010 wurde eine alte Handwerker-Tradition
auf der Insel lebendig – Initiator war Hans-Jörg Numrich 
Zunftbäume haben eine lange Tradition. Erstmals wurden sie um 1585 in Westfalen errichtet. Symbolisch bringen sie die Vielseitigkeit, Kraft und Geschlossenheit des regionalen Handwerks zum Ausdruck und dienen auf diese Weise auch der Imagepflege des jeweils vorhandenen Handwerks.
Auch die Langeooger Ortshandwerkerschaft präsentiert sich mit einem eigenen Zunftbaum, der in diesem Jahr sogar seinen zehnten Geburtstag feiert. Für Einheimische und Gäste gut sichtbar, ragt der Metallmast am Fährhusweg – direkt gegenüber des Inselbahnhofs – viereinhalb Meter in die Höhe. Immer wieder zieht das Monument die neugierigen Blicke der Passanten auf sich.
Der Handwerkerbaum macht deutlich, welche Gewerke auf der Insel ausgeübt werden. Sechs sternenförmig angeordnete Metallarme tragen insgesamt 13 verschiedene Zunftzeichen, die auf kreisrunden Kunststoffplatten gedruckt wurden. Sie weisen vom Bootsbauer über Fliesenleger, Tischler, Maurer oder Goldschmied auf die jeweiligen Handwerksbetriebe hin. Über allem thront das Langeooger Wappen und direkt darunter das deutsche Handwerkszeichen.
Nicht alle Gewerke konnten historisch korrekt dargestellt werden, da es zur Zeit der mittelalterlichen Zünfte ja noch keine Elektriker, Fernsehtechniker oder Floristen gab. In einer Legende, die in Augenhöhe am Metallmast angebracht ist, sind alle Zunftzeichen aufgelistet und dem jeweiligen Handwerk zugeordnet.
Ideengeber und Initiator war seinerzeit Handwerksmeister Hans-Jörg (Atze) Numrich in seiner Funktion als langjähriger Vorsitzender der Ortshandwerkerschaft. Dank seiner guten Verbindung zur Kreishandwerkerschaft Wittmund und zur Inselgemeinde fand das historisch begründete Projekt schnell Zustimmung. Gefertigt wurde der Handwerkerbaum in den Räumen der Wittmunder Handwerks GmbH.
Demnächst soll der Handwerkerbaum noch um zwei weitere Zunftzeichen erweitert werden: Es sind das Abbruchunternehmen mt einem Bagger als Symbol und der Eismacher mit bunter Eistüte. Laut „Atze“ Numrich wurde die Fertigung der Schilder bereits in Auftrag gegeben. -reh-

Handwerk macht glücklich!

Neue Studie im Forschungsprojekt „Handwerksstolz“ 
belegt die Zufriedenheit von Handwerkern
Was bedeutet Handwerkerinnen und Handwerkern ihr Beruf? Macht ein Handwerksberuf glücklich? Wie wichtig ist die Arbeit für unsere Lebenszufriedenheit? Macht Arbeiten im Handwerk glücklicher als in anderen Berufen? Und: Wie sehen Handwerker sich selbst? Diesen und weiteren Fragen sind Dr. Ann-Kathrin Blankenberg und Dr. Dorothee Hemmen in ihrem Forschungsprojekt „Handwerksstolz“ des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen systematisch nachgegangen. Sie haben die Ergebnisse kürzlich in der Broschüre „Warum ein Handwerksberuf glücklich macht“ ,veröffentlicht (www.handwerksstolz.de).
Die Studie war Teil des Projektes „Handwerksstolz“ und darauf angelegt, einen Einblick in das berufliche Selbstbild und die Arbeitszufriedenheit der im deutschen Handwerk Beschäftigten zu erhalten. Im Zeitraum von Dezember 2017 bis März 2018 war die Befragung über die Website frei zugänglich. Insgesamt haben sich knapp 2.000 im Handwerk Beschäftigte daran beteiligt. Mehr als 80 Prozent der Befragten sind demnach stolz auf ihren Beruf.
Das Fazit: Für alle befragten Handwerkerinnen und Handwerker ist klar umrissen, warum sie ihr Handwerk ausüben. Sie tun es, weil sie es gerne tun. Weil sie Spaß daran haben und weil daraus Zufriedenheit erwächst. Und sie nennen drei wesentliche Gründe, warum Handwerk glücklich macht. Zum einen ist das Handwerk ein Feld lebenslangen Lernens. Mit dem Wachsen der eigenen Fähigkeiten wächst auch die Zufriedenheit.
Zudem ist das, was mit Handwerkskönnen hergestellt wird, nützlich. Man sieht am Ende des Tages, was man geschafft hat. Sinnvolle Arbeit zu verrichten und täglich Erfolgserlebnisse zu sehen, macht zufrieden. Handwerker schätzen ebenso das hohe Maß an Eigeninitiative, das sie in ihrem Beruf ausleben können. Und drittens ist Handwerk ein Tätigkeitsfeld, bei dem man in    direktem, spürbaren Austausch steht – zu Kollegen, Kunden und dem Material. Der direkte Widerhall, den die handwerkliche Arbeit in der Welt produziert, macht zufrieden.
Die höchste Zufriedenheit besitzen übrigens Handwerksmeister und Selbstständige, gefolgt von Altgesellen und Azubis, hat die Studie ergeben.
Bei der Frage nach dem beruflichen Selbstbild im Handwerk überwiegen in der Studie klar Stolz und Leidenschaft. So wird der Beruf bei 79 Prozent der Befragten als Teil der eigenen Persönlichkeit wahrgenommen. „Mein Beruf ist meine Leidenschaft“ gaben 66 Prozent der Umfrageteilnehmer an und knapp 65 Prozent nehmen ihren Beruf auch als ihre Berufung wahr.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt und zu seinen Ergebnissen unter www.handwerksstolz.de. -ut/hwk-

Italienische Genussmomente

Pizzeria Piccolino am Inselbahnhof bietet leckere Pizza,
Pasta und Salate – Alle Speisen auch zum Mitnehmen
Wie wäre es mit Spaghetti „Frutti di Mare“ oder einer Pizza „Grandiose“ mit allem, was sich Freunde italienischer Gaumenfreuden wünschen? Oder doch lieber ein knackfrischer „Insalata Rucola“ mit hausgemachtem Dressing und knusprigem Pizza-brot? Kai Krüger, Betreiber der kleinen, aber feinen Pizzeria Piccolino direkt gegenüber dem Inselbahnhof, und sein fünfköpfiges Team wünschen in jedem Fall „Buon appetito“.
Mit rund 30 verschiedenen Pizza-Variationen liegt der Schwerpunkt auf dem würzig belegten Fladenbrot aus der italienischen Küche. Renner unter den Pizzen sind die „Vegetarische Pizza“ und die Pizza „Rucola-Serrano“. Eine klassische Auswahl an Nudelgerichten und Salaten rundet die Speisenkarte ab, ebenso wie italienische Kaffeespezialitäten.
„Mein Leibgericht ist Pizza“, gesteht Kai Krüger. Seit 2009 lebt er auf Langeoog. Wertvolle Erfahrungen in der Gastronomie sammelte er bereits in verschiedenen Betrieben an der Ostsee und schließlich auf der „Insel fürs Leben“. Im Mai 2019 hat der gebürtige Oldenburger die einstige Pizzeria „Piccolo“ übernommen und damit den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Und das mit Erfolg, denn trotz Corona sei das erste Jahr gut verlaufen. Dazu beigetragen hätten nicht zuletzt der hauseigene Lieferservice sowie die Möglichkeit, alle Speisen auch zum Mitnehmen zu bestellen.
Zudem nutzte der Inhaber die Wintermonate, um die Pizzeria zu sanieren und in modernem Design einzurichten. Seitdem bestimmen echtes Treibholz an den Wänden, gemütliche Sitzgruppen, ein hochwertiges Mobiliar sowie markante Wand- und Deckenleuchten das Ambiente. „Gerne genießen die Gäste auch nach dem Essen noch ein Gläschen Wein in geselliger Runde“, freut sich Kai Krüger über den Zuspruch. Alles auf Abstand, versteht sich. Denn aufgrund der strikten Corona-Bestimmungen in der Gastronomie wurden die Sitzgruppen durch Glaswände getrennt. Diese fügen sich jedoch hervorragend in das  Gesamtbild ein. Bis zu 45 Personen finden jeweils im Restaurant und auf der Außenterrasse Platz.
Der Lieferservice soll auch im bevorstehenden Winter und Frühjahr wieder angeboten werden. Bestellungen werden unter (04972) 990310 entgegengenommen. Geöffnet ist die Pizzeria Piccolino bis Mitte November täglich von 12 bis 14 Uhr und 17 bis 21 Uhr. Mittwoch ist Ruhetag. Von Mitte November bis Mitte Dezember sowie im Februar bleiben die Türen geschlossen. In der übrigen Zeit öffnet das Piccolino täglich außer mittwochs ab 17 Uhr. -reh-

Wellness als „Weltreise auf Zeit“

Neu im Hotel „Die Sandburg“: Bali, Hawaii und mehr –
Wellness-Anwendungen „für alle“ 
Mitten auf Langeoog mal eben eine kleine „Fernreise“ unternehmen? Als „Urlaub im Urlaub“ – warum nicht? Denn seit Kurzem bietet die „Sandburg“ dieses Erlebnis. Anfang November eröffnet das Hotel am Kavalierpad seine (ent)spannende Wellness-Abteilung. Ganz wichtig: Das Wellness-Angebot steht nicht nur Hausgästen, sondern allen Interessierten offen. Sie können sich einfach telefonisch (04972 / 990 880) oder direkt an der Rezeption anmelden.
Ganzheitlich entspannen
„Ein attraktives Angebot nach der Maxime ‚Wellness für alle‘ wollten wir immer schon: Die erforderlichen Räumlichkeiten und Einrichtungen waren von Anbeginn eingeplant“, berichtet „Sandburg“-Inhaber Sven Schreiber. „Wir haben eigentlich nur auf die richtige Mitarbeiterin gewartet.“ Die wurde mit Chiara Lengdobler gefunden. Seit Anfang 2019 auf Langeoog tätig, verstärkt die 27-Jährige mit diesem Oktober das „Sandburg“-Team.
Die junge Niedersächsin wuchs in Lauenau auf. Nach einer Ausbildung zur staatlich geprüften Kosmetikerin bildete sie sich zur Wellness- und SPA-Managerin fort. Von 2012 bis 2015 arbeitete Chiara Lengdobler in Tunesien, auf Kreta und Zypern sowie in Österreich, anschließend dann in einem familiengeführten Vier-Sterne-Hotel nahe Hannover. Zusätzliche Qualifikation erwarb sie auf dem Gebiet von Massagen und Ganzkörperbehandlungen sowie in der Thalasso- und Wellness-Therapie. Jüngst absolvierte sie eine Schulung im Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunde.
„Wesentlich für Ayurveda ist die ganzheitliche Betrachtung und Behandlung des Menschen. Das gilt auch für unser gesamtes Wellness-Angebot“, erklärt Chiara Lengdobler. „Was uns vielleicht von anderen Anbietern abhebt: Wir nehmen uns viel Zeit für die Vor- und Nachbereitung.“ Dazu gehören intensive Gespräche und eine persönliche Beratung. „Der Gast steht wirklich im Mittelpunkt. Verbunden mit der ganzheitlichen Wellness-Behandlung genießt er wirksame Erholung und Entspannung.“
„Die Sandburg“ = Wellness
Nachhaltigen Genuss vermitteln vielfältige Wellness-Anwendungen, von reinigenden Peelings über aufbauende Packungen bis zu entspannenden Bädern. Als Erlebnis für die Sinne empfehlen sich die Ganzkörpermassagen für Sie und Ihn – sei es die hawaiianische Tempelmassage Lomi Lomi Nui, eine balinesische Ganzkörpermassage oder eine Behandlung aus dem indischen Ayurveda. „Hier geht es – nach eingehender Beratung für die optimale Anwendung – um wohltuende Massagen zum ‚Runterfahren‘ der gestressten Seele“, verrät Chiara Lengdobler.
Beliebt sind, als Kombination von Anwendungen, die „Wellness-Reisen“. Sie schenken Erholung und führen den Gast zu sich selbst. So umfasst die naheliegende „Reise Langeoog“ etwa die Thalasso-Anwendungen Meersalz-Peeling, Algenbad und Algenpackung. Das „Fernreiseziel Hawaii“ lockt mit exotischen „Sehenswürdigkeiten“ wie Kokosnuss-Peeling und Lomi Lomi Nui-Massage. „Im Ruheraum klingt jede Reise harmonisch    aus“, ­erzählt „Reiseleiterin“ Chiara Lengdobler. „Auch hier muss niemand hetzen, sondern bleibt noch ein Weilchen liegen, um den frisch gewonnenen ‚inneren Frieden‘ zu genießen.“
„Wir sind stolz auf das neue Angebot im Haus“, freut sich Sven Schreiber, „und wir sind sicher, es gefällt auch unseren Gästen.“ Die im Idealfall „Die Sandburg“ mit Wellness gleichsetzen. Der Gast solle mit Fug und Recht sagen dürfen: „Alles was ich brauche, finde ich in der ‚Sandburg‘ vor.“ Mit dem Umkehrschluss: „Was es hier nicht gibt, das brauche ich auch nicht.“ Übrigens: Wer die „Sandburg“-Annonce aus diesem Heft vorlegt, erhält zehn Prozent Nachlass auf eine Wellness-Behandlung. Vielleicht ein Grund mehr, „mal eben“ auf Fernreise zu gehen. -ut-

Große Resonanz in Ankum

Governorin Ines Mühlinghaus leitet erste 
Lions-Distriktversammlung – Ehrgeizige Projekte
Das Verlangen nach Präsenz, regem Austausch, interessanten Vorträgen und Unterstützung sozialer und karitativer Projekte hätte am 19. September größer nicht sein können. 94 Delegierte aus über 50 Lions Clubs konnte Distrikt-Governorin Ines Mühlinghaus von Langeoog zu ihrer ersten Versammlung für den Bezirk 111 Niedersachsen-West (NW) im großen Saal des See- und Sporthotels Ankum begrüßen. Bereits am Vortag trafen sich die  Delegierten zur Kabinettssitzung. Mit Bernhard Sieger, Christine Deuter und Renate Arndt waren drei weitere Langeooger Lions mit angereist.
Zunächst galt es, ein straffes Pensum zu bewältigen, das zügig abgearbeitet wurde. Zur ersten Vize-Distrikt-Governor-Elect gewählt wurde Anke Dirks aus Jever, die damit das Amt des Governors im Lions-Jahr 2021/2022 bekleiden wird. Neben den Regularien standen Berichte aus den Ressorts sowie der Bericht der „Leos“, den jungen Lions zwischen 16 und 35 Jahren, auf der Tagesordnung.
„Schutzengel-Huus“
Prominenter Gast war CDU-Landtagsabgeordneter Ulf Thiele aus Leer. Gemeinsam mit der Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen, Sandra Groth, stellte er in einem leidenschaftlichen Vortrag das Projekt „Schutzengel-Huus“ vor. Das Konzept sieht ein Haus mit bis zu sechs Wohneinheiten vor, das Raum für Kinder und Jugendliche bietet, die mit schweren Erkrankungen aus der stationären Pflege überführt werden. Die Diakonie möchte Familien aus dem gesamten Nordwesten Hilfe anbieten, um den Übergang zu erleichtern und Auszeiten zu ermöglichen. Ebenso soll ein ambulantes Angebot geschaffen werden. Die Lions haben das „Schutzengel-Huus“ zu ihrem Distrikt-Projekt gemacht und werden es finanziell unterstützen. Kreativität beweist dabei bereits der Langeooger Lions-Club (siehe Rubrik „Activities der Langeooger Serviceclubs“).
Lions-Lichtblicke-Projekt 
Im Mittelpunkt der Tagung stand zudem das Lions-Lichtblicke-Projekt zugunsten von Kindern in Äthiopien. Die deutschen      Lions sammeln dafür 500.000 Euro an Spenden als Eigenanteil. Diese werden von der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ verdoppelt und mit weiteren Zuschüssen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf 1,5 Millionen Euro verdreifacht. Das Spendenkonto lautet: Stiftung der Deutschen Lions, IBAN: DE40 5019 0000 0000 4005 05, Stichwort „Lichtblicke“. Der 25. RTL-Spendenmarathon wird im November live im Fernsehen übertragen.
Übrigens: Die zweite turnusmäßige Distriktversammlung plant Ines Mühlinghaus am 17. April 2021 auf Langeoog. Von Wilhelmshaven bis Osnabrück sind rund 2.500 Lions-Mitglieder in 75 Clubs im Distrikt 111 NW aktiv. -reh-

„Großer Philosoph“ am Bahnhof

Stammgast und Mäzen Bernd-Artin Wessels stiftet
Bronzeplastik – Enthüllung im Park am 2. Oktober
Um ein Kunstwerk reicher ist der öffentliche Raum von Langeoog. Am 2. Oktober 2020 wurde im Park vor dem Bahnhof die von Prof. Bernd Altenstein geschaffene Bronzeskulptur „Figur 1 – Großer Philosoph“ enthüllt. Dazu eingeladen hatten Prof. Dr. Bernd-Artin Wessels und seine Frau Elke aus Stuhr bei Bremen, die der Inselgemeinde die Skulptur im Rahmen einer nachmittäglichen Feierstunde als Schenkung übergaben.
„Gemeinsam nach vorne denken“
In seiner Begrüßung nannte Artin Wessels zwei Gründe für die Schenkung: Zum einen, so der Mäzen mit leichtem Augenzwinkern, gebe es auf Langeoog bislang noch zu wenig Kunst im ­öffentlichen Raum. Eine erste Abhilfe wolle man mit dem „Philosophen“ schaffen: Sein Schöpfer Bernd Altenstein zähle zu den führenden bildenden Künstlern im Bereich figürlicher Plastik. Zweiter Grund sei der Dank an Insulaner und Gemeinde, dass „meine Frau und ich
seit vielen Jahren mehrmals im Jahr hier Urlaub machen dürfen, um Erholung und Freude zu finden.“ Er sei vor 60 Jahren, seine Frau vor 65 Jahren das erste Mal nach Langeoog gekommen, inzwischen habe man hier viele Freunde gefunden.
Verbunden mit dem Wunsch, für Langeoog etwas Besonderes zu tun, war Artin Wessels’ Dank an die Beteiligten, die diese Aktion ermöglichten. Dazu zählten das Team um Bauunternehmer Onnen Schreiber und die Firma Eckhardt sowie Ralf Heimes und Martin Wirdemann von der Inselgemeinde. Dieses Projekt habe Menschen von der Insel und dem Festland zusammengeführt. In diesem Sinne sei auch die Aussage der Skulptur „Großer Philosoph“ zu verstehen: „Gemeinsam nach vorne blicken und denken.“
„Skulptur ein schöner Willkommensgruß“
„Ich freue mich, stellvertretend für die Inselgemeinde hier eine ‚neue alte Bekannte‘ in Empfang nehmen zu dürfen“, hob Bürgermeisterin Heike Horn in ihrem Grußwort die Beziehung des Kunstwerks zu Langeoog hervor. Neu sei die Skulptur an diesem Platz vor dem Bahnhof; eine alte Bekannte indes, da sie zuvor 15 Jahre lang auf dem Wesselsschen Anwesen auf der Insel gestanden habe. Man könne sie deshalb mit Fug und Recht als Langeoogerin bezeichnen, wie auch Elke und Artin Wessels gewissermaßen Langeooger seien: „Sie tragen die Insel in ihrem Herzen.“
Zudem würdigte Heike Horn die Rolle von Artin Wessels als Unternehmer, Senator, Reeder, Mäzen und Stiftungskurator, der „mit persönlichem und finanziellen Einsatz“ die Insel auf vielfältige Weise unterstützt habe, etwa als Mitbegründer des Langeooger Golfplatzes. Nun dürfe man die Bronze entgegennehmen: „Sie erscheint wie durch Wind und Sturm geglättet. Gleichzeitig spürt man Ruhe und Gelassenheit, die von ihr ausgeht. Für Langeoog ist die Skulptur ein schöner Willkommensgruß bei der Ankunft am Bahnhof“, unterstrich die Bürgermeisterin den herzlichen Dank der Inselgemeinde für die großzügige Schenkung.
„Aspekt der Gelassenheit“
Abschließend gab Prof. Bernd Altenstein aus Worpswede eine kurze Einführung in sein Werk, das, seine Werkreihen „Bürger im Block“ und „Auf schmalem Grat“ aufgreifend, im Jahr 2000 entstand. „Wir neigen dazu, uns abzuschirmen – mit zwei Konsequenzen: Einerseits fühlen wir uns sicher, andererseits binden wir uns. Dabei bewegen wir uns auf einem immer schmaleren Grat“, gab der Künstler einen Interpretationsansatz. Wichtig sei ihm auch der Aspekt der Gelassenheit gewesen: „Dieser Philosoph ist nicht hektisch, sondern überlegt und ruhig.“ Wesens­züge, über die nachzusinnen sich lohnt. Und das nicht nur am Bahnhof. -köp-
Auf schmalem Grat: „Figur 1 – Großer Philosoph“
Nein, es ist nicht Picasso. Auch nicht Charles de Gaulle, wie ein Besucher vermutete. Die neue Bronzeplastik im Park vor dem Bahnhof stellt niemand Bestimmtes dar. Sie heißt „Großer Philosoph“ und will dementsprechend, zur inneren Einkehr einladend, auch das Nachdenken anregen. Doch es liegt wohl in der Natur des Menschen, Vertrautes im Fremden zu suchen, Gesichtern einen Namen zu geben. 
„Der Kopf ist kein Porträt, er entsteht vielmehr aus der Struktur heraus“, betont Bernd Altenstein. Dabei entwickelt sich eine bildhauerische Idee wie „Großer Philosoph“ oft langsam: „Manche Ideen schmoren jahrelang im Hinterkopf, ehe sie Gestalt annehmen. Es dauert, bis die Idee ihre Form gefunden hat.“ Auch der Produktionsprozess braucht Zeit: Im Jahr 2000 ersonnen, wurde die Form der 348 Kilogramm schweren Skulptur zunächst in Gips aufgebaut und dann 2003 im Sandgussverfahren bei Harms in     Oldenburg gegossen. 2005 schließlich kam die Bronzeplastik nach Langeoog.
„Großer Philosoph“ ist eine fast scheibenhaft schmale Skulptur, die einen in einem blockartigen Sessel sitzenden Mann zeigt. Ob ihn der Sessel trägt oder einschließt? Jedenfalls scheint sich der „Philosoph“ mit seiner Situation arrangiert zu haben. Er strahlt Abgeklärtheit aus. Dass immer wieder Passanten vor ihm stehen und, kopfnickend oder -schüttelnd, über ihn diskutieren, stört ihn nicht. Im Gegenteil: Könnte er lächeln, er würde es tun. Vielleicht.
Bernd Altenstein …
kam 1943 in Schloßberg/Ostpreußen zur Welt. „Ich habe schon seit der Vorschulzeit gezeichnet, später auch gemalt und modelliert“, erzählt er am Rande der Skulpturenenthüllung. Das Inte-resse am Figürlichen blieb. Nach der Schule machte er ein bildnerisches Praktikum, studierte Bildhauerei in Stuttgart, war ab 1970 wissenschaftlicher Assistent an der TU Braunschweig. „Am Lehrstuhl für Architektur habe ich viel für meine Bildhauerei gelernt.“ Ab 1975 lehrte er als Professor an der HfK Bremen im Studiengang Freie Kunst, wo er die figürliche Bildhauerei prägte. 1983 begann er seine Werkreihe „Bürger im Block“. Deren Thema ist die bürgerliche Lebens- und Arbeitswelt und die damit einhergehende Fesselung des Menschen mit allen physischen und sozialen Auswirkungen. In jüngerer Zeit folgte die Werkgruppe „Auf schmalem Grat“. Seit seiner Emeritierung 2009 ist Bernd Altenstein als freischaffender Bildhauer in Worpswede tätig, in einem Gemeinschaftsatelier mit seiner Frau, der aus ­Carolinensiel stammenden Bildhauerin Gisela Eufe. -köp-